Im Dialog mit dem Gesundheitsamt in Nordhorn

Grafschaft Bentheim/Nordhorn. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder informierte sich in einem persönlichen Gespräch mit der stellvertretenden Leiterin des Gesundheitsamtes Grafschaft Bentheim, Dr. Christine Kües, über die aktuelle Situation anlässlich der Corona-Pandemie im Landkreis. De Ridder betont, dass es weiterhin von großer Bedeutung ist, die drei wichtigsten Maßnahmen: Abstand zu halten, Hygiene zu beachten und Alltagsmasken zu tragen, einzuhalten.

„Innerhalb von wenigen Wochen entwickelte sich das Corona-Virus zu einer weltweiten Pandemie. Derzeit steigen die Corona-Zahlen auch in Deutschland wieder an – rund 326.000 Menschen sind in Deutschland nachweislich mit dem COVID-19 infiziert. Wie ist die aktuelle Situation in der Grafschaft Bentheim? Ist unser Gesundheitssystem gut auf die anstehenden Herausforderungen vorbereitet?“ Diese Fragen richtete Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems an Dr. Christine Kües als Expertin aus dem Gesundheitsamt im Landkreis.

Zu befürchten sei, so die SPD-Bundestagsabgeordnete, dass die Infektionsraten nach der Urlaubsperiode und vor allem während der kälteren Jahreszeit in unserer Region rapide ansteigen könnten. Seit Beginn der Pandemie im März dieses Jahres haben sich rund 400 Menschen in der Grafschaft Bentheim mit COVID-19 infiziert. Derzeit seien es vor allem wieder jüngere Menschen, die sich mit dem Virus anstecken. Wie sich in den kommenden Wochen die Situation entwickeln werde, sei derzeit nicht abzusehen. Es wäre wünschenswert, wenn möglichst viele Frauen und Männer die Grippeimpfung in Anspruch nehmen würden, sind De Ridder und Kües einig. Dies gilt insbesondere für chronisch Erkrankte und andere Risikogruppen. Gerade wenn die kältere Jahreszeit und damit die Grippewelle beginnt ist es schwierig zwischen einer Grippe und einer möglichen Corona-Infektion zu differenzieren. Daher sei der Vorschlag von sogenannten Fieberambulanzen, wie es die Bundesregierung jetzt plant, durchaus begrüßenswert, um die Krankenhäuser und Hausärzte zu entlasten und PatientInnen bestmöglich zu schützen, führte Dr. Kües aus.

Die MitarbeiterInnen der Gesundheitsämter kümmern sich um die Menschen, bieten ein Bürger- und Sorgentelefon an, verfolgen mögliche Infektionsketten. Bis ein Testergebnis vorliegt, können allerdings mehrere Tage vergehen. Die Testkapazitäten seien in den vergangenen Monaten deutlich erweitert worden. Auch Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtung seien mittlerweile sehr gut aufgestellt und vorbereitet, berichtete Dr. Christine Kües. Ganz entscheidend sei es jedoch, dass sich alle an die AHA-Regel halten, mahnt die Expertin: Abstand wahren, auf Hygiene achten und Alltagsmasken tragen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und um Risikogruppen zu schützen.

Nach bisherigen Erkenntnissen haben Personen, die an verschiedenen Grunderkrankungen wie etwa Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber oder RaucherInnen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Zunächst hatte das Robert Koch Institut LehrerInnen über 60 Jahren und mit bestimmten Vorerkrankungen generell als Risikogruppe definiert. Inzwischen sind jedoch die Empfehlungen geändert, nun ist jeder Fall individuell zu beurteilen. Fortan können sich LehrerInnen nur noch auf Vorlage eines Attests ihres behandelnden Arztes von der Verpflichtung zum Präsenzunterricht befreien lassen.

Auch die Corona-Warn-App sei eine wichtige Unterstützung im Kampf gegen die Pandemie. NutzerInnen, die in Kontakt mit positiv getesteten Personen waren, werden von der Tracing-App gewarnt. Dies setze allerdings voraus, dass die Infektionen auch in der App eingetragen werden, so Dr. Kües.

„Es ist wichtig, dass wir auch die nächsten Wochen und Monate gemeinsam zusammenstehen und solidarisch die Krise meistern werden. Wir müssen alle Rücksicht aufeinander nehmen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen“, bekräftigt De Ridder abschließend.

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