(v.l.n.r.) Dr. Daniela De Ridder mit Petra Alferink und Henry Rademaker

Patenschaft für Alpakafohlen Nightshine in Nordhorn

Nordhorn. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte gemeinsam mit der Nordhorner SPD-Ortsvorsitzenden Petra Alferink den Alpaka-Hof von Henry Rademaker und das Alpaka Kontor von Mike Herrling. Dabei nutzte sie den Besuch zum Gespräch über die Zucht der immer beliebteren Tiere und die Vermarktung ihrer hochwertigen Wolle. Zugleich übernahm sie eine Patenschaft für das neugeborene Alpakafohlen „Nightshine“.

„Die Experimentierfreude, die Henry Rademaker gezeigt hat, indem er sich entschlossen hat, in die Alpaka-Zucht einzusteigen, hat mich sehr beeindruckt. Schließlich ist das Alpaka in Deutschland kein weit verbreitetes Tier, auch wenn dessen Beliebtheit gerade während der Pandemie deutlich gewachsen ist. Gerade junge Familien, aber auch gestresste Berufstätige lieben es, Spaziergänge mit dem Alpaka zu unternehmen, sich dabei zu Bewegung und auch ein wenig zur Ruhe zu kommen. Zur Haltung von Alpakas bedarf es viel Sachkenntnis. Gerade diese Expertise haben Henry Rademaker und Mike Herrling in unserem Gespräch bewiesen und ihre deutliche und ansteckende Begeisterung für die Herde zum Ausdruck gebracht. Herrling, der im Alpaka Kontor Produkte aus Alpaka-Wolle vertreibt und selbst jahrelang Alpakas züchtete, verwies auf die besonderen Qualitäten von Tier und Produkten. Neben meinem Patenkind Bonita in Wietmarschen habe ich nun auch in Nordhorn eine Alpaka-Patenschaft übernommen – so heißt mein weiteres Patenkind Nightshine“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Henry Rademaker ist 2013 nach mehrjähriger Vorbereitung anhand von zahlreichen Kursen in die Alpaka-Zucht eingestiegen. In enger Zusammenarbeit mit Mike Herrling und dessen Frau Silke hat er seine Herde aufgebaut und inzwischen deutlich erweitert. 2018 übernahm Herr Rademaker den Zuchttierbestand des Ehepaars Herrling und betreut nun eine Herde von gut 50 Tieren auf seinem Hof, während die Herrlings nach der Aufgabe ihres eigenen Hofes in Wittmund vor drei Jahren in Kooperation mit Rademaker das Alpaka Kontor aufgebaut haben. Die Wollschur der Rademakerschen Vechtetal-Alpakas-Herde kann daher direkt verarbeitet und vermarktet werden.

Die Produkte aus Alpaka-Wolle, die im Alpaka Kontor zu finden sind, weisen eine besondere Qualität auf, da die Alpakas zu den sogenannten Edelhaartieren zählen.  Aufgrund der extremen Temperaturschwankungen in ihrer Heimat, den südamerikanischen Anden, kann ihre Wolle sowohl vor Kälte schützen als auch bei heißen Temperaturen überschüssige Wärme nach außen abgeben. Diese besonderen Eigenschaften bleiben auch nach der Schur und einer weiteren Verarbeitung erhalten. So sind etwa Bettdecken mit einer Füllung aus Alpakafell sehr atmungsaktiv und halten nicht nur warm, sondern bilden durch ihre thermischen Eigenschaften beim Schlafen ein wohliges Klima  – man schwitzt also nie. Auch ist Alpakawolle eine gute Alternative für Allergiker*innen, die Schafswolle nicht vertragen.

Und noch einen Geheimtipp halten Rademaker und Herrling bereit: Neben den Produkten aus der Alpaka-Wolle kann bei ihnen hochwertiger Dünger aus Alpaka-Kot erworben werden; in Kursen für Einsteiger*innen und Fortgeschrittenen wollen die beiden Alpaka-Liebhaber Interessierte an ihrer tierischen Leidenschaft teilhaben lassen. Gerade weil um die Alpakas ein regelrechter Hype im Internet entstanden ist, raten die Nordhorner Züchter jedoch auch dazu, sich vor der Haltung der „Schwielensohler“ gut zu informieren. Gezüchtet werden die Tiere in Peru und lassen sich in zwei Typen unterscheiden: das Suri-Alpaka, das mit lockigem Fell ausgestattet ist – im Gegensatz zum Huacaya-Alpaka, dessen Fellkleid gekräuselt ist.

Zudem werden Alpaka-Wanderungen durch das Vechtetal durchgeführt – ein Angebot, dass Rademaker in der Grafschaft noch gerne stärker touristisch ausbauen würde. Im Alpaka Kontor werden neben hochwertigem Bettzeug auch Kleidungsstücke wie Socken, Mützen oder Pullover und Kuscheltiere angeboten, zudem Garne fürs Stricken und Stoffe fürs Nähen.

„Während der Pandemie haben viele Grafschafter*innen und Emsländer*innen die Kunstfertigkeit des Strickens und Häkeln neu für sich entdeckt. Allerdings wissen vermutlich die wenigsten, wie gut sich auch die Wolle der Vechetal-Alpakas verarbeiten lässt. Ich bin schon lange Fan dieser aus Lateinamerika stammenden Tiere: Alpakas bestechen durch ihr freundliches und genügsames Wesen; die Wolle wiederum besticht gerade im Zeitalter, in dem wir über nachhaltige Produktion und achtsameren Konsum nachdenken müssen, durch ihre Vielseitigkeit und ihre hohe Qualität. Gerade deshalb hoffe ich, –  auch wenn das Alpaka in Deutschland noch nicht als sogenanntes landwirtschaftliches Nutztier anerkannt worden ist, – dass Alpakas auch bei uns eine Zukunft haben werden; Rademaker und Herrling wünsche ich daher viel Erfolg und hohes Interesse an Tier und Produkten weit über die Grafschaft hinaus“, betont De Ridder abschließend.

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