Nordhorn. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte das Kulturzentrum ‘Alte Weberei‘ in Nordhorn. Gegenstand des Gesprächs mit Geschäftsführer Frank Röpke waren das neue Konzept und das kulturelle Angebot der Einrichtung.

 „Die Alte Weberei, das Kulturzentrum an der Vechteaue, ist ein Paradebeispiel des Kulturmanagements in der Stadt Nordhorn. Von Theater- und Musikaufführungen über kabarettistische Darstellungen bis hin zu Messeveranstaltungen bietet sie der Region abwechslungsreiche Freizeitaktivitäten: Kultur bedeutet Lebensfreude und diese Events und Aktivitäten sind ja sogenannte ‘weiche‘ Standortfaktoren, die für die Lebensqualität immer mehr an Bedeutung gewinnen“, ist die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder überzeugt.

Die alte Weberei ist eines der letzten Gebäude der früheren Textilfabrik Povel, das Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts erbaut und dreißig Jahre später nach Ablauf des Konkursverfahrens geschlossen werde musste. 1999 wurde es nach aufwendiger Sanierung als Kultur- und Tourismuszentrum wiedereröffnet.

Wie wichtig auch Kunst und Kultur für das gesellschaftspolitische Miteinander sind, weiß man auch in der Bundespolitik: Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich in dieser Legislaturperiode erfolgreich dafür eingesetzt, dass Kultur allgemein zugänglich bleibt und wo noch nicht geschehen, zugänglich gemacht wird. Im Mittelpunkt stehen so etwa die Erhaltung der Kulturförderung durch den Bund, die Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage von Künstlerinnen und Künstlern sowie Kreativen, Autoren und Journalistinnen und die Potenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft für Wachstum und Beschäftigung.

Das Kulturzentrum in der Alten Weberei bietet unter der neuen Leitung von Frank Röpke einige Erneuerungen. Neben der Entwicklung eines modernen Raum- und Veranstaltungskonzepts sowie einigen Umbaumaßnahmen im Bereich Bühnentechnik werden nun Jahresprogramme angeboten, damit eine langfristige Freizeitplanung gewährleistet wird; wer früh den Veranstaltungskalender kennt, kann die Lieblingskabarettisten somit nicht mehr verpassen.

Und Röpke hat dazu zahlreiche frische und junge Ideen; so wächst die Zahl der Teilnehmenden in den neu geschaffenen Theater- und Tanzlaboren, die sich neben den wöchentlichen Proben nach Gusto auch ehrenamtlich im Kulturzentrum engagieren. Kooperationen sollen ausgebaut und neue Formate mit viel Lust am Experiment erprobt werden. Neben zahlreichen bestehenden Verbindungen innerhalb Nordhorns und der Grafschaft freut er sich vor allem über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Theaterpädagogischen Zentrum und dem Campus Lingen.

De Ridder schlägt daher im Gespräch vor, eine Kulturplattform für die gesamte Grafschaft Bentheim einzurichten, um die kunst- und kulturpolitischen Akteure in der Region zu vernetzen und die Kooperationen mit anderen Kulturschaffenden auszubauen und zu stärken – auch jenseits der Stadt und Landkreisgrenzen. Ein ‘Runder Tisch Kultur‘ als Zusammenschluss von ganz unterschiedlichen Akteuren aus dem sozio-kulturellen Bereich könnte auch darin unterstützen, dringend erforderliche Ressourcen – sowohl in Bezug auf Finanzen als auch Personal – zu akquirieren“, ergänzt De Ridder.

„In der Grafschaft lebt man gerne und profitiert dabei auch mit Genuss von unseren kulturellen Angeboten. Zudem kommen jährlich weit mehr als 70.000 Touristinnen und Touristen hinzu. Ein gemeinsames Kunst- und Kulturkonzept für Nordhorn und den gesamten Landkreis, das noch stärker als bisher auf Vernetzung, Potenziale und Nachfrage setzt, wäre hier ein wichtiges Vorhaben, inklusive eines Image-Films, der die Grafschafter Kunst- und Kulturangebote noch einmal mit spielerischen Akzenten in Szene setzt! Die begonnene Arbeit an einem prägenden Alleinstellungsmerkmals für die Alte Weberei wird das Kulturzentrum noch stärker formen und die Einrichtung, die auch ökonomisch erfolgreich sein will, weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt machen.“

Enormes Potenzial sieht die SPD-Bundestagsabgeordnete nicht nur in der Einrichtung der Alten Weberei, sondern vor allem im jungen Team um Geschäftsführer Frank Röpke. “Dies bedarf aber einer weiteren kulturpolitischen Unterstützung. Dafür will ich mich gerne nach der Bundestagswahl in meiner Fraktion, im Ausschuss und bei unserem kulturpolitischen Sprecher einsetzen”, versichert De Ridder.