Berlin/Paris/Grafschaft Bentheim/Emsland. Einen Bürgerfonds zur Unterstützung der Zivilgesellschaft in Höhe von 2,4 Millionen haben aktuell Deutschland und Frankreich im Zuge ihrer engen Zusammenarbeit auf den Weg gebracht. SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder ruft daher alle Bürgerinnen und Bürger der Grafschaft Bentheim und des Emslandes auf, sich mit Projekten und Initiativen zu bewerben.

„Mit dem Vertrag von Aachen haben Deutschland und Frankreich erneut ein starkes Zeichen ihrer Freundschaft und Partnerschaft gesetzt. Der deutsch-französische Bürgerfonds ist daher ein ganz konkretes Vorhaben der vereinbarten Zusammenarbeit, mit dem beide Regierungen zivilgesellschaftliches Engagement fördern und stärken wollen. Als stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses ist mir die Bedeutung der Europäischen Einigung – gerade in Zeiten der Krise – besonders wichtig. Ich freue mich sehr, wenn aus unserer Region unser Engagement als deutliches Signal einer engen gesellschaftlichen Zusammenhalts deutlich wird“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Der Deutsch-Französische Bürgerfonds fördert Bürgerinnen, Bürger sowie Initiativen und Projekte, die sich aktiv für eine starke europäische Zivilgesellschaft einsetzen, gemeinsame deutsch-französische Projekte anstoßen oder zivilgesellschaftliches Engagement über Grenzen und Generationen hinweg zeigen. In Zeiten der Corona-Krise legen Deutschland und Frankreich Wert auf ein niedrigschwelliges Online-Antragsverfahren, zu welchem die gemeinsame Internetplattform Auskunft gibt.

„Deutschland und Frankreich setzen mit der Initiative nicht nur ein Zeichen des Zusammenhalts, sondern demonstrieren auch, dass wir in Zeiten der Corona-Krise handlungsfähig sind und unsere europäischen Werte weiter stärken – ein Zeichen, das Mut macht! Mit der Gewissheit, dass es viele engagierte Bürgerinnen und Bürger in der Grafschaft Bentheim und dem Emsland gibt, hoffe ich auch bei dieser Ausschreibung auf eine rege Beteiligung und biete gerne meine Unterstützung bei der Bewerbung an“, bekräftigt De Ridder.

Gefördert werden dabei Vorhaben nach einem Punktesystem in vier Kategorien von bis zu 5000 Euro hin zu über 50.000 Euro. Förderfähig sind beispielsweise Projekte im Rahmen zur Realisierung von Städtepartnerschaften, grenzüberschreitende Projekte von Bildungszentren oder gemeinnützigen Vereinen. Das Budget des Bürgerfonds wird zu gleichen Teilen von Deutschland und Frankreich zur Verfügung gestellt: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) trägt dabei 1,2 Millionen Euro bei. Das französische Bildungs- und Jugendministerium (DJEPVA) und das französische Europa- und Außenministerium (MEAE) sind mit jeweils 600.000 Euro beteiligt. Das Projekt wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk umgesetzt. Für weitere Fragen können sich Interessierte an daniela.deridder.ma02@bundestag.de wenden.