Sögel/Meppen. Was macht starke Frauen aus? Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder hielt einen Vortrag über bedeutende Frauen beim Diözesanfrauentag der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und berichtete dabei auch über ihren eigenen politischen und persönlichen Werdegang.

Die überwiegende Mehrheit der Frauen sieht sich selbst laut zahlreichen wissenschaftlichen Studien nicht als stark an; allerdings gibt die Hälfte der Frauen ihre Mutter als größtes weibliches Vorbild an. Starke Frauen sind in der Wahrnehmung der Gesellschaft stark unterrepräsentiert, es dominieren männliche Forscher, Schauspieler, Politiker, weiß De Ridder zu berichten.

Dass es auch eine hohe Anzahl an bedeutsamen und einflussreichen Frauen gibt, demonstrierte SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder in ihrem Vortrag. „Ob im Emsland, in Niedersachsen, in Deutschland oder weltweit – es gibt zahlreiche Frauen, die wir als Vorbilder nennen können. Dabei gilt es, stets das Bekenntnis abzugeben, dass Frauen ein Recht auf politische, ökonomische und sozialen Gleichheit haben. Doch schon um das aktive und das passive Wahlrecht – also gewählt werden zu können und selbst wählen zu dürfen – mussten Frauen lange kämpfen. Als Frauen sollten wir uns für andere Frauen stark machen und gemeinsam für unsere Sache kämpfen“, erklärt Dr. Daniela De Ridder.

In ihrem Vortrag hob sie bedeutende Frauen aus Niedersachsen hervor: etwa die Juristin und Frauenrechtlerin Anita Augspurg oder die Reichstagsabgeordnete und AWO-Mitbegründerin Elise Bartels. Auch wies sie auf starke Frauen aus dem Emsland – etwa Inge Lemmermann, Karin Stief-Kreihe – in ihrem Vortrag hin, die sich politisch und gesellschaftlich engagieren. „Wenn es um wichtige Etappen in unserer Geschichte geht, werden oft eher Männer hervorgehoben und Frauen nur am Rande erwähnt – etwa die vier ‚Mütter des Grundgesetzes‘. So ist es zum Beispiel der Verdienst der Sozialdemokratin Elisabeth Selbert, dass die Gleichberechtigung in den Grundrechteteil der bundesdeutschen Verfassung aufgenommen wurde“, zeigt De Ridder auf.

Die Gleichberechtigung sei für Frauen aber noch keine Selbstverständlichkeit, sondern müsse in jeder Legislaturperiode immer wieder neu errungen werden. Politik für Frauen wurde daher in dieser Legislatur bei der SPD groß geschrieben und so konnten auch einige Meilensteine umgesetzt werden. Insbesondere hob die SPD-Bundestagsabgeordnete hervor, wurden der Mindestlohn, die Mütterrente, die Frauenquote, das Elterngeld plus und das kürzlich verabschiedete Gesetz zur Transparenz von Entgeltstrukturen eingeführt. Zudem sind hier auch die Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes oder die Unterstützung von Alleinerziehenden zu nennen.

„Die SPD setzt sich für die Gleichbehandlung von Männern und Frauen ein. Insbesondere in der Aufteilung der Sorgearbeit sehen wir noch starken Ausbaubedarf. Damit dies erreicht werden kann, muss die Infrastruktur und Finanzierung von Kinderbetreuung stetig ausgebaut werden – ein Projekt, das wir in der kommenden Legislatur fortführen müssen“, erklärte De Ridder vorausschauend.

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