Am vergangenen Mittwoch habe ich ein Positionspapier zum Thema „Service Learning“ vorgestellt, das ich gemeinsam mit meinem Kollegen Dr. Karamba Diaby erarbeitet habe. Interessierte Vertreterinnen und Vertreter aus der Zivilgesellschaft und Kolleginnen und Kollegen aus dem Bundestag konnten Fragen stellen und erste Anmerkungen machen.

Service Learning – oder auch „Lernen durch Engagement“ – ist ein Lernform in der Schule oder auch an der Hochschule. Dabei sollen formale Lerninhalte aus dem Mathe-Unterricht oder aus der BWL-Vorlesung in der Praxis angewendet und vertieft werden. Beispielsweise kann eine Grundschüler ihre Lesefertigkeiten verbessern, indem sie in Kindergärten vorlesen. Oder aber Wirtschaftsstudierende planen eine kostenfreie Schuldnerberatung. Dieser Unterrichtsform bietet viele Vorteile: sie stärkt das zivilgesellschaftliche Denken, fördert die praktische Bildung der Lernenden, bietet Anreize für Schulen und Hochschulen und stärkt das demokratische Verständnis.

Mit dem Positionspapier möchten wir die Bekanntheit von Service Learning stärken und die Lernform im Alltag von Schulen und Hochschulen stärker verankern. Wir stoßen damit schon jetzt auf reges Interesse.