V.l.n.r.: Ewald Sils, Dr. Daniela De Ridder, Hildegard Siemer

Zu Gast beim Heimatverein Kirchspiel Emsbüren

Emsbüren. Die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte anlässlich ihrer Sommertour den idyllischen Heilkräutergarten sowie das malerische Gebäudeensemble des Heimathofes in Emsbüren. Dabei kam sie mit Hildegard Siemer vom VVV Emsbüren und Ewald Sils, dem Vorsitzenden des Heimatvereins Kirchspiel Emsbüren e.V., ins Gespräch. De Ridder betont, dass die Heimat- und Brauchtumsvereine mit ihrem tatkräftigem Engagement einen wichtigen Beitrag leisten, um unsere kulturelles Erbe sowie unser kollektives historisches Gedächtnis zu bewahren und zugleich wertvolle Geheimtipps und Kleinode der hiesigen Kultur- und Tourismusregion zu pflegen. 

„Die Erinnerungen vorangegangener Generationen  festhalten, Zeugnisse aus der Vergangenheit erfahrbar machen und einen Zugang für lokale und regionale Geschichte schaffen –  das sind die Aufgaben, denen sich die zahlreichen Heimat- und Brauchtumsvereine verschrieben haben. In Emsbüren gibt es dank des tatkräftigen Engagements der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder viel über das bäuerliche Leben in der vorindustriellen Zeit zu erleben. Ein sehenswertes Ausflugsziel, gerade jetzt, wo viele Menschen sich entscheiden, aufgrund der Corona-Pandemie ihren Urlaub lieber daheim zu verbringen, ist der Heilkräutergarten, der sich in unmittelbarere Nähe des Heimathofs befindet, ein kleines Wunderwerk der Natur. Aufgrund der zahlreichen Touristen hat sich der Heimatverein jüngst entschlossen, den Heilkräutergarten ab sofort jeden Tag bis Ende September von 9 bis 18 Uhr zu öffnen“, betont Dr. Daniela De Ridder, SPD-Abgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Gegen (fast) jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen – auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern erfahren die Besucherinnen und Besucher seit Fertigstellung des Gartens im Juni 2002 die individuellen Wirkungsweisen und Einsatzmöglichkeiten von über 200 verschiedenen Heilpflanzen. Charakteristisch ist die Einteilung des Gartens in 14 verschiedene „Krankheitsgebiete“. Neben einem Beet, in dem Pflanzen für das Herz-Kreislauf-System vorzufinden sind, entdecken Gäste auch Pflanzen, die förderlich für die Verdauung oder für rheumatische Erkrankungen sind. Gerade wenn es um die eigenen Krankheitsbilder geht, lauschen die Besucherinnen und Besucher besonders intensiv den Ausführungen der rund 90-minütigen Führung, schmunzelt Hildegard Siemer im Gespräch mit De Ridder. Insbesondere werde sie dann oft gefragt, wie man die Heilpflanzen richtig einsetzen könne. Der Besuch im Heilkräutergarten regt an, sich mit der Heilkräuterlehre auseinanderzusetzen und zu beschäftigen, er ersetze jedoch keineswegs den Gang zum Arzt

„Der Duft, die Blütenpracht, das Farbenspiel: Der Besuch des Heilkräutergartens regt zahlreiche Sinne an und lädt ein zum Verweilen und Träumen. Zudem ist es ein Paradies für Insekten und Bienen. In vielen Vorgärten hat sich jedoch ein Trend zum Schottergarten entwickelt – sehr zum Ärger vieler Natur- und Umweltschützer“, berichtet De Ridder. Hier hat Hildegard Siemers einen Tipp, den viele Hobbygärtner beherzigen können: „Die ersten zwei Jahren ist die Pflege des Gartens mit viel Arbeit verbunden, doch nach dieser zeitintensiven Anfangszeit findet das Unkraut keinen Platz mehr durchzukommen – der Garten wird pflegeleicht und ein Kleinod für Insekten und Bienen; man muss aber ein wenig Geduld mitbringen, wird dafür aber reichlich belohnt.“

Im Anschluss führte Ewald Sils die SPD-Bundestagsabgeordnete durch die alten Fachwerkhäuser, die in den 1970er-Jahren originalgetreu aufgebaut und mit bäuerlichen Gerätschaften eingerichtet wurden. Unzählige Exponate wurden liebevoll von den Mitgliedern des Heimatvereins in Szene gesetzt und zu zahlreichen dieser Schätze wusste Ewald Sils Anekdoten zu berichten. So manches Sammelgut wird Kindheitserinnerungen wachrufen und zugleich den rasanten technischen Fortschritt des letzten Jahrhunderts dokumentieren. Die sorgfältig nachgebauten Schlafzimmer und die Küche etwa lassen den BesucherInnen eintauchen in die Wohnwelt von damals.

„Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene können tiefe Einblicke gewinnen, wie die Menschen im Emsland früher gelebt haben und mit  – aus heutiger Sicht – welch spartanischen Mitteln sie ihren Alltag bewerkstelligen mussten. Objekte und Fotos erzählen anschaulich von einem kargen, zuweilen bescheidenen Arbeitsalltag. Der historische Blick auf das gelebte Alltagsleben von damals macht Geschichte ganz praktisch erfahrbar“, fasste De Ridder ihre Eindrücke zusammen.

Neben dem Heimathaus nutzen die rund 400 Mitglieder des Heimatvereins regelmäßig die Schmiede und das Backhaus, um leckeres Brot und Kuchen zu backen oder die neuesten Schmiede-Kunstwerke zu erstellen. 

„Der Besuch des Heilkräutergartens und des Gebäudeensembles auf dem sagenumwobenen Galgenberg ist ein malerisches Ausflugsziel in unserer Region. Viele interessante und spannende Details über die alte bäuerliche Lebenswelt können hier gesammelt werden. Nicht zuletzt lädt die idyllische Kulissen, die auch von vielen Brautpaaren genutzt wird, zum Verweilen und Träumen ein“, bekräftigt De Ridder abschließend.  

Der Heilkräutergarten ist ab sofort jeden Tag bis Ende September von 09 bis 18 Uhr geöffnet. Am Eingang wird um eine Spende für den Heilkräutergarten gebeten. 

Folgende Angebote des Heimatvereins können gebucht werden:

Heimathof Eintritt und Führung (Gruppen): 3,00 € pro PersonHeilkräutergarten Eintritt und Führung (Gruppen) 4,00 € pro Person

Ansprechpartner:

VVV Emsbüren Touristik GmbH

Papenstraße 15

48488 Emsbüren

Tel. 05903 935758

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