Nordhorn. SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte Schulklasse und informierte sich über schulisches Berufsorientierungskonzept.

Zur Vorbereitung ihres Berlinbesuchs, bei dem die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder auch zur Besichtigung des Deutschen Bundestags einlädt, empfing die 10. Klasse der Freiherr-vom-Stein-Oberschule mit ihrem Lehrer Johann Franzbach nun die Abgeordnete. Die Schülerinnen und Schüler interessierten sich im Gespräch mit der Bildungsexpertin vor allem für die berufliche Bildung und ihre Chancen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

Die Freiherr-vom-Stein-Oberschule besteht seit dem Schuljahr 2015/16 als teilgebundene Ganztagsschule und beherbergt rund 650 Schülerinnen und Schülern, die von mehr als 50 Lehrkräften unterrichtet werden. Kooperation und Transparenz, Toleranz und Wertschätzung, eine Kultur des Hinsehens und Wahrnehmens in gegenseitigem Respekt und der gegenseitigen Verantwortung sind die Grundpfeiler des Schullebens der Freiherr-vom-Stein Oberschule, so Schulleiterin Gisela Brandt-Lattka.

Davon konnte sich auch die Bundestagsabgeordnete überzeugen. Etwa ist es den Mitarbeitern der Freiherr-vom-Stein-OBS ein besonderes Anliegen, allen Schülerinnen und Schülern Fördermaßnahmen anzubieten, die sie bei der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit unterstützen. Die Schule nimmt dabei jedoch nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten in den Fokus, sondern auch kreative, handwerklich-technische, musikalisch-künstlerische, sportliche und soziale Begabungen.

Zudem unterstützt die Oberschule die Schülerinnen und Schüler bei der Vorbereitung auf den Berufseinstieg. Auf dem Weg zur Berufsfindung werden die Klassen intensiv begleitet; dabei finden eine individuelle Profilbildung in den Bereichen Sprache, Gesundheit und Soziales, Wirtschaft und Technik statt. Zudem wurden die Kooperationen der berufsbildenden Schulen mit Unternehmen, so etwa mit der Firma Rosink, der Grafschafter Volksbank, der Lebenshilfe, dem Landkreis aber auch der Bundesagentur für Arbeit, deutlich ausgebaut. Darüber hinaus tragen verschiedene Beratungsangebote wie beispielsweise eine Kompetenzanalyse und das Bewerber- und Benimmtraining zur Qualifizierung der Absolventinnen und Absolventen bei.

„Wir haben als SPD-Bundestagsabgeordnete viel für die berufliche Bildung durchsetzen können, so etwa, dass es mehr finanzielle Unterstützung für die Berufsorientierung und -beratung gibt. Aber eine grundlegende Reform des Berufsbildungsgesetzes, bei dem wir uns auch für zahlreiche Gesundheits- und Pflegeberufe stark gemacht haben, ist an der starren Haltung unseres Koalitionspartners gescheitert“, ärgert sich De Ridder.

Im Gespräch mit der Bundestagsabgeordneten stellten die Schülerinnen und Schüler viele Fragen zum politischen Alltag, den Positionen der SPD und dem aktuellen Wahlkampf. „Es freut mich sehr, dass sich junge Menschen für Politik und Zeitgeschehen interessieren – von Politikverdrossenheit keine Spur. Das hängt am großen Interesse der Jugendlichen und dem eindrucksvollen Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, sicherlich aber auch am gelungenen Schulkonzept, das die Einzelnen in ihren Persönlichkeiten ernst und wahrnimmt, sie dabei entsprechend fördert und unterstützt“, ist De Ridder überzeugt.

Als Berichterstatterin für die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ verschweigt die SPD-Bundestagsabgeordnete jedoch keineswegs den weiteren Handlungsbedarf: „Ich bin stolz darauf, dass meine Fraktion sich unermüdlich und letztendlich auch mit bahnbrechendem Erfolg dafür eingesetzt hat, dass der Bund künftig direkt in die Bildungsinfrastruktur finanzschwacher Kommunen investieren kann. Damit brechen wir das unsinnige ‚Kooperationsverbot‘ in der Schulpolitik endlich auf, das uns in der Bundespolitik jede Investition ohne langwierige Bund-Länder-Verhandlungen und –Vereinbarungen untersagt. So stellen wir im ersten Schritt 3,5 Milliarden Euro zur Sanierung von Schulen und Sporthallen bereit. Allerdings müssen wir die digitale Ausstattung unserer Schulen noch deutlich verbessern und auch die Lehrerinnen und Lehrer noch stärker unterstützen. Da wird das kleine Programm, für das ich mich als Berichterstatterin verantwortlich zeichne, keineswegs reichen“, betont De Ridder.