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Den ländlichen Raum neu denken

SPD-Bundestagskandidatin Dr. Daniela De Ridder besucht Emlichheims Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters

Zu einem regen Gedankenaustausch über das Thema der Entwicklung im ländlichen Raum kam es kürzlich in Emlichheim zwischen der SPD-Bundestagskandidatin Dr. Daniela De Ridder und Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters auf Einladung der dortigen SPD und ihres Vorsitzenden Johannes Spykmann.

Als zentrale Themen für die Bundespolitik sieht Dr. Daniela De Ridder die Infrastrukturpolitik, den Straßenbau, die Landwirtschaftspolitik sowie die Entwicklung touristischer Angebote. Dabei zeigte sich rasch, dass auch Emlichheims Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters hier zukünftige Aufgabenschwerpunkte für die lokale Politik sieht: Es wird gefordert, dass die Umgehungsstraße für Emlichheim im kommenden Bundesverkehrswegeplan berücksichtigt wird. Dazu gehöre jedoch auch, dass der Flächennutzungsplan verändert werde. Bei dem Emlichheimer Vorhaben ist neben der Ortskernentlastung als besonderes Argument zu berücksichtigen, dass diese Umgehungsstraße auch unverzichtbar zur besseren Anbindung des einzigen grenzüberschreitenden Industriegebiets in Niedersachsen, des GVZ Europark Coevorden – Emlichheim, an das überregionale Verkehrsnetz ist.

Dr. Daniela De Ridder, promovierte Stadt- und Raumsoziologin, sieht dies ähnlich, betont jedoch auch, dass eines der Planungsziele ein sanfter Tourismus in der Region sein müsse. Sowohl De Ridder als auch Kösters teilten die Beobachtung, dass es inzwischen wieder vermehrt Kornfelder gebe und begrüßten auch Maßnahmen wie Blühstreifenprojekte, die sich positiv für den Erhalt von wildlebenden Tieren und Insekten auswirken. Dies sei eine hoffnungsvolle Entwicklung des ländlichen Raumes, betonten beide Politikerinnen, da sonst eher Proteste der Bürger gegen Biogasanlagen, Bau und Betrieb von Mastställen oder die Belastung des Trinkwassers Aufmerksamkeit erregten. De Ridder betonte, dass die Kommunen an Regionalkonzepten arbeiten müssten, die sowohl Landwirtschaft, Infrastrukturpolitik, Energiepolitik, Gesundheitsversorgung als auch Tourismus einschlössen. Bei der landwirtschaftlichen Entwicklung sieht Kösters auch ein Problem darin, dass immer mehr Fremdinvestoren die heimischen Familienbetriebe verdrängen.

Darin war sie sich mit der SPD-Politikerin einig, die vor allem die bäuerliche Landwirtschaft und deren Existenzsicherung unterstützen will. De Ridder und Kösters stimmten darin überein, dass insbesondere die Preispolitik bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen problematisch sei: „Hier sind auch wir Verbraucher gefordert“, sagte die SPD-Politikerin De Ridder.

Für Daniela Kösters war auch die Entwicklung des Europarks ein zentrales Thema: Gerade sei man bei der Erschließung der dritten Phase. Nun gelte es das logistische Profil zu schärfen und die Infrastruktur weiter auszubauen. Wichtig sei auch ein vernünftiges Energiekonzept, von dem sowohl die Energieerzeuger als auch die Energieverbraucher im Europark sowie zukünftige Ansiedelungen profitieren.

Eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Tourismus in der Region hat der Grenzfluss Vechte. Dieser wiederum solle vermehrt als Markenzeichen für den sanften Tourismus in der Grenzregion genutzt werden und auch der Naherholung dienen.

Auch bei diesem Thema wollen die beiden Politikerinnen im Gespräch bleiben

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