SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder und Dr. Wilhelm Priesmeier diskutierten in Emlichheim mit Interessierten und Sachverständigen zum Thema Trink- und Grundwasserschutz in der Region

Emlichheim. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder diskutierte mit ihrem Fraktionskollegen Dr. Wilhelm Priesmeier zum Trink- und Grundwasserschutz – ein Thema, welches aufgrund gestiegener Nitrat- und Phosphatbelastungen des Grundwassers durch die Landwirtschaft an Brisanz gewonnen hat. Zu den weiteren Gästen gehörten Johannes Schnieders vom Abwasser Zweckverband Niedergrafschaft sowie Lambert Hurink vom Emsländischen Landvolk.

„Wir hatten eine sehr angeregte und gute Diskussion zum Trink- und Grundwasserschutz. Für uns ist deutlich geworden, dass das Thema für die Menschen in unserer Region von großer Bedeutung ist und die Politik für die Sicherstellung des Umweltschutzes und der Versorgung mit unbelastetem Trinkwasser alles Notwendige in die Wege leiten muss. Darüber hinaus müssen wir auch die Situation der in der Landwirtschaft arbeitenden Menschen berücksichtigen, die in Zeiten von Dumpingpreisen für Lebensmittel unter einem enormen wirtschaftlichen Druck stehen“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Johannes Schnieders vom Abwasser Zweckverband Niedergrafschaft machte darauf aufmerksam, dass die Intensivtierhaltung und -landwirtschaft durch die hohe Nitrat- und Phosphatbelastung der Böden mit vielen Folgekosten bei der Wasseraufbereitung verbunden ist. Somit stellt sich die Frage, was die Menschen vor Ort tun können, um die Umwelt zu schonen und gleichzeitig die Existenz der Landwirte sicher zu stellen, was Lambert Hurink mit seinem Beitrag noch einmal thematisierte. Die SPD setzte sich bereits seit längerem für die Novellierung der Düngeverordnung ein, die nun zum Beispiel ab 2018 die Hoftorbilanz für viehintensive Betriebe vorsieht. „Nur durch die Bindung der Tierhaltung an die landwirtschaftliche Fläche erreichen wir, dass regionale Nährstoffkreisläufe genutzt werden und wir die Stickstoff- und Phosphatüberschüsse in den Griff bekommen“, so der agrarpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Dr. Wilhelm Priesmeier.

„Wenn wir vermitteln können, dass preiswerte Nahrungsmittel mit entsprechenden Folgekosten verbunden sind, so können wir an einem anderen Punkt ansetzen: Das Bewusstsein für ökologische Produkte muss gestärkt werden und wir müssen für Transparenz in den Betrieben sorgen. Mit der Einführung der Hoftorbilanz hat die SPD einen verlässlichen Rahmen geschaffen, die tatsächlichen Nährstoffflüsse in den viehintensiven Betrieben genauer erfassen zu können. Mit der Ermittlung der Ein- und Ausfuhr von Nährstoffen mittels Hoftorbilanz erreichen wir in den Betrieben eine bedarfsgerechtere Düngung und schützen gleichzeitig unser Trinkwasser“, so De Ridder weiter.

Dr. Daniela De Ridder dankt ihrem Kollegen Dr. Wilhelm Priesmeier, Johannes Schnieders und Lambert Hurink sowie allen Beteiligten für ihre Beiträge und die lebhafte Diskussion.

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