Salzbergen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder lud zu einer Veranstaltung mit ihrer Kollegin Christina Jantz, der Tierschutzbeauftragten ihrer Fraktion, in das Gemeindehaus Holsten ein. Regionale Expertise zu den Themen Tierschutz und Intensivtierhaltung holte sie dabei von Lambertus Arends, Züchter des Bentheimer Landschweins, sowie von Lambert Hurink, dem Hauptgeschäftsführer des Emsländischen Landvolkes, ein.

„Die SPD-Bundestagsfraktion macht sich für den Tierschutz stark – das ist unsere klare Botschaft. Es freut mich sehr, dass wir dazu konstruktiv miteinander diskutieren konnten. Die Skandale um die Massentierhaltung haben uns gezeigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher dringend eine artgerechten Haltung von Tieren in unserer Gesellschaft stärken müssen, die auch der wirtschaftlichen Ausgangslage der Bauern Rechnung trägt“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Die Tierschutzbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Christina Jantz, folgte der Einladung nach Salzbergen und präsentierte dabei das Eckpunktepapier der Fraktion zum Tierschutz. Neben der Schaffung und Durchsetzung von Mindeststandards in der Tierhaltung enthält es Forderungen nach einer deutlichen Absenkung des Einsatzes von Antibiotika sowie der Abschaffung belastender Eingriffe, wie etwa das Kupieren von Schweineschwänzen.

„Die Tierhaltung ist in den letzten Jahren in eine deutliche Schieflage gegenüber dem Tierschutz geraten”, so De Ridder. Das machte auch Lambert Hurink deutlich, der sich für eine artgerechte Tierhaltung einsetzt und vor allem auf den ökonomischen Druck verwies, der die Landwirtschaft verändert habe. Gerade in der Grafschaft und im Emsland seien noch viele Familienbetriebe tätig, die sich den Herausforderungen eines immer stärker globalisierten Marktes stellen müssten. Wie artgerechte Tierhaltung jedoch auch aussehen kann, beschrieb Lambertus Arends, der auf seinem Hof in Eschebrügge alte Haustierrassen wie das bunte Bentheimer Landschwein hält. Unmissverständlich machte er seine Position deutlich: „Aus Nutztieren dürfen keine ‘Ausnutztiere’ werden.”

Dies bestärkte auch die die SPD-Politikerin Jantz: “Wir müssen neben der Implementierung von Mindeststandards auch die Transparenz stärken. Durch eine standardisierte und verlässliche Kennzeichnung der Haltungsbedingungen von tierischen Produkten im Supermarkt können die Verbraucherinnen und Verbraucher den Tierschutz über eine Kaufentscheidung verlässlich stärken“, betonte sie. Daraus entwickelte sich eine intensive Diskussion mit dem Publikum.

Einig waren sich die Beteiligten vor allem darin, dass die Menschen in der Gesellschaft ihre Konsumgewohnheiten hinterfragen müssen, damit Tierschutz effektiv gelingen kann.

Dr. Daniela De Ridder dankte ihrer Kollegin Christina Jantz sowie den beiden Referenten Lambertus Arends und Lambert Hurink für ihre klaren Positionen: “Wenn es um artgerechte Tierhaltung geht, müssen wir noch besser  über Haltungs- und Produktionsbedingungen in ländlichen Räumen informieren und unsere Landwirte dabei unterstützen, ihr Image verbessern zu können. Da sind wir auch als SPD gefordert”, betonte De Ridder abschließend.