Elektromobilität als Antriebstechnologie der Zukunft – zu Besuch bei der emco Group in Lingen

Lingen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte zusammen mit ihrer Fraktionskollegin Kirsten Lühmann die emco-Group in Lingen. Lühmann ist verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, De Ridder wiederum stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur. Beide Politikerinnen machten sich ein Bild von der neuen Generation der Elektroroller aus der Region. Als zuständige SPD-Berichterstatterin für Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität hebt De Ridder hervor, dass Elektrotoller gerade Jung und Alt zur Mobilität verhelfen und gleichzeitig das Klima schützen.

„Elektromobilität als Antriebstechnologie der Zukunft wird immer bedeutender, wenn es darum geht, Industriearbeitsplätze zu erhalten, Klimaziele zu erreichen und die Energiewende auch im Verkehrsbereich zum Erfolg zu führen. Daher unterstütze ich die europäische E-Mobilitätsquote von Martin Schulz“, betont die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder.

So erläutert Geschäftsführer Michael Kleber, dass es in Deutschland erst seit wenigen Jahren Elektroroller gibt und daher noch eine geringe Zahl an Herstellern. Die Verkaufszahlen jedoch steigen hingegen kontinuierlich. Der lautlose Antrieb, die starken Motoren und leistungsfähigen Akkus haben die SPD-Bundestagsabgeordnete überzeugt – Elektroroller gibt es für jeden Anspruch und die sind sparsam, stark und alltagstauglich. Die Elektroroller-Spate von emco besteht aus vier Linien: Retro, Sport, Classic und Delivery. Zudem werden die ‘emco e-scooter‘ dank der im Vergleich zu Motorrollern sehr niedrigen Betriebskosten und ihrer einfachen Handhabung auch zu ökonomischen und ökologischen Alternativen zum PKW, wovon die beiden Politikerinnen sich bei einer Probefahrt überzeugen konnten.

Im Gespräch mit den Verantwortlichen von emco wird deutlich, dass wichtige Märkte wie China und die USA in der Vergangenheit durch gezielte Förderung beträchtliche Fortschritte bei der Elektromobilität erzielen konnten. „Wenn die deutsche Wirtschaft ihre Innovationsführerschaft behaupten will und die Mobilitäts- und Energiewende mitgestalten möchte, darf sich die Automobil- und Zweiradindustrie auf dieser zukunftsträchtigen Antriebstechnologie nicht ausruhen und muss vielmehr auch weiterhin auf Entwicklung setzen“, versichert De Ridder. Das bestätigen auch die Gesprächspartner: „Deutschland darf den Anschluss an die Weltspitze in Bezug auf alternative Antriebs- und Speichertechnologien nicht verlieren, die Arbeitsplätze in der Automobil- und Zweiradbranche müssen auch weiterhin gestützt werden“, so Christian Gnaß, CEO / Geschäftsführender Gesellschafter der emco Group.

„Der Weltklimavertrag von Paris, an dem unsere Umweltministerin Barbara Hendricks mit viel Engagement mitgewirkt hat, wird zu Recht weltweit als historischer Erfolg gefeiert und wir dürfen keineswegs hinnehmen, dass der Klimawandel durch den US-amerikanischen Präsidenten Trump als Erfindung der Chinesen zur Schwächung der amerikanischen Wirtschaft abgetan wird. Doch der Kampf gegen die verbleibende Zeit, um einen gefährlichen Klimawandel mit seinen gewaltigen Auswirkungen noch zu verhindern, hat erst begonnen. Es ist daher nicht erst seit dem Diesel-Gate eine entscheidende Aufgabe der Politik, dass wir beim Ausbau von Elektromobilität die Förderung stärker im Blick haben. Gerade deshalb stimmt mich die Produktion bei emco so optimistisch“, betont De Ridder, die zugleich bedauert, dass der Bundesregierung der Ausbau der Elektromobilität bisher nicht ausreichend gelungen ist.

Die beiden SPD-Politikerinnen haben Lösungsvorschläge mitgebracht: Vor allem setzen sie auf ergänzende Anreize der öffentlichen Hand, von Kaufprämien für private und steuerliche Anreize für gewerbliche Elektrofahrzeug-Halter bis hin zu einer verbindlichen Quote für Elektrofahrzeuge bei der öffentlichen Beschaffung. Auch halten sie eine gezielte Förderung von Speichertechnologien, etwa durch Investitionen der Industrie in Batteriezellfertigung, und Selbstverpflichtungen der Automobilhersteller sowie den gezielten Ausbau bedarfsgerechter Ladeinfrastrukturen für unabdingbar. Während Lühmann die technikoffene Förderung elektrisch angetriebener Fahrzeuge für den Öffentlichen Nahverkehr realisiert wissen will, plädiert De Ridder als Forschungspolitikerin insbesondere für den Ausbau einer ressortübergreifenden interdisziplinären Forschung und Entwicklung, um veränderte Mobilitätsbedürfnisse bestmöglich zu berücksichtigen.

„Elektromobilität muss zur Normalität werden. Durch den Fonds ‘Nachhaltige Mobilität in der Stadt‘ wollen wir gezielt die Umrüstung des Personennahverkehrs auf Elektrofahrzeuge fördern“, erläuterte Lühmann. Dies sei ein wichtiger Schritt hin zu größerer Akzeptanz für die Elektromobilität. „Außerdem müssen wir Anreize für Fahrschulen schaffen, dass diese in der Ausbildung verstärkt auf elektrisch betriebene Fahrzeuge setzen. Dafür könnte zum Beispiel der Automatikeintrag wegfallen, wenn eine Mindestzahl von Ausbildungsstunden in Fahrzeugen mit Schaltgetriebe absolviert wurde. So werden auch schon junge Fahrende auf die Vorzüge dieser neuen Antriebstechnologie aufmerksam“, so die verkehrspolitische Sprecherin Lühmann.

 

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