Besuch auf dem Alpakahof in Wietmarschen – Freudige Erwartung auf Alpakanachwuchs

Wietmarschen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte den Alpakahof in Wietmarschen und sprach mit Helmut und Christa Büers über die Entstehungsgeschichte des Hofes. Im Laufe der nächsten Tage erwarten die Büers bei ihren Lieblingstieren gespannt auf Nachwuchs. Alpakas liefern nach dem Scheren etwa zwei bis vier Kilogramm des begehrten Vlies.

„Der Alpakahof ist wahrlich eine Besonderheit in unserer Region: Auch als eigentlich südamerikanische Tierart fühlen sich die Alpakas sehr wohl bei uns. Es freut mich sehr, dass Helmut und Christa Büers mit den Alpakas hier zunächst als Hobby gestartetes Vorhaben zu einem interessanten Konzept weiterentwickelt haben, bei dem sich auch die Tiere sehr wohl fühlen“, berichtet Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Alpakas wurden vor mehr als 5.000 Jahren von den Vorfahren der Inkas domestiziert und gehören als Kleinkamele zur Familie der lateinamerikanischen Neuweltkameliden, erläutert Büers. So gebe es zwei Rassen, die Huacaya und die Suri Alpaka. Beide Arten halten die Büers auf ihrem Hof. Die Rassen, erklärt der Alpakahalter, unterscheiden sich vor allem durch die Beschaffenheit ihrer jeweiligen Faserstruktur. Auch seien Alpakas beim europäischen Klima hervorragend zu halten und relativ pflegeleicht. Sie benötigen genügend Weideplatz, einen Stall, Heu und Mineralienkörner zur Ernährung und sind zudem sehr reinliche Tiere. Ihr Fell ist als Rohstoff für die Textilverarbeitende Industrie sehr gefragt und Zuchtstuten können durchaus Preise von bis zu 8.000 Euro erzielen. Helmut und Christa Büers erwarten in den kommenden Tagen Nachwuchs.

„Die Idee zur Züchtung von Alpakas haben wir aus dem Fernsehen. Wir waren von den Tieren sofort begeistert und haben sie im Zoo gesehen und einen Züchter besucht. Nach einem Lehrgang haben wir dann überlegt und abgewogen, ob wir das Engagement für die liebenswerten Tiere aufbringen können und waren uns nach einiger Zeit aber sicher, dass es die richtige Entscheidung ist. Wir freuen uns jetzt sehr auf den bevorstehenden Nachwuchs“, sagt Helmut Büers.

De Ridder betont, dass sie den Hof auch als lohnendes Reiseziel betrachtet und er Teil einer lebhafte Grafschaft Bentheim ist. Schließlich muten die Alpakas exotisch an und sind eine andere Form des landwirtschaftlichen Betriebs. Christa und Helmut Büers, die beide bereits in Rente sind, betreiben den Hof als Nebenerwerb und bieten auch aus der Alpakawolle hergestellte Strickwaren an. Schon die Ureinwohner Südamerikas schätzten die feine, seidige und dabei wärmende Wolle der Alpakas, die sich den unwirtlichen Bedingungen in Höhenlagen genauso anpassen können wie Tiefsttemperaturen in der Nacht  oder an die große Mittagshitze – dann allerdings, so schildert Büers, ziehen sie sich auch gerne in den Stall zurück.  Ihre Anpassungsfähigkeit sorgt dafür, dass sie auch in mit den Lebensbedingungen in unseren Breitengraden gut zurechtkommen.  Nun blicken die Büers gespannt auf die anstehende Geburt des Alpakakfohlens und freuen sich, dass De Ridder die Patenschaft dazu übernehmen wird.

„Mit einer Patenschaft unterstütze ich sehr gerne den Hof der Büers und freue mich darauf, das neue Fohlen zu besuchen. Einen Besuch auf dem Hof kann ich den Einheimischen genauso wie den Touristen in der Grafschaft Bentheim und im Emsland wärmstens ans Herz legen. Es ist eine große Freude, den eigentlich eher scheuen Tieren zuzuschauen und sie zu beobachten“, bekräftigt De Ridder.

Der Alpakahof hat für Besucherinnen und Besucher immer montags von 14:00 – 18:00 Uhr geöffnet und mittwochs von 10:00 – 14:00 Uhr sowie telefonisch nach Vereinbarung unter 05908 / 8996. Alte Nordhorner Strasse 2, 49835 Wietmarschen.

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