Forschungsförderung für Fachhochschulen ausbauen

Fachhochschulrektoren innerhalb der Hochschulrektorenkonferenz beraten in Bad Wiessee über Promotionsrecht und Forschung an Fachhochschulen. Für die SPD-Bundestagsfraktion sind die Fachhochschulen eine der zentralen Säulen unseres Wissenschaftssystems Deshalb befürwortet die Bildungsexpertin Dr. Daniela De Ridder eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung der Fachhochulen.

Berlin. „Sechs Milliarden Euro werden in dieser Legislaturperiode zusätzlich für Bildung ausgegeben, damit haben wir einen wesentlichen finanziellen Beitrag zur Verbesserung des deutschen Bildungssystems geleistet. Jetzt  kommt es auf die Feinheiten an und dazu gehört, auch die Fachhochschulen innerhalb des Bildungssystems zu stärken“ betont Dr. Daniela De Ridder zum Auftakt der Jahrestagung der Hochschulrektoren in Bad Wiessee. Die Leistungsfähigkeit der Fachhochschulen soll stärker betont werden. Denn gerade die anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung in enger Verzahnung mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sei ein wichtiges gesellschaftliches Engagement der Fachhochschullandschaft. Der Aufwuchs der finanziellen Mittel der Fachhochschulen ist dabei ein zentrales Thema. „Hier wird es durch die Entlastung der Länder nach der Umwandlung des BAföGs in eine Bundesleistung hoffentlich entsprechende Entwicklungen in den Bundesländern geben“, fordert De Ridder.

Nachvollziehbar sei aber auch der Wunsch der Fachhochschulen nach der Weiterentwicklung des Promotionsrechts. Dies bringt eine Veränderung des Wissenschaftssystems mit sich und stellt auch die Fachhochschulen vor neue Herausforderungen. Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg haben sich bereits entschieden, den Fachhochschulen das Promotionsrecht einzuräumen. Auch in Hessen und NRW gibt es ähnliche Überlegungen.  „In Bad Wiessee werden wir die Vorstellungen der Fachhochschulen zu diesem Thema mit den Hochschulrektoren diskutieren“, kündigt Daniela De Ridder an. Dabei soll es nicht nur um das reine wissenschaftliche Privileg der Doktorandenausbildung gehen. Zugleich müssten die Fachhochschulen die Qualität der Lehre sicherstellen und so das deutsche Wissenschaftssystem nachhaltig stärken. „Dazu müssen Mittel aus dem aktuell diskutierten Hochschulpakt zur Verfügung gestellt werden, fordert De Ridder.

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