Meppen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder traf in Meppen auf den Kreishandwerksmeister Andreas Nünemann, seinen Stellvertreter Georg Kall sowie auf die Geschäftsführung mit Hauptgeschäftsführer Horst Hagemann und den Geschäftsführer in Meppen Harald Hüsers. Die SPD-Bundestagsabgeordnete machte sich bei dem Gespräch ein Bild von den Angeboten und der Vernetzungsarbeit der Kreishandwerkerschaft.

„Handwerk hat nach wie vor goldenen Boden. Die Fachkräfte im Handwerk leisten mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement einen besonders wertvollen Beitrag für unsere Wirtschaft, für unsere Gesellschaft und unseren Wohlstand. Es gilt nicht nur ihren Beitrag zu würdigen, sondern in den kommenden Jahren mehr für das Handwerk zu tun. Die SPD ist an der Seite der Betriebe sowie der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Handwerk und hat sich verstärkt für die berufliche Bildung und für die vielen Beschäftigten und Professionen eingesetzt“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

In diesem Zusammenhang wiesen die Kreishandwerksmeister Andreas Nünemann und Georg Kall darauf hin, dass durch die Aufhebung der Meisterpflicht in einigen Gewerken des Handwerks, der von der Politik erhoffte positive Effekt ausgeblieben sei. Seit der Reform im Jahr 2004 sei etwa die Zahl der Lehrlinge im Fliesenlegerhandwerk um 27 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Meisterprüfungen sei sogar um 73 Prozent rückläufig. Ähnliche Entwicklungen gebe es im Raumausstatter-Handwerk, so die Handwerksvertreter. Im Sinne einer guten Handwerksausbildung, aber insbesondere für den Erhalt einer hohen Qualität und des Verbraucherschutzes, forderten die Vertreter der Kreishandwerkerschaft eine Wiedereinführung einer Eingangsqualifizierung für diese Gewerke. Zudem wies man darauf hin, dass durch die Novellierung der Handwerksordnung Scheinselbständigkeit und Schwarzarbeit in den Branchen verstärkt worden sei und qualifizierte Betriebe aus dem Markt gedrängt wurden.

De Ridder betonte bei den Gesprächen mit den Vertretern des Handwerks, dass die SPD sich als enge Partnerin des Handwerks begreift und möchte dies auch nach der Bundestagswahl mit großer Intensität fortführen. Man werde das Thema auch bereits im Wahlkampf thematisieren, versicherte De Ridder. Im Dialog ging es daher auch um die Qualität und Anerkennung der dualen Ausbildung und eine gerechte Entlohnung, die den Menschen eine Perspektive gibt.

Zudem lobte De Ridder die Vernetzungsarbeit der Kreishandwerkerschaft und der Innungen vor Ort und das Ziel der Etablierung von Ausbildungs- und Betriebsberatern. Schließlich ist die Arbeit in allen Bereichen komplexer geworden, womit die Herausforderungen zur Wirtschaftlichkeit und gestiegenen Anforderungen vor allem durch eine gute Vernetzungsarbeit und gegenseitiger Unterstützung durch die Betriebe vor Ort gemeistert werden können. „Die Kreishandwerkerschaft setzt sich mit Engagement für das Handwerk und deren Mitarbeiter ein. Als SPD werden wir auch in Zukunft ein starker Partner sein und werden uns – vor allem mit einem guten Ergebnis zur Bundestagswahl 2017 – noch stärker für die Arbeit des Handwerks und seine Beschäftigten einsetzen“, bekräftigt De Ridder.

De Ridder machte zudem auf ihr Fachgespräch mit dem wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Bernd Westphal sowie dem IHK-Geschäftsführer Frank Hesse am 14. März aufmerksam, bei dem es vor allem um die Zukunftsfragen der neuen Arbeitsformen geht. (Digital, global, jung und dynamisch? Die Zukunft der Arbeit hat längst begonnen! Dienstag, 14. März 2017, um 17:00 Uhr, im Kultur- und Bildungsverein Holsten-Bexten, Feldstraße 2, 48499 Salzbergen) Link zur Anmeldung