Sehr geehrte Damen und Herren,

dass in der Grafschaft Bentheim das Grundwasser an einigen Stellen über dem zulässigen Grenzwert mit Nitraten und Phosphaten belastet ist, ist inzwischen ein unumstrittener Befund. Nitrat ist besonders für Schwangere und Kinder gefährlich, weil es nach der Aufnahme im Körper zu Nitrit umgewandelt wird und den Sauerstofftransport im Körper beeinträchtigt.

Um der Belastung des Grundwassers Abhilfe zu schaffen, wird der Einsatz einer dritten Filterstufe für sauberes Trinkwasser in den Wasserwerken unumgänglich. Diese dringend erforderliche Maßnahme wird aber zu einer deutlichen Verteuerung jedes Liter Wassers führen. Der Schutz des Grundwassers ist eine Frage des ressourcenschonenden Umgangs mit unserer Natur. Die starke Nitratbelastung wird nun aber immer mehr zu einem ökonomischen Thema, bei dem die Verbraucherinnen und Verbraucher die teure Zeche werden zahlen müssen.

Nicht von der Hand zu weisen ist, dass die hohe Belastung des Grundwassers auch mit der Intensivlandwirtschaft zusammenhängt. So sind es doch die großen industriellen Betriebe, die nicht nur für die größte Ausbringung von Dünger verantwortlich zeichnen, sondern darüber hinaus die kleinen und mittleren Betriebe zunehmend unter Preisdruck setzen.

Wie aber kann uns ein effektiver Schutz von Umwelt- und Natur gelingen, ohne die kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetriebe und bäuerlichen Höfe zusätzlich zu belasten? Wie können wir die Verantwortlichen in der Intensivlandwirtschaft verstärkt in die Pflicht nehmen? Wie muss eine am Gemeinwohl orientierte Umwelt- und Landwirtschaftspolitik aussehen? Und welche Verfahren können entwickelt werden, um der zu reichhaltigen Ausbringung von Gülle Herr zu werden? Wie können Forschung und Entwicklung hierbei hilfreich sein?

Zu einer Diskussion über diese und weitere Fragen lade ich Sie herzlich ein zu meiner Veranstaltung:

De Ridder im Dialog:

Das weiche Wasser höhlt den Stein – Nitrat auch!

am Dienstag, den 19. September 2017 um 19:00 Uhr

Gasthaus Gerbrand Schuurman

Hauptstraße 19, 49824 Emlichheim

Im Juni dieses Jahres ist als Gesetz die „Düngeverordnung“ in Kraft getreten und bringt Neuerungen mit sich, die das Problem des belasteten Grundwassers angehen sollen: Mit der Schaffung der neuen bundesweiten Standards werden für die Düngung Obergrenzen gesetzt und eine genaue, standortbezogene Bedarfsermittlung wird verpflichtend. Auch darüber möchte ich Sie informieren.

Ich freue mich auf eine anregende Diskussion mit Ihnen!

Um Anmeldung unter daniela.deridder.ma04@bundestag.de oder unter der Nummer 0160 / 715 531 6 wird gebeten.

Mit freundlichem Gruß

Ihre

Dr. Daniela De Ridder, MdB