Eröffnung der Ausstellung im Bundestag: David Olère – Überlebender des Krematoriums III

Berlin. Es sind eindrucksvolle Werke, die unter die Haut gehen: David Olère, Überlebender des Holocaust, der nach seiner Deportation ins Konzentrationslager Auschwitz dem sogenannten Sonderkommando zugeteilt wurde, widmete seine Arbeit nach seiner Befreiung am 06. Mai 1945 dem Gedenken an die Opfer. Der Bundestag eröffnet heute eine Sonderausstellung mit seinen Werken.

Eröffnung der Ausstellung zu David Olères Werken

Zu den Aufgaben des sogenannten Sonderkommandos gehörte für die Zwangsarbeiter die Beseitigung der in den Gaskammern Getöteten sowie die Entfernung der Asche aus den Öfen der Krematorien. David Olère, 1943 aus Frankreich deportierter jüdischer Maler, überlebte auch den Todesmarsch, als die SS Anfang 1945 Teile des Lagers im Angesicht der vorrückenden Roten Armee räumte. Seine Erlebnisse verarbeitete er mit Bildern, die das Grauen dokumentieren. Es ist ein sehr wichtiges Zeichen, dass wir sein Andenken im Bundestag ehren und seine Werke dort gezeigt werden.

Eröffnung der ausstellung zu David Olères Werken II

Die unvorstellbaren Gräuel des Holocaust mit der Vernichtung von über sechs Millionen Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, politisch Gefangenen oder Behinderten ist schwer zu fassen. Viele Dokumente der deutschen Kriegsverbrecher und Massenmörder wurden vernichtet. Auch existieren nur wenige Bilder, die das Ausmaß des Leids fassen könnten. Auch deshalb sind die Werke und Verbildlichungen von David Olère ein besonders wichtiger Beitrag der Erinnerung und der Mahnung.

Eröffnung der Ausstellung zu David Olères Werken III

Nach der Ausstellungseröffnung im Paul-Löbe-Haus steht im Plenum des Bundestags die feierliche Gedenkstunde auf dem Programm, die immer in der Woche des Jahrestags zur Befreiung von Auschwitz stattfindet. Der Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung und Menschenverachtung ist leider weder in Deutschland noch auf der Welt gewonnen. Wir müssen daher die Zeit nutzen, in denen uns Zeugen und Überlebende noch berichten können. Es ist eine besonders wichtige Aufgabe, diese Erinnerungen und Eindrücke sorgsam zu dokumentieren und für die Nachwelt zu erhalten.

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