Emsbüren. SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder informierte sich im Gespräch mit Schulleiter Jens Boermann und Konrektorin Jeanette Schulte über die Lage der Grundschulen während der Corona-Krise: Großes Lob an Eltern, Lehrer*innen und Schüler*innen.

„Die Schulen, Kitas und Bildungseinrichtungen sind von Pandemie und Lockdown hart betroffen. Betreuung und Homeschooling stellen enorme Anforderungen an die Betroffenen; gerade hier zeigen sich erhebliche Belastungen für die Schüller*innen, ihre Familien und das Lehrpersonal. Grundschülerinnen, Abiturienten oder andere Schüler anderer Jahrgänge erleben Corona als riesige Belastung. Dass wir in der Politik daher so lange wie möglich versucht haben einen schulischen Alltag aufrecht zu halten – trotz aller Sorgen – liegt somit auf der Hand. In meinem Gespräch mit der Schulleitung der Waldschule Leschede in Emsbüren, Schulleiter Jens Boermann und Konrektorin Jeanette Schulte, trat deutlich hervor, wieviel Respekt allen Beteiligten gezollt werden muss, ganz gleich, ob den Eltern, der Lehrerschaft oder den Schüler*innen. Ohne deren konstruktive Mitwirkung, deren Disziplin und ihrem täglich unter Beweis gestellten Willen, den Schulalltag trotz erheblicher Einschränkungen mitgestalten zu wollen, wäre wohl der Unterricht unter Corona-Bedingungen nur schwer möglich gewesen. Dafür gebührt allen Beteiligten meine große Dankbarkeit“, hebt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Mittelems, hervor.

Boermann und Schulte bestätigen dies und betonen, dass die Bewältigung der Pandemie und der Organisation des schulischen Alltags nur dank großen Engagements, Flexibilität und einer Portion Improvisationstalents möglich geworden sei. So musste sich die Grundschule innerhalb weniger Wochen auf neue Unterrichtsformen wie Wechselunterricht und Homeschooling einstellen. Dazu gehörte auch, dass Lehrer*innen ihren Unterricht auf digitale Formate umstellen mussten, was mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden sei. Gleichzeitig musste sichergestellt werden, dass alle Schüler*innen Zugang zu den Lerninhalten haben und gegebenenfalls von den Lehrkräften unterstützt werden können.

Die Ausstattung mit digitalen Endgeräten habe zwar dank der Finanzmittel von Bund und Ländern über den Digitalpakt grundsätzlich gut funktioniert, aber darauf, so Boermann, dürften sich die politischen Akteure, ganz gleich welcher Ebene auf Bund, Land und Region, nicht ausruhen, da die Corona-Krise auch erhebliche Mängel bei der Digitalisierung sichtbar gemacht habe. Es bedürfe dabei nicht nur der Hardware bei der Ausstattung der Schulen, auch die Versorgung durch entsprechende Reichweiten – gerade im ländlichen Raum – sei zwingend sicherzustellen, damit nicht einzelne Schülerinnen und Schüler abgehängt werden, eine Befürchtung, die auch die SPD-Bundestagsabgeordnete, die sich seit langem in Bildungsangelegenheiten für die gänzliche Aufhebung des Kooperationsverbotes von Bund und Ländern in Bildungs- und Kultusangelegenheiten ausspricht.

Boermann und Schulte machen dabei auch auf die notwendigen Investitionen in die schulische Personalentwicklung deutlich. So hätten die erheblichen reduzierten Krankenstände des Lehrkörpers unter Beweis gestellt, wie groß die Identifikation mit der Schule, vor allem aber auch mit den Schülerinnen und Schülern seien, was seitens der Schulleitung mit großer Dankbarkeit konstatiert wurde. Auch die Kommune Emsbüren habe trotz personeller Enge einen überaus unterstützenden Beitrag zum Erhalt schulischer Normalität beigetragen. Gleichwohl dürfe dieser Einsatz nicht überstrapaziert werden, zumal Konrektorin Schulte befürchtet, dass gerade sozial schwächere Kinder und deren Familien unter den Bedingungen in der Krise leiden, da sich die bereits vorhandenen Schwierigkeiten oft noch vergrößern würden.

„Die Krisenbewältigungsstrategie an der Waldschule Leschede hat mich sehr beeindruckt, zeigt sie doch exemplarisch, mit welchem enormen Einsatz Kinder, ihre Eltern und Familien sowie ihre Lehrer*innen zur Krisenbewältigung beigetragen haben; und es zeigt ihren festen Willen, sich trotz starker Beeinträchtigungen von der Pandemie nicht die Lebensfreude zerstören zu lassen. Diesen Gestaltungswillen sollten wir in der Politik nicht nur dankend würdigen, sondern nun auch durch weitere finanzielle Hilfen stärken. Mit dem DigitalPakt Schule, der bis 2025 weitere Mittel für die verbesserte Ausstattung des Unterrichts zur Verfügung stellt, haben wir bereits die richtigen Weichen gestellt und ein Finanzierungspaket von 6 Milliarden Euro geschnürt; leider konnten die Schulen bisher nur einen Teil des Budgets abrufen; hier muss wir noch nacharbeitet und die Bedingungen verbessern.  Meine Hoffnung ist, dass wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen und die Pandemie für die Digitalisierung der Bildungspolitik als Katalysator wirken kann. Dafür möchte ich mich auch weiterhin einsetzen“, unterstreicht De Ridder.