Emlichheim. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte gemeinsam mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Gerd Will, dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Johannes Spykman sowie Bürgermeisterin Daniela Kösters das Unternehmen Emsland-Stärke GmbH und die Emsland Group. Die Delegation um De Ridder kam dabei mit dem Vorstand Udo Hinkemann, Geschäftsführer Gerrit-Jan Wessling sowie dem kaufmännischen Geschäftsführer Peter Höning ins Gespräch über das Unternehmen und die Zukunftsperspektiven für die regionale und internationale Wirtschaft. Das Unternehmen zeichnet sich besonders durch seine breite und internationale Aufstellung aus und leistet einen großen Beitrag für den Erfolg der Region.

Die Emsland Group hat insgesamt 1150 Angestellte, von denen im Unternehmenszentrum in Emlichheim rund 500 tätig sind. Das Unternehmen produziert Qualitätsstärke für die Nahrungsmittelindustrie, ebenso für bestimmte Zweige der Textil-, Bau- und Automobilindustrie und verfügt über ein eigenes Forschungszentrum. Die Unternehmenskapazitäten verteilen sich auf rund sieben Standorte in Deutschland, von denen jeder einen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens leistet. Rund 85 Prozent der Produkte gehen in den Export, wobei zu den Kunden namhafte Konzerne wie Nestlé oder Haribo gehören.

„Die Emsland Group und Emsland-Stärke GmbH konnte nach der vergangenen Krise die Arbeitsplätze sichern und so maßgeblich zum Erfolg unserer Region beitragen. Es freut mich sehr, dass das Unternehmen wieder so erfolgreich aufgestellt ist. Als Bildungspolitikerin freut mich besonders, dass hier 35 Auszubildende und auch ein Bachelor-Absolvent mitarbeiten und lernen. Ebenso wichtig, dass hier auch im eigenen Betrieb geforscht und weiterentwickelt wird. Sowohl die Nachwuchskräftegewinnung als auch Forschung und Innovation sind wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Zukunft, wovon insbesondere die Grafschaft Bentheim und das Emsland langfristig profitieren“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Johannes Spykmann, Daniela Kösters, Gerrit-Jan Wesselink, Daniela De Ridder, Heike Ruters, Udo Hinkelmann und Gerd Will

Die Stärkeproduktion aus Kartoffeln und Erbsen bietet dem Unternehmen große Chancen, da das Ziel der Nachhaltigkeit bei der Ernährung, etwa durch vegetarische oder vegane Ernährungsstile insbesondre junger Menschen, die Lebensmittel, die aus der Kartoffelstärke gewonnen werden, zu wichtigen Produkten mit interessanten Absatzmärkten macht. Auch die Süßwarenindustrie setzt vermehrt beim Ersatz der tierischen Gelatine auf Produkte der Emsland-Stärke. Darüber hinaus wird Stärke auch in der Textilindustrie, für die Produktion von Klebstoffen oder auch für Partikelfilter benötigt. Diese diversen Bedarfe verlangen nach einer Spezialisierung des Unternehmens, die durch die sieben Standorte mit unterschiedlichen Schwerpunkten verwirklicht wird. De Ridder machte sich vor Ort ein Bild von der Produktion und zeigte sich beeindruckt: „Die zahlreichen Einsatzgebiete der Kartoffelstärke, aber auch die aus dieser Knolle gewonnen Proteine und Fasern, sind höchst vielfaltig. Von Nahrungsmittel und hier vor allem bei veganen Produkten, über Papier, Klebstoffe und Textilien oder gar umweltschonende Filtertechnologien – es gibt wohl kaum einen Industriesektor, der nicht von der Stärke der Kartoffel profitieren könnte. Das macht auch Forschung, Entwicklung und Innovation in diesem Bereich so notwendig, für die ich mich in der kommenden Legislaturperiode erneut einsetzen möchte“, versichert De Ridder.

Die Emsland-Stärke GmbH strebt neben dem wirtschaftlichen Erfolg auch eine Prämierung im Rahmen des Wettbewerbs „Great Place to Work-Wettbewerbs“ an, der bundesweit die 100 mitarbeiterfreundlichsten Arbeitgeber prämiert. De Ridder ist überzeugt, dass die Emsland-Stärke GmbH diesen Titel erreichen kann und betont, dass das Engagement in diesem Bereich besonders lobenswert ist. Schließlich kann die Gewinnung von Fachkräften dann besonders gut vorangebracht werden, wenn alle Rahmenbedingungen zusammenkommen. Hierbei zählten auch die „weichen Standortfaktoren“, die den Beschäftigten jenseits des Arbeitsplatzes eine hohe Qualität im Lebensumfeld versprächen. „Da haben Emlichheim und die Grafschaft Bentheim viel zu bieten; es gilt nun, dies auch durch ein entsprechendes Personalmarketing noch deutlicher zu machen. Mit der Emsland Group bringen wir die Arbeit unserer Region in alle Welt: Sehr gerne unterstütze ich die Engagierten für eine erfolgreiche Zukunft“, versichert die SPD-Bundestagsabgeordnete. Die besondere Bedeutung eines intensiven Personalmanagements unterstrich auch Geschäftsführer Udo Hinkemann, der sich als Vorstand insbesondere für das Gesundheitsmanagement in seinem Unternehmen stark macht.