Zu Gast im Grafschafter Impfzentrum

Nordhorn/Grafschaft Bentheim. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder war zu Gast im Grafschafter Impfzentrum und informierte sich bei Landrat Uwe Fietzek, Sascha Lehky, Chris Pubanz (beide Organisatorische Leiter des Impfzentrums) und Jürgen Hartmann (Pressesprecher Landkreis Grafschaft Bentheim) über die aktuelle Situation im Grafschafter Impfzentrum. De Ridder betont, dass die Corona-Schutz-Impfungen der Schlüssel im Kampf gegen die aktuelle Pandemie ist.

„Das öffentliche, soziale und wirtschaftliche Leben wurde massiv heruntergefahren, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und Risikogruppen zu schützen. Nun gibt es mit der Zulassung von Corona-Impfstoffen die berechtigte Hoffnung – der langersehnte Lichtblick -, die Corona-Pandemie schnellstmöglich zu beenden. Der Bundesgesundheitsminister bekräftigte jüngst das Ziel, allen Bürger*innen bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot zu machen. Meine Fraktion macht hier gerade alles, um zu ermöglichen, dass dieser Zeitplan auch tatsächlich eingehalten werden kann. Bei meinem Besuch im Grafschafter Impfzentrum wollte ich mich vor Ort informieren und vor allem erfahren, wo noch Verbesserungsbedarf besteht und Einblicke in den organisatorischen Ablauf  erhalten. Vor allem aber will ich all jenen danken, die daran so tatkräftig mitgewirkt haben“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems ihren Besuch an der Nordhorner Paulstraße.

Die Logistik steht: Das Grafschafter Impfzentrum ist eingerichtet. Dank des tatkräftigen Einsatzes der zahlreichen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes, konnte der hohe logistische Aufwand innerhalb kürzester Zeit gut bewältigt werden, loben die Gesprächsteilnehmer*innen die gute Zusammenarbeit mit den hiesigen Hilfs- und Blaulichtorganisationen. Auch die Malteser, Johanniter, die Rettungshundestaffel und die Feuerwehren haben ihre Mithilfe angeboten.

Derzeit stehen 28 Ärzte ehrenamtlich an 7 Tagen die Woche im Grafschafter Impfzentrum zur Verfügung, um die Corona-Schutzimpfungen zu injizieren. Pro Stunde können etwa rund 60 Personen geimpft werden. Darüber hinaus sind vier mobile Impfteams seit einigen Wochen in den Alten- und Pflegeheimen in der Grafschaft im Einsatz, berichten Sascha Lehky und Chris Pubanz im Gespräch mit der SPD-Bundestagsabgeordneten. So konnten inzwischen bereits mehr als 4.000 Impfungen vorgenommen werden. Gefragt nach Verbesserungswünschen wiesen die Gesprächsteilnehmer*innen darauf hin, dass es wichtig sei, konkrete und verlässliche Aussagen zu Impfstoffmengen vom Bund und Land zu erhalten. Erst wenn regelmäßig Impfstoff ankomme und sich der Rhythmus eingependelt habe, könne es richtig losgehen.

Nach schleppendem Impfbeginn in Deutschland und der unzureichenden Planungssicherheit fand auf Drängen der SPD jüngst ein Impfgipfel von Bund, Ländern und Industrie statt. Ziel dieser Runde war es, eine gemeinsame nationale Anstrengung auf den Weg zu bringen, die Produktion und Verteilung von Impfstoff zu beschleunigen. Zwar seien die aktuellen Impfdosen noch sehr rar, doch werden die Mengen an Impfstoffen im Laufe des Jahres stetig ansteigen. Die Bundesregierung  bekräftigte nach dem Gipfel ihr Ziel, allen Bürger*innen bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot zu machen.

„Die Fortschritte beim Impfen machen Mut und Hoffnung darauf, dass wir im schnellstmöglich wieder zu einer Normalität zurückkehren können, wie wir sie vor der Pandemie kannten. Bis dahin müssen wir mit viel Geduld, Disziplin, Rücksichtnahme und Solidarität durchhalten. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung zeigt weiterhin großes Verständnis für die notwendigen Maßnahmen. Es gilt, die  AHA-Regel konsequent umzusetzen: Abstand halten, auf Hygiene achten und entsprechende medizinische Masken tragen. Sinnvoll ist auch die Nutzung der Corona-Warn-App; ich möchte dazu ermuntern, diese auch zu nutzen. Nicht nur in Schulen und Betrieben, sondern auch in der privaten Wohnung sollte stetig auf eine frische Sauerstoffzufuhr geachtet werden – also bitte das Lüften nicht vergessen“, führt die SPD-Politikerin aus.

Die fehlende Perspektivlosigkeit macht derzeit vielen zu schaffen: Wann kann ich wieder arbeiten? Wann darf ich mein Geschäft wieder öffnen? Um den Menschen in Zeiten der Corona-Pandemie Orientierung zu geben und mehr Transparenz über die notwendigen Maßnahmen zu schaffen, hat die niedersächsische Landesregierung einen Stufenplan 2.0 vorgelegt.Das Konzept sieht – je nach Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz und des sogenannten R-Wertes – eine schrittweise Rückkehr zur Normalität oder auch noch striktere Maßnahmen als bislang vor. So wird im Stufenplan klar geregelt, wann  Kinder wieder in die Kitas und Schüler*innen aller Jahrgangsstufen wieder in die Schulen gehen können. Auch wird hier geregelt, unter welchen Voraussetzungen Öffnungen von Geschäften, Restaurants oder Cafés oder – falls die Daten dies nicht hergeben – leider weitere Verschärfungen erfolgen werden. Dieser vorgelegte Stufenplan setzt sich mit den Härten der Krise und den landesweiten Auswirkungen  auseinander; und er gibt den Menschen in dieser unsicheren Zeit eine Richtschnur und zumindest etwas mehr Verlässlichkeit, konstatiert die SPD-Bundestagsabgeordnete De Ridder mit leichtem Optimismus.

„Die Arbeit, die die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte beim Aufbau und bei der bevorstehenden Inbetriebnahme des Grafschafter Impfzentrums geleistet haben, verdient größte Anerkennung. Die Corona-Schutzimpfung ist einer der entscheidenden Schlüssel im Kampf gegen die aktuelle Pandemie. Es ist wichtig, dass wir alle die Chance nutzen, uns impfen zu lassen, sobald wir an der Reihe sind. Auf diese Weise schützen wir nicht nur uns selbst, sondern vor allem auch unsere Mitmenschen und hoffentlich bald wieder zur Normalität zurückkehren. Mit der Immunisierung ist schließlich auch die ganz große Hoffnung verbunden – wieder unser gewohntes Leben zurückzuerhalten, Familie und Freunde in den Arm zu nehmen, Konzerte, Theater und Filmvorführen zu besuchen oder in den zahlreichen Geschäften in unseren Innenstädten zu schlendern  und Kosmetik- und Friseurbesuche  nicht länger vertagen zu müssen. Ich verstehe sehr gut, dass danach eine enorme Sehnsucht besteht. Es ist daher unerlässlich, dass die Politik auf allen Ebenen von Bund, Land und Region hier die bestmöglichen Lösungen entwickelt; aber nicht minder wichtig ist es auch, dass wir alle uns auch weiterhin an die AHA-Regeln halten; für die möglichen Lockerungen sind ja niedrige Zahlenwerte notwendig und dazu können wir alle unseren kleinen, aber geduldigen  Beitrag leisten“, betont De Ridder abschließend.

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