SPD-Bundestagsabgeordnete fordern deutliche Verbesserungen auf der IC-Strecke Berlin-Amsterdam

Berlin/Grafschaft Bentheim/Emsland. Die täglich viel genutzte IC-Strecke Berlin-Amsterdam steht zunehmend aufgrund von Verspätungen und maroden Zügen in der Kritik der Bahnfahrer. Nun hat die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder gemeinsam mit ihren SPD-Kolleginnen und Kollegen schriftlich eine kritische Nachfrage eine kritische Nachfrage die Deutschen Bahn (DB) versandt, um bei diesem Umstand möglichst rasch Abhilfe zu schaffen.

„Seit einiger Zeit erreichen mich, meine Kolleginnen und Kollegen aus der SPD-Bundestagsfraktion zahlreiche Beschwerden über die Zustände auf der Strecke Berlin-Amsterdam. So fallen in den Sommer- und Wintermonaten häufig die Klimaanlagen und Heizungen aus, die Züge selbst haben ein entsprechendes Alter, worunter die Qualität des Transports erheblich leidet. Am ärgerlichsten sind aber die häufigen Zugausfälle, sowohl in Richtung Berlin als auch in Richtung Amsterdam. Ich nutze die Strecke selbst sehr regelmäßig und kann daher die Erfahrungsberichte der Grafschafter und Emsländer Bürgerinnen und Bürger nur bestätigen,“ erklärt SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder aus dem Wahlkreis Mittelems. De Ridder ist stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verkehr im Deutschen Bundestag.

Auf Nachfrage an die DB, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation ergriffen werden, erhielt die SPD-Bundestagsabgeordnete bereits den Hinweis, dass neue und moderne Züge frühestens im Jahr 2023 eingesetzt werden sollen. Ferner teilte die DB mit, dass an den momentan im Einsatz befindlichen Zügen aktuell Umbauarbeiten vorgenommen würden, um die Ausfälle der Klimaanlagen in der anstehenden warmen Jahreszeit zu verhindern. Von weiteren kurz- oder mittelfristigen Verbesserungen war jedoch nicht die Rede. „Die ergriffenen Maßnahmen sind für einen viel zu langen Zeitraum veranschlagt. Wir können darauf – wie von der Bahn vorgeschlagen – nicht sechs Jahre warten. Auf dieser hoch frequentierten Strecke benötigen wir sehr rasch substanzielle Verbesserungen bei den eingesetzten Zügen. Die Bahnfahrerinnen und -fahrer sind auf die Pünktlichkeit der DB angewiesen, wenn sie täglich zur Arbeit pendeln oder berufliche und private Termine wahrnehmen müssen,“ beschreibt De Ridder das Problem.

Gemeinsam mit ihren SPD-Kollegen Ursula Schulte (Wahlkreis Borken II), Marina Kermer (Wahlkreis Altmark) und Jürgen Coße (Wahlkreis Steinfurt III) unterzeichnete Dr. Daniel De Ridder nun ein Schreiben an den Vorstand der Deutschen Bahn, in dem die Abgeordneten dazu auffordern, kurzfristiger zu reagieren und noch vor 2023 deutliche Verbesserungen in puncto Verlässlichkeit, Pünktlichkeit und Komfort zu erzielen. Weshalb es nicht möglich ist, schon im Einsatz befindliche, aber neuere IC-Züge auf dieser Strecke einzusetzen, ist für De Ridder unverständlich: „Die DB muss doch erklärtermaßen ein Interesse daran haben, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern und die Bahnkunden an sich zu binden. Ich kann nicht nachvollziehen, dass die Deutsche Bahn auf einer internationalen Strecke nicht schon längst nachgebessert hat.“

„Was wir benötigen, sind zeitnahe Lösungen. Wir wollen, dass die Bahn ökonomisch und ökologisch ihre Attraktivität behält, und die Nutzerinnen und Nutzer nicht ohne Not auf den PKW umsteigen. Das gebieten uns schon die Klimaziele, die wir uns gesetzt haben. Allerdings muss dann den Bahnkunden auch ein entsprechender Komfort angeboten werden. Zugausfälle und deutliche Verspätungen sind genauso wenig hinnehmbar wie defekte Klima- oder Heizungsanlagen. Unerträglich aber ist, dass Fahrgäste häufig in Bad Bentheim gestrandet sind und Schienenersatzverkehre – wie im vergangenen Winter und Sommer – nur unzureichend zur Verfügung stehen. Wir brauchen jetzt Verbesserungen mit einer baldigen Perspektive auf neue Fahrzeuge, die ein akzeptables Reisen ermöglichen“, bekräftigt Dr. Daniela De Ridder.

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