Dr. Daniela De Ridder (vierte von links) mit Genoss*innen vom Ortsverein Geeste und Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr Groß Hesepe

Ehrenamt stärken – SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besucht Freiwillige Feuerwehr Groß Hesepe

Geeste/Emsland. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder war gemeinsam mit Veronika Peters vom SPD-Ortsverein Geeste und dem SPD-Bürgermeisterkandidaten Ralph Brodel zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr Groß Hesepe. Im Gespräch ließen sich De Ridder und ihre Parteifreunde von Ortsbrandmeister Dieter Einhaus, Matthias Jansen, Daniel Wester und Heinz Grüter über die Auswirkungen der aktuellen Corona-Pandemie auf die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr informieren. Aber auch die zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel wie etwa Hochwasser, Starkregen oder Waldbrände zeigen, dass die Arbeit der Feuerwehren und Blaulichtorganisationen von großer Bedeutung ist.

„Eine gute Ausstattung der Feuerwehren und ein reibungsloses Funktionieren bürokratischer Abläufe sind für Blaulichtorganisationen von zentraler Bedeutung. Daher ist es wichtig, dass Bund, Land und Kommune sehr eng zusammenarbeiten. Dabei ist es unentbehrlich, dass die Politik Sorge dafür trägt, ehrenamtliches Engagement zu erhalten und nachhaltig zu stärken. Daher werde ich die Verbesserungswünsche, die mir die Kamerad*innen der Freiwilligen Feuerwehr Groß Hesepe mit auf den Weg gegeben haben, direkt dem niedersächsischem Innenminister und meinem Parteifreund Boris Pistorius weiterleiten“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Sie bekämpfen Feuer, retten Menschenleben, bergen Unfallopfer und entsorgen gefährliche Substanzen – rund eine Millionen Kamerad*innen der Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland leisten rund um die Uhr wirkungsvolle Hilfe und kümmern sich in ihrer Freizeit um unsere Sicherheit. Auch bei Flutkatastrophen, die wir jüngst in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erlebt haben, engagierten sich die ehrenamtlichen Kamerad*innen. Auch bei den Löscharbeiten der WTD 91 waren sie aktiv dabei. Daraus haben die Freiwilligen Feuerwehren ihre Lektionen gezogen: Es bedarf kluger Feuerwehrbedarfspläne. Es sei absolut notwendig, dass der Feuerwehrbedarfsplan im Brandschutzgesetz verbindlich für alle Städte und Kommunen verankert wird. Damit hätten zum einen die Feuerwehren, zum anderen aber auch die Kommunen einen rechtlichen Rahmen, führt Brandmeister Dieter Einhaus im Gespräch aus. Zudem müsse die enge logistische Zusammenarbeit zwischen den Blaulichtern gut abgestimmt sein, damit Katastrophenpläne auch zügig und zum Schutz der Menschen, sowie ihres Hab und Guts umgesetzt werden können.

De Ridder nutzte den Besuch mit ihren Parteifreunden auch, um konkret nachzufragen, wie die Kamerad*innen der Feuerwehr in der aktuellen Corona-Krise mit den zahlreichen Einschränkungen ihrer Arbeit zurechtgekommen. Es sei für alle ehrenamtlichen Strukturen eine schwierige Zeit gewesen, Übungen und Zusammenkünfte konnten aufgrund der Krise nicht stattfinden. Gerade für so einen wichtigen Standort, der in der Einsatzverpflichtung für die Autobahn und für Gefahrengut ist, sei es von großer Bedeutung, praxisnah zu üben, so Einhaus.

Die ständige Impfkommission hat die Feuerwehrkamerad*innen in die Stufe mit einer gering erhöhten Priorität gesetzt – ein Umstand, der der Rolle und Verantwortung von Blaulichtorganisationen in der Pandemiebekämpfung nicht gerecht wurde. Daher hat sich unser niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius erfolgreich dafür eingesetzt, dass Polizist*innen und Blaulichtkräfte bei der Impfstrategie mit hoher Priorität berücksichtigt werden. Mittlerweile sind nahezu alle ehrenamtlichen Kamerad*innen in Geeste vollständig geimpft.

Ein weiteres Gesprächsthema war die Brandbekämpfung von Elektroautos und Akkus bei PV-Anlagen. So entscheiden sich immer mehr Menschen – auch aufgrund der staatlichen Förderung – für den Kauf eines Elektroautos oder für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage auf ihrem Dach. Doch sei es dringend geboten, dass die Feuerwehren auch mit entsprechenden Gerätschaften ausgestattet werden, um mögliche Brände adäquat löschen zu können – ein Thema, das Frau Dr. De Ridder gerne mit dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistoius besprechen wird.

Brandmeister Einhaus war über den Besuch und das kontinuierliche Engagement der hiesigen SPD-Bundestagsabgeordneten – so etwa mit ihrer Blaulichtkonferenz – sehr erfreut und begrüßt insbesondere, dass sich die Abgeordnete für die gesetzliche Verankerung von Bedarfsplänen für die Einsatzstellen der Feuerwehr stark macht.

„Mit verbindlichen Abfragen von Anforderungen und gesetzlich festgeschriebenen Bedarfsplänen wird die Arbeit den Feuerwehren nicht nur erleichtert, auch die Kompetenz der engagierten Kamerad*innen vor Ort wird damit Rechnung getragen, sich sachgerecht bei der Beschaffung von technischen Hilfsmitteln der so wichtigen Rettungsarbeit zu beteiligen. Schließlich gelingen mit der Beteiligung von örtlichen Experten und der Einbindung von haupt- und ehrenamtlichem Sachverstand die besten Bedingungen für eine gute und erfolgreiche Arbeit vor Ort. Ganz deutlich möchte ich betonen, dass es neben der Wertschätzung für das große Engagement auch einer besseren Ausstattung im Zivil- und Katastrophenschutz bedarf“, bekräftigt De Ridder abschließend.

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