Bäckerei mit sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung

Nordhorn. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder war gemeinsam mit der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Petra Alferink zu Gast in der Nordhorner Bäckerei und Konditorei „Heikos Backstube“. Sie kam dabei mit dem Bäcker- und Konditormeister Heiko Horstmeyer und seiner Ehefrau Gabriele ins Gespräch. Horstmeyers Betrieb umfasst inzwischen drei Filialen und hat 12 Beschäftigte. De Ridder lobte insbesondere das soziale und gesellschaftliche Engagement des Betriebs und freut sich über die Wahrnehmung der sozialen Anliegen während der Corona-Krise, den Beitrag zur gesunden Ernährung und die gelungene Integrationsleistung für Geflüchtete der Horstmeyers.

Im Gespräch ging es insbesondere darum, wie der Betrieb die Corona-Krise überwunden hat, da sich gerade viele Ältere zu Beginn nicht mehr zum Einkauf getraut haben; inzwischen florieren daher auch Brötchen-Bringdienste, bei denen „SocialDistancing“ gewahrt werden kann. Auch hier hat sich das Bäckerehepaar den veränderten Bedingungen angepasst; seine Brötchen kann man inzwischen auch an die Haustür geliefert bekommen, weil es mit einem Bringdienst zusammen arbeitet.

Das tägliche Brot frisch zu erwerben und direkt in der Bäckerei zu kaufen, veranlasse ja auch viele Menschen, wenigstens für kurze Einkäufe den Fuß vor die Tür zu setzen, freut sich Heiko Horstmeyer. Dass der Laden nur mit Mundschutz betreten werden darf, darauf achtet das Konditorehepaar allerdings peinlich genau. Und dass ein Schwätzchen über die Ladentheke so zwar ein wenig ungewohnt stattfindet, aber dennoch möglich ist, beobachten die beiden SPD-Politikerinnen mit großem Wohlwollen. Für Heiko Horstmeyer allerdings ist das selbstverständlich: „Abstand halten, Mundschutz, Hygieneregeln, wir halten uns einfach nur an die Spielregeln – es soll doch niemand krank werden.“  Gerade mit diesen Umgangsformen dürfe man nicht nachlässig werden, schließlich sei auch der Kauf von Brot und Kuchen ein unverzichtbares Erlebnis für die eigene Lebensqualität. Daher hoffen die Horstmeyers wieder auf einen regen Betrieb und eine Wiederbelebung der Innenstadt: Verunsicherung mache sich breit, da eine weitere Corona-Welle befürchtet werde, was wiederum zu einer Grundskepsis beim Einkauf in der Innenstadt führe und dies den ohnehin schon in der Krise befindlichen Einzelhandel enorm belaste. Umso mehr wünschen sich die Horstmeyers, dass die Corona-Krise nicht noch weiter das Einkaufsverhalten in den Innenstädten beeinträchtigt.

Zudem hat sich der Bäckermeister zum Ziel gesetzt, schlechte Ernährungsgewohnheiten zu unterbinden. Das Brot des Bäckers, das noch direkt in der Backstube nebenan gebacken wird, ist eben kein Massenprodukt wie das aus dem Supermarkt und daher auch völlig zu Recht besonders beliebt, davon ist Gabriele Horstmeyer überzeugt. Auch Brot als Erzeugnis unterliege bestimmten Ernährungsmoden, erfahren die beiden SPD-Politikerinnen; von Chia-Samen-Broten etwa rät der Bäckermeister ab: Viel zu teuer seien diese und schon aufgrund  der langen Importwege nicht nachhaltig zu produzieren, da die Samen in Mexiko, Bolivien, Peru und Argentinien angebaut werden. Auch seien sie ernährungstechnisch keineswegs besser als die guten heimischen Saaten wie etwa Leinsamen oder Sesam.

De Ridder lobte darüber hinaus die Verwendung regionaler Erzeugnisse sowie die Stärkung der bewussten Ernährung durch den Betrieb: „Seit Langem werbe ich auch als Bundespolitikerin für eine gesunde Ernährung und für einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln – von der Herstellung bis zum Verzehr müssen wir unseren Konsum immer wieder einmal hinterfragen. Ich begrüße es daher sehr, dass  Heiko und Gabriele Horstmeyer auch zur gesunden Ernährung raten und dabei auch die Stärkung regionaler Produktion betonen. Deshalb freut es mich, dass wir mit den Horstmeyers zwei engagierte UnternehmerInnen in unserer Region haben, die einen starken Beitrag für die Gemeinschaft leisten“, erklärt Dr. Daniela De Ridder.

Grund zur Freude haben De Ridder und Alferink  bei ihrem Besuch in Heikos Backstube auch noch aus einem weiteren Grund, denn die Horstmeyers haben sich – trotz so mancher sprachlicher und kultureller Barriere – auch der Integration von Geflüchteten verschrieben:  „Es freut mich, dass hier zwei Geflüchtete beschäftigt werden, die hier Heimatland Syrien gegen eine neue Heimat hier in Nordhorn eintauschen mussten. Es ist ein hoffnungsvolles Signal, dass es intensive Bemühungen um Beschäftigung und Integration in diesem Betrieb gibt und dass hier echte Perspektiven entstanden sind. Gabriele und Heiko Horstmeyer stehen mit ihrem Engagement für das, was die Menschen in unserer Region auszeichnet: Zupackendes Engagement, große Empathie und ein soziales Verständnis für die Bedürfnisse der Gemeinschaft”, bekräftigt De Ridder abschließend.

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