Nordhorn. Mit ihrer ersten Grafschafter Blaulichtkonferenz erreichte die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder die engagierten Blaulichtkräfte sowie die Bürgerinnen und Bürger. De Ridder betont, dass das neue Format der Blaulichtkonferenz – vorausgesetzt einer erfolgreichen Bundestagswahl – in den kommenden Jahren fortgesetzt werden soll. Bei der Konferenz, bei der auch die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Nordhorns, Petra Alferink, die Gäste begrüßte, wurden insbesondere Fragen zum Zivil- und Katastrophenschutz erörtert.

„Unsere engagierten Blaulichtkräfte wie etwa das Technische Hilfswerk, die Polizei, die Feuerwehr, die Reservisten, die Rettungsdienste und alle anderen Einsatzkräfte stehen im Katastrophenfall bereit für unsere Sicherheit. Die Politik muss ihrerseits alle Möglichkeiten nutzen, um sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen und zu entlasten. Das können wir vor allem dadurch erreichen, dass wir mehr Finanzmittel für Ausstattung und Personal zur Verfügung stellen, zuständig ist die Bundespolitik vor allem für das THW. Aber auch um andere Sicherheitsbereiche müssen wir uns Gedanken machen, denn es ist ja im Katastrophenfall immer eine enge Zusammenarbeit aller Kräfte erforderlich. Auch die Sicherheit im öffentlichen Raum spielt eine zentrale Rolle; darauf bin ich von vielen Frauen angesprochen worden. Die SPD will daher nach der Bundestagswahl 15.000 neuen Polizeistellen schaffen. Doch auch die anderen Blaulichtkräfte müssen gestärkt werden, da wir zunehmend auch von Wetterextremen betroffen sind, bei denen die Hilfskräfte ausrücken müssen. Gerade wir in Niedersachsen waren in den letzten Wochen davon sehr beeinträchtigt und ich möchte mich daher bei allen Kameradinnen und Kameraden bedanken, die dabei im Einsatz waren“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

In den USA sind gerade die katastrophalen Folgen der Stürm Harvey und Irma zu beobachten und machen deutlich, dass auch weit entwickelte Länder einer Naturkatastrophe solchen Ausmaßes nur wenig entgegenzusetzen haben. Aber auch in Niedersachsen, so etwa in Hildesheim, im Landkreise Holzminden und Hameln-Pyrmont, in der Region Hannover und im Harz, waren die Hilfskräfte aufgrund der starken Regenfälle in diesem Sommer tagelang im Einsatz. Für das Technische Hilfswerk und seine rund 1000 amtliche sowie rund 81.000 ehrenamtlichen Kräften steht der Bund in der Verantwortung. Auch die Reservisten stehen für Katastrophenfälle bereit. Zugleich gilt es aber auch, sich mit allen anderen Rettungskräften und Hilfsorganisationen im Falle des Zivil- und Katastrophenschutzes gut zu koordinieren, denn im Einsatzfall müssen alle logistischen Schritte ineinandergreifen, denn hier kommt es – gerade wenn Menschen gerettet werden müssen – auf ein rasches Tempo an, das keine Abstimmungsprobleme  erlaubt.

Die Diskussion zeigte zugleich, wie wichtig die interkommunale Zusammenarbeit ist – ganz besonders mit Blick auf den Zivil- und Katastrophenschutz und um das Kernkraftwerk Lingen. Hier mahnten die Blaulichtkräfte an, dass die Kooperation zwischen den Landkreisen Grafschaft Bentheim und Emsland verbessert werden müsse. Zudem wurde darauf verwiesen, dass auch über Landesgrenzen hinweg die Zusammenarbeit für die Einsätze noch weiter ausgebaut werden könne. Gemeint ist damit nicht nur die Verbindung zum Land Nordrhein-Westfalen, sondern auch mit den niederländischen Kollegen. Auch zeigten sich die Blaulichtkräfte besorgt durch die Zunahme von Gefahrguttransporten auf der Straße sowie die Personendekontaminierung, die ein wichtiger Teil von Ausbildung und Einsatzvorbereitung sei, aber bei der Ausstattung der Blaulichtkräfte noch besser berücksichtigt werden müsse.  Dringender Handlungsbedarf wurde daher beim ABC-Schutz gesehen: Der Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren einschließlich der ABC-Waffen oder Gefahrgutunfällen erschöpfe sich nicht in der Ausstattung von  ABC-Schutzmasken, denn  auch das Aufspüren  und Abgrenzen gefährdeter und kontaminierter Bereiche gehöre zu den Arbeitsaufgaben der Einsatzkräfte.

De Ridder verwies auch auf andere Sicherheitskonzepte, etwa bei Großveranstaltungen. Auch hier seien die Blaulichtkräfte für den Zivilschutz im Einsatz. „Trotz einer zunehmenden Verunsicherung – etwa durch Anschläge – sollten wir unser Leben uneingeschränkt in Freiheit und angstfrei führen können. Auch dafür stehen uns die Blaulichtkräfte zur Seite – zumeist mit starkem persönlichen und ehrenamtlichen Einsatz, wofür ich sehr herzlich danke“, bekräftigt De Ridder.

De Ridder bedankt sich bei allen aktiven und engagierten Blaulichtkräften und freut sich auf die voraussichtliche Fortsetzung des Dialogs.