Meppen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder überzeugte sich bei der gemeinsam mit Vitus betriebenen Radstation am Bahnhof in Meppen vom inklusiven Arbeitsangebot. Dabei kam sie mit Vitus Geschäftsführer Michael Korden sowie dem Kompetenzfeldleiter Johannes Münzebrock ins Gespräch. Vitus bietet mit der Radstation acht Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap, die weitgehend selbstständig und ihren Bedarfen entsprechend arbeiten können. De Ridder zeigte sich von dem inklusiven Konzept überzeugt und wirbt für die Radstation.

„Bei vielen Gesprächen mit den Betroffenen hat sich gezeigt, dass Menschen mit Handicap selbstbestimmt leben und arbeiten wollen. Daher hat mich die Radstation am Bahnhof in Meppen besonders überzeugt: Hier wurde ein herausragendes Inklusionsangebot geschaffen, dass ich gerade auch als Radfahrerin sehr gerne unterstützen möchte. Nicht nur diejenigen, die als Pendlerinnen und Pendler morgens zum Bahnhof fahren, finden dort einen sicheren Abstellplatz für ihre Drahtesel; auch Touristen, die mit der Bahn anreisen, können das  erstklassige Serviceangebot der Vitus-Beschäftigten und der Stadt Meppen nutzen. Dass hier in der Radwaschanlage Fahrräder blitzblank werden, ist zwar noch ein Geheimtipp, sollte aber unter Einheimischen und Reisenden schnell publik werden“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Die Radstation bietet seit Juli 2015 zur Zeit acht Menschen mit Beeinträchtigung einen Arbeitsplatz an und ist eine Dienstleistung der Vitus Werkstatt für die Stadt Meppen. Vitus setzt dabei auf die Gestaltung der Arbeitsplätze nach individuellen Bedarfen und ermöglicht so eine größtmöglich selbstständige Teilhabe am Erwerbsleben. Neben der sicheren und wetterfesten Unterbringung von Fahrrädern bietet die Radstation ebenfalls eine Fahrradwaschanlage sowie ein Pflegeprogramm an. Mit der Erschließung neuer Nischen möchte Vitus in der kommenden Zeit seine Mitarbeiterzahl auf zwölf Personen erhöhen, was jedoch von der Nachfrage abhängt. „So können wir die Wirtschaftlichkeit vor dem Hintergrund des in der Werkstatt durchschnittlich vorgesehenen Betreuungsschlüssels weiter verbessern“, erläutert Johannes Münzebrock, Kompetenzfelder für die Bereiche berufliche Qualifizierung und Teilhabe am Arbeitsleben.

Die Stadt Meppen ist Auftraggeber für die Radstation und ermöglicht dieses Projekt. De Ridder hofft darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger es nun stark frequentieren und die hervorragende Arbeit damit unterstützen. Das Konzept des bedarfsgerechten und möglichst autonomen Arbeitens ist laut De Ridder ein wichtiger Schritt für eine gelungene Inklusion. „Mit dem Auftrag für die Einrichtung der Radstation hat die Stadt Meppen ein sehr interessantes Projekt auf den Weg gebracht – ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement“, bekräftigt De Ridder.