Berlin/Grafschaft Bentheim/Emsland. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder sieht in der Zwischenbilanz der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Förderung von Unternehmen in der Corona-Krise ein starkes Signal für die Region. Rund 42,1 Millionen Euro Unternehmenskrediten flossen in die Grafschaft Bentheim und rund 323,2 Millionen Euro in das Emsland. De Ridder fordert nun aber angesichts des aktuellen Teil-Lockdowns weitere direkte Hilfen und Überbrückungskredite.

„Die Bundesregierung und Regierungskoalition haben im Laufe dieses außergewöhnlichen Krisenjahres mit einem Rekordhaushalt enorme Anstrengungen unternommen. So wurden Finanzmittel als Schutzschild für Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen in Höhe von 353,3 Milliarden Euro sowie Garantien in Höhe von insgesamt 819,7 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Unser Signal ist klar: In diesen außergewöhnlichen Zeiten dürfen wir keine Mühen scheuen, um Arbeitsplätze zu sichern und den Menschen eine weniger sorgenvolle Perspektive zu bieten. Auch wenn diese Summen astronomisch klingen, müssen wir gerade jetzt angesichts der aktuellen Infektionswelle unterstützend eingreifen: Für Beschäftigte in Gastronomie, Hotellerie, Kulturbranche, bei Service- und Dienstleistungen, Schausteller, DJs, EinzelhändlerInnen, KosmetikerInnen oder Masseure und Beschäftigte in vielen weiteren Branchen geht es nach wie vor um die Existenzsicherung – völlig zu Recht machen sich viele Menschen große Sorgen und wenden sich an mich. Wir werden daher nichts unversucht lassen, um die Betroffenen zu entlasten und zu stärken“, sagt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Die KfW-Bank informierte De Ridder mit einer Zwischenbilanz zur Vergabe von Unternehmenskredite, die bis September 2020 in ihren Wahlkreis flossen: So erhielt die Grafschaft Bentheim Finanzimittel in Höhe von rund 42,1 Millionen Euro, für das Emsland waren es rund 323,2 Millionen Euro. Aufgeschlüsselt wird die aktuelle Bilanz regional auf die bezogen Landkreise in den Kategorien „Gründerkredit Universell“, „KfW-Schnellkredit 2020“, „KfW-Unternehmerkredit“ sowie „KfW-Unternehmerkredit KMU“. Neben Zuschüssen aus Bundesmittel sind die Kredite ein wichtiges Instrument für das wirtschaftliche Überleben von Unternehmen. Laut De Ridder gilt es jetzt schneller Hilfen zur Verfügung zu stellen und parallel sorgsam die Wirksamkeit und Form der Mittel zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Kredite auf der einen, Direkthilfen auf der anderen Seite sind ein Aspekt der aktuellen Strategie gegen Corona, so die SPD-Bundestagsabgeordnete. Darüber hinaus gelte es die nun besonders betroffenen Beschäftigten zu schützen und Hilfe zu ermöglichen.

„Kleine und mittelständische Unternehmen wie aber auch Soloselbstständige sind das Herzstück unserer Wirtschaft, was gerade auch für unsere Region gilt. Es ist daher wichtig, dass wir rasch alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, diese so wichtigen Arbeitsplätze abzusichern, bis sich unser gesellschaftliches Leben wieder normalisieren kann. Die bis dato sparsame Finanzpolitik von Minister Olaf Scholz erweist sich retrospektiv als genau richtig, weil wir heute auch mehr Kredite aufnehmen und unterstützende Hilfen für die Wirtschaft ermöglichen können. Allerdings muss auch der zweite Lockdown für die Betroffenen abgefedert werden, weil er zahlreiche Branchen wiederholt hart trifft. Mich erreichen viele besorgte Rückmeldungen von Beschäftigten aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland – mit großem Nachdruck bin ich in Berlin dabei, für ihre Existenzsicherung zu kämpfen. Wir haben bis Ende des Jahres noch vier volle Plenarwochen, die ich dazu engagiert nutzen will“, bekräftigt De Ridder abschließend.