Mein Schüler-Praktikant Thomas berichtet über die Erlebnisse, Erfahrungen und Eindrücke, die er in den zwei Wochen aus meinem Berliner Büro mitgenommen hat. Ich danke Ihm für die Unterstützung und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute.

Mein Praktikum im Deutschen Bundestag begann am Montag, dem 29.06, am Eingang des Jakob-Kaiser-Hauses in der Dorotheenstraße 101. Von dem Praktikum erwartete ich Einblicke in die Arbeit einer Abgeordneten und ihres Büros.

Nachdem ich meinen Hausausweis erhalten hatte, ging es auch schon los. Zuerst stand eine Teambesprechung auf dem Plan, die mir bereits einen guten Überblick über die Terminorganisation verschaffte.

Direkt im Anschluss folgte eine Anhörung zum Thema „Wissenschaftlicher Nachwuchs“. Spannend war hierbei zu beobachten, wie die einzelnen Politiker mit den Eingeladenen der Anhörung interagierten und sich ihrer Kritik annahmen. Es ging schließlich um eine Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, welches weitreichende Auswirkungen auf die Arbeit des wissenschaftlichen Nachwuchses an Hochschulen haben wird.

Es folgte ein zweistündiges Gespräch mit den Vertretern der Wings-University, die als Online-Universität für Flüchtlinge zur Verfügung steht und mit uns über ihre Aufbauperspektiven sprachen. Nach diesem Gespräch war der erste Tag beendet – der Kosmos Bundestag hatte mich schon nach kurzer Zeit fasziniert.

Der Arbeitstakt im Bundestag ist enorm  – Daniela musste nach dem Gespräch sofort zum nächsten Termin und ich stand immer noch total erstaunt und überwältigt da. Es war ungewohnt, ohne Pause, 5 Stunden konzentriert dabei zu sein.  Für das Team und Daniela in Plenarsitzungswochen sicherlich Alltag und völlig normal. Für mich als Schüler der 10. Klasse sehr fordernd, aber auch spannend.

In den folgenden Tagen hatte ich die Möglichkeit verschiedene Arbeitsgruppen kennen zu lernen, in denen die politische Fraktionsarbeit stattfindet. Meine persönlichen Highlights waren einmal die unterschiedlichen Diskussionen im Plenum live miterleben zu können und ein Gespräch zum Krankenhausstrukturgesetz.

Am Freitag konnte ich dann auch einmal Daniela selbst im Plenum bei einer Rede erleben und im Nachhinein in einem Bericht das erlebte Revue passieren lassen.  Ziemlich beeindruckt und auch überrascht, wie intensiv der Beruf eines Abgeordneten im Bundestag ist und wie viel auch ihre MitarbeiterInnen leisten, ging ich in das Wochenende.

In der zweiten Woche, in der keine Sitzungen in Berlin stattfanden, habe ich dann die Büroarbeit kennen gelernt und konnte eigene Aufgaben bearbeiten. Auch erhielt ich noch einen guten Einblick in Danielas Wahlkreis. Zum Abschluss wurde mir noch einmal der komplette Bundestagskomplex ausführlich gezeigt und erläutert.

Abschließend will ich mich noch bei Daniela, Frederik, Max und Petra bedanken, die mir ein spannendes und lehrreiches Praktikum im Bundestag ermöglicht haben.