Engagement für eine der ärmsten Regionen der Welt

Parlamentariergruppe Zentralasien besucht Projekte Deutscher Entwicklungszusammenarbeit in Tadschikistan

Tadschikistan – Mit dem Grenzübertritt in Konibodom/Patar nach Tadschikistan begann der zweite Abschnitt der Reise der Parlamentariergruppe Zentralasien. Auch hier erwartete die Abgeordneten ein reiches Programm: Nach der Begrüßung durch den Deutschen Botschafter York Schuegraf in Dushanbe sprachen sie in Khudjand über den Grenzkonflikt zwischen Kirgistan und Tadschikistan und dessen Auswirkungen für die Region.

Nach dem Besuch des Kulturpalast Arbob stand auch in Tadschikistan ein Treffen mit den Ausführenden deutscher Entwicklungszusammenarbeit an, nämlich mit Vertreter:innen des DRK, der Landesdirektorin der GIZ, Sabine Olthof, dem Direktor des Landesbüros der KfW, Dr. Andreas Schneider und weiteren Projektpartner:innen, zu einem gemeinsamen Mittagessen.

GIZ und KfW fördern hier technische Projekte wie die digitale Überwachung der Gletscherschmelze in Tadschikistan. Der Klimawandel stellt hier eine existenzielle Bedrohung dar.

Außerdem gibt es zahlreiche Gesundheitsprojekte zur Vorsorge von schwangeren Frauen und Kleinkindern. So konnten wir auch ein Gesundheitszentrum in Anwesenheit des Vizegesundheitsministers Shodikhon Jamshed einweihen.

Die SPD-Abgeordnete Dr. Daniela De Ridder erklärt: „In manche entlegene Dörfer kommen Ärzt:innen nur gelegentlich und dann auch noch per Pferd. Hier zeigt sich die Vielseitigkeit der Entwicklungszusammenarbeit: Die GIZ hat für die bessere Versorgung dieser Regionen unter anderem schon Pferde gekauft.“

Ärgerlich sei allerdings, dass die meisten Projekte Ende des Jahres auslaufen. Diese Entscheidung traf der damalige Entwicklungsminister Müller von der CSU. De Ridder kritisiert dies scharf: „In meinen Augen ist dies eine katastrophale Entscheidung, die rückgängig gemacht werden muss.“

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