Zu Besuch beim Bronzezeithof in Uelsen

Uelsen/Grafschaft Bentheim/Emsland. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte den Bronzezeithof in Uelsen und tauschte sich dabei mit Geert Vrielmann vom Arbeitskreis Bronzehof über die Chancen des Tourismus für die Niedergrafschaft aus. Dabei müsse Kultur, Landwirtschaft und Tourismus besser miteinander verzahnt und zu einem Gesamtkonzept für die gesamte Region verbunden werden.

„Der Bronzezeithof bietet ein spannendes und informatives Angebot und macht keineswegs nur für die Grafschafter oder Emslanderinnen von heute erlebbar, wie die Menschen in der Bronzezeit wohl gelebt haben müssen – mit allen Qualitäten aber auch allen Widrigkeiten und allem Unbill eines harten Lebens. Es ist sehr bemerkenswert, wie die Fundstücke aus der Bronzezeit Rückschlüsse über das Leben vor mehreren Tausend Jahren vermitteln. Damit ist der Hof nicht nur für den Tourismus attraktiv, sondern auch für zahlreiche Touristinnen und Reisende weit über die Region hinaus: Wer mehr über gelebte Geschichte wissen will, ist hier herzlich willkommen. Der Bronzezeithof ist einer der interessantesten Orte der Niedergrafschaft und sollte in ein umfassendes Kultur- und Tourismuskonzept einbezogen. Das aber fehlt bis dato noch immer“, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder für den Wahlkreis Mittelems.

Der Bronzezeithof bietet einen Einblick in die weite Geschichte und in die Archäologie der Region; im weiteren Umkreis der Gemeinde Uelsen sind zahlreiche Grabhügel und Anlagen aus der Bronzezeit erhalten. De Ridder betont, dass der Bronzezeithof damit nicht nur für den Tourismus förderlich ist, sondern auch einen wichtigen kulturellen Bildungsauftrag erfüllt. Deutlich wurde jedoch während des Gesprächs, dass ein umfassenderes Tourismuskonzept für die Region fehlt. Ein solches Konzepte, so bestätigte auch Vrielmann, werde bei den Kulturschaffenden sowie bei der Politik des Landkreises und der Kommune schmerzlich vermisst. Genau hier müssten Konzepte entwickelt werden, die allerdings, so Vrielmann, auch die Landwirtschaftspolitik mit einbeziehe. Allerdings sei hier, so De Ridder jenseits der Regionalpolitik auch die auch Landes- und Bundespolitik gefordert, wofür sie sich künftig gerne noch intensiver einsetzen wolle.

Im gemeinsamen Gespräch ging es neben Tourismus auch um Nachhaltigkeit und Ökologie und den Schutz von Flora und Fauna. De Ridder machte deutlich, dass ein bewusster und nachhaltiger Umgang mit Natur und Umwelt zwingend notwendig ist. Dies sei eine der Botschaften, die der Bronzehof in höchst plastischer Weise vermitteln könne. Was bislang jedoch noch fehle, ist eine ausgereifte touristische Infrastruktur von Uelsen als Ort der Erholung und der Ruhe sowie als Ort mit guter Verkehrsanbindung. Wichtig ist für De Ridder, dass für die Stärkung von erlebbarer Geschichte, Kultur und Tourismus eine breite Beteiligung der Bevölkerung mit ihren unterschiedlichen Interessen und Ideen sowie breite fachliche Expertise einbezogen werde. Dabei dürfe auch die Landwirtschaftspolitik nicht vernachlässigt werden.

„Eine Tour durch die Historie unserer Region ist dank der zahlreichen Erlebnisangebote des Bronzezeithofs etwas Besonderes und schärft unsere Sinne für den Erhalt dieser bedeutenden Umgebung. Daher muss ein geschichtsbewusster Umgang mit unserer Region immer auch mit dem Ziel der Nachhaltigkeit und des Schutzes der Umwelt verbunden werden. Schließlich sollen noch viele Generationen weit über die Niedergrafschaft hinaus –  die Chance erhalten, von den entdeckten, aber auch von den noch verborgenen Schätzen zu lernen. Wichtig ist mir als Bundestagsabgeordnete, dass wir bei der Stärkung dieses für unsere Region so wichtigen wirtschaftlichen Zweiges des kulturellen Tourismus alle Beteiligten mit ins Boot holen, denn häufig wird bei den unterschiedlichen Interessenslagen übersehen, welche enormen Chancen in dieser Wachstumsbranche liegen“, so De Ridder abschließend.

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