Migration, Teilhabe und ehrenamtliches Engagement – SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder würdigt die Arbeit der Integrationslotsen

„Sie leisten einen sehr wichtigen Beitrag durch ihre ehrenamtliche Arbeit, dafür gilt Ihnen großer Dank für Ihr Engagement“, lobte die Bundestagsabgeordnete die Arbeit der Integrationslotsen.

Lingen – Die Integrationslotsen hatten die SPD-Bundestagsabgeordnete eingeladen, um ihre Arbeit zu berichten. De Ridder, die selbst über zwei Pässe verfügt, nahm sich ausführlich Zeit für die Schilderung der ehrenamtlichen Tätigkeit. So schilderten die Gastgeber, welche individuellen Schicksale sie erlebten und wie sie mit Sprachunterricht oder durch die Begleitung bei Behördengängen zu helfen versuchten.

Insbesondere das Thema der Anerkennung von Berufsausbildungen und Studienabschlüssen aus dem Ausland treibt die Integrationslotsen um. So würden viele Flüchtlinge gerne in ihren erlernten Berufen arbeiten, machten aber häufig die Erfahrung, dass ihre im Ausland erworbenen Abschlüsse in Deutschland nicht anerkannt würden. Gerade in sogenannten Mangelberufen, wozu auch die Pflegeberufe zählten, sei es unbedingt notwendig,

Die Bundestagsabgeordnete griff das Thema auf und berichtet von ihrer Arbeit in den beiden Arbeitsgruppen Demografie und Migrationen der SPD-Bundestagsfraktion, in denen sie jeweils Mitglied ist. „Das Thema Demografie lässt sich ohne Zuwanderung nicht lösen“, betonte Daniela De Ridder. Dazu gehöre insbesondere, dass noch in diesem Jahr ein Anerkennungsgesetz auf den Weg gebracht werden soll, um die Probleme der fehlenden Anerkennung von ausländischen Bildungsabschlüssen zu lösen.

Zudem verwies Daniela De Ridder in diesem Zusammenhang auf das aktuell diskutierte Zuwanderungsgesetz: „Die SPD-Fraktion hat hierzu ein Positionspapier vorlegt und verhandelt dies nun mit dem Koalitionspartner“, beschreibt De Ridder die Vorgehensweise der SPD-Bundestagsfraktion. „Dadurch werden nicht nur sinnvolle und klarere Regelungen im derzeit stark zersplitterten Zuwanderungsrecht geschaffen, an so einem Gesetz hängt immer auch Geld mit dem beispielsweise Projekte wie die Integrationslotsen ausgestattet werden könnten“. Dass es hierzu allerdings noch Meinungsverschiedenheiten zwischen den Koalitionspartner gäbe, leugnete die SPD-Frau nicht.

Das Projekt „Integrationslotsen“ wurde 2007 initiiert, die Begleitung der derzeit rund 30 aktiven Lotsinnen und Lotsen im südlichen Emsland erfolgt durch die Volkshochschule Lingen. Einig waren sich die Integrationslotsen mit der Bundestagsabgeordneten darin, dass bei allen anstehenden gesetzlichen Regelungen eine Willkommenskultur für Zuwanderer und Flüchtlinge immer von den beteiligten Menschen ausgeht.

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