Klausheide. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte das Seuchenvorsorgezentrum der GSV- Gesellschaft für Seuchenvorsorge Emsland – Grafschaft Bentheim GmbH.

In der jüngeren Vergangenheit kam es immer wieder kommt vor, dass landwirtschaftliche Betriebe damit konfrontiert waren, sich vor Seuchen wie Schweinegrippe oder Vogelpest zu schützen und im schlimmsten Fall Schlachtungen vornehmen zu müssen. Im Falle einer drohenden Epidemie ist eine schnelle Reaktion notwendig, um eine Weitergabe der Erreger zu verhindern und die Tiere anderer Betriebe zu schützen. Zwar sorgen die Landwirtinnen und Landwirte in der Grafschaft Bentheim und dem Emsland für hohe Hygienestandards in ihren Betrieben, jedoch bergen Zugvögel und Wildschweine unkalkulierbare Übertragungsrisiken. Nun hat die GSV ein Zentrum geschaffen, mit dem die Region für eventuell auftretende Seuchen besser gerüstet sein will – sowohl Technik, als auch Infrastruktur sind auf dem neuesten Wissensstand.

„Der Standort ist zentral gewählt, da es keine umliegenden Ställe gibt und das Zentrum von den Betrieben im möglichen Seuchenfall gut angefahren werden kann. Gerade wenn es schnell gehen muss, ist dies eine essenzielle Voraussetzung. Gleichwohl bin ich der Auffassung, dass groß angelegte Schlachtungen die äußerste Ausnahme bleiben müssen und immer auch Quarantäne und Beobachtungen von erkrankten beziehungsweise ansteckungsverdächtigen Tieren in Betracht gezogen werden sollten. Zudem muss mehr Energie in die Prävention von Tierseuchen investiert werden. Denn: Vorbeugemaßnahmen dienen der Erhaltung und Förderung der Tiergesundheit und damit mittelbar auch der Gesundheit des Menschen“, erklärte SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder bei der Besichtigung.

Das Zentrum befindet sich auf einem Gelände von 10.000 Quadratmetern, die Halle hat eine Grundfläche von circa 2.000 Quadratmetern. Dort wird das vorhandene Equipment der Gesellschaft für Seuchenvorsorge gelagert. Zudem gibt es Büro- und Besprechungsräume auf dem Areal. Die Bestandsliste reicht von Containern für die Begasung über Vorkehrungen zur Stallbegasung bis hin zu Schutzanzügen, Gummistiefeln und Duschkabinen sowie LKW-Aufliegern.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete setzt sich für mehr Prävention ein und verweiset so etwa auf das Friedrich-Loeffler-Institut als Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, das die weltweite Tierseuchensituation analysiert und frühzeitig auf eventuelle Gefahren aufmerksam machen kann, so zum Beispiel auf die drohende Einschleppung von Tierseuchenerregern durch lebende Tiere oder Erzeugnisse. Zudem, so De Ridder, wurde eine „Ständige Impfkommission Veterinärmedizin“ etabliert, die mit Rücksicht auf die Tierseuchensituation in Deutschland Impfempfehlungen erarbeitet.