Dr. Daniela De Ridder zum 40. Jubiläum des Altenwohnzentrums der AWO

Für eine starke Pflege und faire Arbeit eintreten!

Nordhorn. In Nordhorn war ich zu Gast zum 40. Jubiläum des Altenwohnzentrums der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und habe ein Grußwort gesprochen. So schön die Feierlichkeiten zum Jubiläum auch waren: Der Pflegenotstand ist teilweise drastisch und wir müssen endlich eine ausreichende Entlastung und faire Löhne auf den Weg bringen.

Gemeinsam mit Verdi habe ich vor dem Festakt erneut auf den Pflegenotstand aufmerksam gemacht. Die Pflegerinnen und Pfleger sind enormen Belastungen ausgesetzt und verdienen faire Löhne für ihre wichtige Arbeit. Dabei wird der demografische Wandel die Situation weiter verschärfen, wenn wir nicht entschieden handeln. Auch hier hat die Union im Bund stets gebremst und das Problem konsequent ignoriert.

Die Pflegeberufe sind zumeist weiblich. Ein Großteil der Engagierten sind Frauen und mit meinem Grußwort verband ich den Appell, dass Frauen – gerade auch in den sozialen Berufen – aufhören müssen, geduldig zu sein. Wenn es um die Verwirklichung von fairen Arbeitsbedingungen und einer gerechten Entlohnung geht, gilt es entschlossen zu kämpfen. Zum einen benötigen wir deutlich mehr Pflegepersonal, zum anderen eine wesentlich höhere Entlohnung.

Als langjähriges AWO-Mitglied weis ich genau, dass es viele Engagierte Menschen gibt. Es ist schön, dass das AWO-Altenzentrum eine Erfolgsgeschichte ist und die Bürgerinnen und Bürgern hier eine Anlaufstelle haben. Als soziale Institution stärkt sie das Zusammenleben in unserer Region. Diesen Zusammenhalt möchte ich auch in Zukunft weiter stärken und  blicke zuversichtlich auf die kommenden Jahre!

5 Gedanken zu „Für eine starke Pflege und faire Arbeit eintreten!

  1. Vielen Dank für diesen Beitrag.
    Als Vorsitzender des ver.di Fachbereichs 03 im Bezirk Weser Ems freue ich mich immer, wenn Politiker*innen sich um das Thema der Vergütung und der Arbeitsbedingungen in den Pflegebereichen kümmern.
    Wir können jede Unterstützung gebrauchen, da immer mehr von unseren Kolleg*innen diesen Bereich verlassen, weil sie woanders mehr verdienen können und dort meistens auch bessere Arbeitsbedingungen vorfinden.

    Harald Detken

  2. Liebe Fr de Ridder! Sie haben den Beschäftigten aus der Seele gesprochen. Ich persönlich hoffe das weitere Politiker und auch Arbeitgeber die Notwendigkeit erkennen, in den sozialen Diensten bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung, zu schaffen. Dies ist Wertschätzung, die letztlich nicht nur den Arbeitnehmern, sondern auch den zu Betreuenden zu Gute kommt.

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