Zu Besuch bei der AWO Lingen im Falkenheim

Lingen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder war zu Gast bei der Arbeiterwohlfahrt e.V. (AWO) im Falkenhaus in Lingen. Im Gespräch mit dem AWO-Ortsvereinsvorsitzenden Reinhold Hoffmann und weiteren Vorstandsmitgliedern stand die Situation der AWO Lingen in der Corona-Pandemie im Mittelpunkt.

„Die SPD und die AWO sind einander sehr verbunden. Dass ich als Sozialdemokratin auch Mitglied bei der AWO bin, ist für mich selbstverständlich“, versicherte Dr. Daniela De Ridder gleich zu Beginn der Gesprächsrunde. „Werte wie Solidarität, eine geschlechter- und generationengerechte Gesellschaft und Unterstützung für Menschen, die nicht nur auf der Sonnenseite des Lebens stehen, sind die oberste Maxime unserer Arbeit. Die daraus resultierenden sozialen Errungenschaften dürfen wir nicht als selbstverständlich erachten. Grade in Krisenzeiten, wie jetzt zur Corona-Pandemie, müssen wir unsere sozialen Errungenschaften und unsere Werte verteidigen, insbesondere gegen Rechtspopulisten und die AfD. Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist jetzt wichtiger denn je. Dabei müssen wir in der Politik auch darauf achten, dass es keine Krisenverlierer gibt. Bei den aktuellen Corona-Hilfen, die SPD-Finanzminister Olaf Scholz ausgearbeitet hat, werden enorme finanzielle Summen bewegt. Diese dürfen aber weder zu Lasten der Rentner*innen, noch zu der der jungen Generation gehen. Dieser enormen Verantwortung ist sich die SPD sehr bewusst“, so Dr. Daniela De Ridder, SPD-Abgeordnete für den Wahlkreis Mittelems und stellvertretende Ausschussvorsitzende des Auswärtigen Ausschusses.

Der Vorsitzende des Lingener AWO-Ortsvereins Reinhold Hoffmann berichtete über die Schwierigkeiten bei der Arbeit in der Pandemie: So würden die Corona-Regeln und der Lockdown die Möglichkeiten stark einschränken, Versammlungen, Feiern, Fahrten und Ausflüge seinen nicht mehr möglich und auch die persönliche Beratung im Gespräch müsse nun per Telefon, statt persönlich vor Ort stattfinden. Dabei wollte die AWO Lingen grade neue Beratungsangebote anbieten: Zu Themen wie Rente, Sozial- und Rechtsfragen gebe es großen Beratungsbedarf, ob das Angebot realisierbar ist, sei aber fraglich. Hajo Wiedorn verwies als Vorstandsmitglied der Lingener AWO zudem auf den Ausbau einer Kommunikationsstrategie und bedauerte das rückläufige ehrenamtliche Engagement. Die AWO und ihre Angebote seien in der Bevölkerung zu wenig bekannt. Zukünftig wolle man daher auch vermehrt integrative Angebote entwickeln und jüngere Mitglieder gewinnen.

Ein weiteres Problem zeige sich durch die nicht vorhandene Barrierefreiheit des Falkenheims, das vor allem von der AWO genutzt wird. Einen Umbau aus eigenen Mitteln könnten sich die AWO und der Verein zum Erhalt des Falkenheims nicht leisten.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass wir im weiteren Krisenverlauf und vor allem danach eine starke AWO als unterstützendes Netzwerk brauchen werden. Dafür müssen wir schon heute Sorge tragen. Die AWO bekannter zu machen, über ihre Arbeit und Angebote aufzuklären und sie integrativer und attraktiver zu gestalten, sind Herausforderungen, die wir gemeinsam erfolgreich bewältigen können. Eine noch engere Verknüpfung – vor allem mit jüngeren Menschen – und eine erhöhte Präsenz in sozialen Netzwerken sind erfolgversprechend. Wir können so viel erreichen, wenn wir es gemeinsam anpacken und das möchte ich weiterhin entschlossen stärken“, bekräftigt De Ridder abschließend.

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