Nordhorn. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte die Anne-Frank-Förderschule in Nordhorn und stellte sich den interessierten Fragen der Schülerinnen und Schüler. De Ridder kam außerdem zu Gesprächen mit dem Schulleiter: Josef Lakeberg und der Lehrerin Petra Wegener zusammen und informierte sich über die derzeitige Ausgangslage: Die Förderschule zog Anfang des Jahres in das Nordhorner Gymnasium am Stadtring, da die ursprünglichen Räumlichkeiten seit dem 1. Februar als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden.

„Es freut mich besonders, dass die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse so viele scharfsinnige Fragen zur politischen Lage parat hatten und vor allem so neugierig auf Politik sind. Als Bundespolitikerin ist es mir besonders wichtig, dass Jugendliche ein Gespür für die Notwendigkeit unseres sozialen Zusammenhalts und ein großes Interesse zum eigenen sozialen und politischen Engagement entwickeln. Bei meinem Besuch wurde mir deutlich, dass sowohl die Schülerinnen und Schüler wie auch ihre Lehrerin und die Schulleitung eine hohe Motivation dafür mitbringen, auch wenn durch den Umzug Einschränkungen in Kauf  genommen werden mussten“, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder.

Lebhaft diskutierten die Jugendlichen mit der Politikerin über Ausgrenzung von Ausländern, das deutsch-türkische Verhältnis und – angesichts der Europameisterschaft in Frankreich – auch über Fußball und die Ausschreitungen in den Stadien: „Diese Schulklasse zeichnet sich durch ein feinsinniges Gespür für soziale Gerechtigkeit aus; die Jugendlichen haben dafür sehr gute Antennen“, lobt De Ridder.

Neben einem Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern kam De Ridder auch mit Josef Lakeberg ins Gespräch und informierte sich über den Umzug der Schule und den Lehrbetrieb. Neben der Herausforderung des Umzugs wurde deutlich, dass die Schulleitung sich die Fortsetzung der Kooperation mit der Vechtetalschule gewünscht hätte. De Ridder bedankte sich vor allem für den Beitrag aller Beteiligten, die trotz der gestiegenen Belastungen ein qualitativ hochwertiges und inklusives Bildungsangebot aufrechterhalten haben. De Ridder betonte, dass das Kooperationsverbot für Schulen, bei dem Schul- und Kultuspolitik ausschließlich Ländersache sei, ihrer Einschätzung nach abgeschafft werden sollte, damit die Bundespolitik mehr Möglichkeiten zur Unterstützung und Finanzierung bekommt.

„Die über mehrere Jahre praktizierte gute Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der Kooperationsklassen der Vechtetal Schule im Hause der Anne-Frank-Schule war ein Beispiel für gelebte inklusive Beschulung, von der sowohl die Lehrkräfte als auch insbesondere die Schülerinnen und Schüler enorm profitiert haben.“, sagt Josef Lakeberg, Schulleiter der Anne-Frank-Schule in Nordhorn.

„In den bundesweiten Debatten über die Förderung von Schulen setze ich mich vor allem für die Schulsozialarbeit ein, die unbedingt gestärkt werden muss. Aus meinem Schulbesuch nehme ich aber auch mit, dass wir jedoch unser Blickfeld nicht darauf verengen dürfen. Wir müssen weitaus mehr Möglichkeiten schaffen, damit wir auch inklusives Lernen stärken und die schulische Infrastruktur mit Bundesmitteln ausbauen können. Daher werde ich mich zukünftig auch verstärkt für sozialpädagogische Angebote stark machen”, so die Bildungspolitikerin. De Ridder ist im Bundesbildungsausschuss zuständige Berichterstatterin für das Bundesprogramm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ und will sich intensiv um Weiter- und Fortbildungsangebote zur Inklusion einsetzen.

De Ridder zeigte sich begeistert über das hohe Interesse der Jugendlichen sowie deren profunde Kenntnisse der Politik. Sie dankt der Schulleitung für deren Engagement und den interessierten Schülerinnen und Schülern für ihre Beiträge.