Zu Gast in der Baccumer Mühle

Lingen/Emsland. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder war zu Gast bei dem Jugendfreizeitheim Baccumer Mühle und informierte sich gemeinsam mit dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Reinhold Hoffmann bei Yorg Schlünzen und Siegfried Zech über die vielfältigen Angebote, die das Freizeitheim bietet. De Ridder betont, wie wichtig die Stärkung solcher Angebote gerade in ländlich geprägten Kommunen ist. Besonders erweist sich dies unter Corona-Bedingungen.

„Die Corona-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf uns alle. Auch Kinder und Jugendliche leiden unter den geltenden Corona-Beschränkungen, es gibt nur sehr wenig Freizeitangebote und Treffen mit den Freunden müssen leider ausfallen. Das betrifft insbesondere größere Gruppen, wie sie die Baccumer Mühle sonst beherbergt. Wie geht es dem Jugendfreizeitheim in der Pandemie und wie kann die Politik ihre Angebote erhalten und weiter unterstützen?“, wollte Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems, bei ihrem Besuch in Baccum wissen.

Die Angebote der Baccumer Mühle richten sich vor allem an größere Gruppen. Seit Jahrzenten gibt es hier die Möglichkeit Freizeiten für Familien, Kirchen, Klassenfahrten oder Sommerferienfreizeiten abzuhalten. Die Gestaltung der Aktivitäten ist dabei flexibel und den Organisatoren überlassen. Die Jugendfreizeitstätte wird vom Pächter Yorg Schlünzen geleitet und wurde im vergangenen Jahr vom Lingener Unternehmer Siegfried Zech gekauft, nachdem der vorherige Träger ein neues Brandschutzkonzept nicht umsetzen konnte.

Mit neuer Trägerschaft und neuem Brandschutzkonzept wollte die Mühle noch einmal durchstarten: Zech berichtete über das große Potential in der Umgebung und dem Gelände und über erweiterte Angebote, wie das neue Café „Glück zu“ – der traditionellen Grußformel der Müller nachempfunden – doch die Corona-Krise bereitete dem sonst bunten Treiben ein jähes Ende. Jugendfreizeiten finden in der Mühle nun schon seit Monaten nicht mehr statt. Viele Übernachtungen seien weggefallen oder storniert worden und wann wieder größere Gruppen verreisen könnten, sei angesichts des harten Lockdowns noch in keiner Weise absehbar, so Schlünzen.

Doch die Zeit der Pandemie wurde hier zwischenzeitlich produktiv genutzt. Das Christophorus-Werk etwa konnte die freien Zimmer vor dem harten Lockdown zur Unterbringung von jungen Menschen nutzen, die sich auf eine Ausbildung vorbereiten. Dies bot trotz Corona geregelte Einnahmen. Außerdem konnte die Zeit für Um- und Ausbaumaßnahmen genutzt werden. So arbeite man weiterhin an der Umsetzung des Brandschutzes und Neuerungen wie modernem WLAN und der Neugestaltung des Außenbereichs.

„Die Mühle ist identitätsstiftend für Baccum und liegt vielen Menschen hier am Herzen. Viele junge Menschen aus der Region und weit darüber hinaus haben hier schon zusammen gelebt, gelernt, Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen. Von diesem Angebot profitiert die ganze Region und besonders die Menschen, die an diesem erholsamen Ort ihre Zeit verbringen. Dass die Zeit der Krise hier genutzt wird, um hoffentlich gestärkt daraus hervorgehen zu können, begrüße ich außerordentlich. Die Reisebeschränkungen in diesem Jahr haben vielen Menschen gezeigt, wie wichtig Angebote vor Ort sind. Ganz besonders gilt dies für wichtige soziale Projekte und vor allem für Vorhaben, die sich an Jugendliche und junge Erwachsene richten. Ich hoffe, dass wir Politiker*innen dies nach der Corona-Krise konstruktiv begleiten können und die idyllische Baccumer Mühle nicht nur Ziel zahlreicher Ausflüge sein wird, sondern auch als Beherbergungsstätte zahlreicher so wichtiger Begegnungen fungieren kann“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems, abschließend.

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