Im Gespräch mit Axel Bullwinkel

Nordhorn. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder kam mit dem Leiter der Volkshochschule Grafschaft Bentheim, Axel Bullwinkel, ins Gespräch und informierte sich über die Arbeit sowie das aktuelle Bildungsangebot. De Ridder betont, dass die Volkshochschule (VHS) für die Wehrhaftigkeit der Demokratie von großer Bedeutung ist.

„Die Volkshochschule der Grafschaft Bentheim ist für die Region von herausragender Bedeutung: Das Angebot bietet den Menschen in unterschiedlichen Phasen ihrer Bildungsbiografie eine Chance zur Aus- und Weiterbildung. Gleichzeitig sorgt sie mit ihrer politischen Bildungsarbeit für eine offene, vielfältige und tolerante Gesellschaft und stärkt damit in erheblichem Maße unsere Demokratie“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Ob Bildhauerei, das Erlernen von Sprachen oder das Nachholen eines Schulabschlusses – die Volkshochschule Grafschaft Bentheim (VHS) leistet mit ihren vielfältigen Bildungsprogramm einen wichtigen Beitrag zur privaten und beruflichen Orientierung. Rund 18.000 Grafschafterinnen und Grafschafter nutzten im vergangenen Jahr die Möglichkeit der Weiterqualifizierung. Das Angebot der VHS wird dabei stetig erweitert und den jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst. Im Zuge der Digitalisierung sei beispielsweise eine Modernisierung der Infrastruktur erforderlich, berichtet Bullwinkel im Gespräch mit De Ridder. So könnten etwa neben den klassischen Kursen auch Veranstaltungen mit digitalen Anteilen konzipiert oder Vorträge als Livestream im Internet übertragen werden. Dies ermöglicht, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sogar von Zuhause aus lernen könnten.

Aber auch durch den Wandel in der Gesellschaft, in Zeiten steigender Herausforderungen der Demokratie und des wachsenden Rechtsradikalismus, kommt der Volkshochschule eine wichtige Funktion zu, sind sich De Ridder und Bullwinkel einig. Die Volkshochschulen als „Kinder der Demokratie“ mit ihrem Selbstverständnis – Weiterbildung und Begegnung für alle – sowie der eigenen Agenda einer Kultur der Anerkennung, Gleichberechtigung, Toleranz und Vielfalt seien aktuell besonders gefordert. Was hilft am besten gegen rechtsextreme Stammtischparolen, gegen rassistische Übergriffe oder antisemitische Schmierereien im Stadtbild? Politische Demokratiebildung – denn sie schärft das Demokratiebewusstsein und fördert ehrenamtliches Engagement. Hier gelte es, institutions- und parteiübergreifende Netzwerke zu bilden und neue Formate zu konzipieren.

„Die gesamte Zivilgesellschaft ist aufgefordert, sich aktiv gegen Intoleranz sowie rechtsextreme und antisemitische Einstellungen zu engagieren. Dabei ist es unser oberstes Ziel, Verständnis für die gemeinsamen Grundwerte und kulturelle Vielfalt zu entwickeln, die Menschenwürde zu achten und Extremismus entschlossen zu bekämpfen“, bekräftigt De Ridder abschließend.

 

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