Neuenhaus. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder war gemeinsam mit den Mitgliedern des SPD-Vorstandes, Norbert Voshaar und Gerrit Jan Zwafink, zu Gast im Jugend- und Kulturzentrum Neuenhaus Gleis 1. Dort ließen sie sich von der zweiten stellvertretenden Vorsitzenden des Unabhängigen Jugendtreffs e.V. Stina Veldhuis, den beiden BeisitzerInnen Fabienne Rosemann und Jürgen Eilts sowie den hauptamtlichen Beschäftigten Renate Sommer und Rüdiger Eilts über das aktuelle Angebot der Jugendarbeit, gerade auch unter den Corona-Bedingungen, informieren. De Ridder bekräftigt, wie wichtig die Stärkung der Jugend- und Kultureinrichtungen gerade in ländlichen Räumen ist. Gleis 1 hatte aufgrund des Bahnhofsbaus für die Bahnanbindung Neuenhaus aus den bisherigen Gebäuden ausziehen müssen.

„Jugendliche und junge Erwachsene leiden sehr unter den geltenden Corona-Einschränkungen. Sie brauchen dringend Kontakt zu FreundInnen und Gleichaltrigen. Aufgrund der Corona-Pandemie waren jedoch zahlreiche Jugendeinrichtungen geschlossen. Seit einigen Wochen konnte das Jugendzentrum in Neuenhaus wieder seine Türen öffnen: Mit entsprechenden Hygiene- und Abstandsregeln können sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wieder an der Lager Straße treffen. Doch wie wird das Angebot derzeit von der Zielgruppe angenommen? Gibt es besondere Wünsche an die Politik, um die Jugendarbeit vor Ort noch mehr zu unterstützen?“, wollte Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems, bei ihren Besuch in Neuenhaus wissen.

Es ist ein Ort der Begegnung – eine wichtige Anlaufstelle für junge Menschen: Der Jugendtreff in Neuenhaus. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene kommen zusammen, Spielen, Reden, Kochen, machen und hören Musik oder kommen einfach nur zusammen – und dies unter Berücksichtigung der SocialDistancing-Regeln – um einfach nur zu chillen. Das Gleis 1 bietet darüber hinaus ein weites Spektrum an Angeboten in den Bereichen Freizeitaktivitäten. Hierzu zählen das Jugend- und Internetcafé, Arbeitsgruppen, Ausflugsprogramme, Ferienpassaktionen, Projekte der Jugendkultur, Jugendbildungsprogramme, Beratung, Jugendsozialarbeit und Integration. Die Einrichtung arbeitet eng vor Ort mit zahlreichen weiteren Vereinen, Einrichtungen und Behörden zusammen.

Das Jugendzentrum Gleis 1 steht derzeit vor einer doppelten Herausforderung: Vor rund vier Jahren sind sie in das Provisorium an der Lager Straße umgezogen. Im Hinterhof des Hauses steht ein großer blauer Container. Ausgestattet mit einer Theke, einem Billardtisch, einer Fernsehecke und mit einer Reihe zahlreicher Gesellschaftsspiele, die zu geselligen Spielerunden einladen, werden den Jugendlichen viele Möglichkeiten angeboten, sich gemeinschaftlich zu betätigen. Allerdings freue man sich schon riesig auf das neue Zentrum, auf den im kommenden Jahr geplanten Umzug in den Neubau, berichtete Stina Veldhuis voller Vorfreude: Entstehen wird im Stadt- und Schulzentrum ein neues soziokulturelles Zentrum mit Schwerpunkt für die Kinder- und Jugendarbeit. Zudem soll das Haus auch für Integration und Inklusion stehen, versichert Rüdiger Eilts: Es sei wichtig, dass ein breites Angebot an Veranstaltungen angeboten werden, um zahlreiche Menschen unterschiedlichen Alters oder unterschiedlicher gesellschaftlicher Schichten anzusprechen.

Konkret gefragt, wie sich die derzeitige Corona-Situation auf die Arbeit im Jugendzentrum auswirkt, stellen die Verantwortlichen fest, dass die Jugendlichen derzeit vorsichtig und zugleich sehr verantwortungsvoll seien: Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckungen sowie die Abstands- und Hygieneregeln würden stets eingehalten. Um den Corona-Regeln gerecht zu werden, wurde die Anzahl an TeilnehmerInnen für Workshops und Freizeitangebote derzeit auf die Hälfte reduziert. De Ridder ist überzeugt, dass eine gute und professionelle Jugendarbeit eine wichtige Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland sind. Sie ist für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einer Kommune von großer Bedeutung. Daher fördert die Bundesregierung mit 1,5 Millionen Euro die Kulturzentren in Landgemeinden und Kleinstädten mit bis zu 20.000 EinwohnerInnen. Auch der unabhängige Jugendtreff Neuenhaus e.V. hat sich für die Ausstattung seines neuen soziokulturellen Zentrums um Fördermittel beworben. De Ridder sicherte zu, sich für die Bewilligung in Berlin einzusetzen.

„Es ist wichtig, dass unsere Kommunen viel für die Kinder- und Jugendarbeit investieren. Die tolle Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Kräfte, die sie auch während der schwierigen Corona-Zeit leisten, gilt es unbedingt weiter zu unterstützen. Auch ich möchte hier meinen Beitrag leisten und mich in Berlin für die Förderung ihres Antrags einsetzen“, bekräftigt De Ridder abschließend.