Dr. Daniela De Ridder und alle Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Wilhelm-Staehle-Schule

Zum Europatag in der Wilhelm-Staehle-Schule in Neuenhaus

Neuenhaus. Mit rund 100 Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Staehle-Schule in Neuenhaus diskutierte die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder anlässlich des Europatages. Dabei standen insbesondere die Themen Außenpolitik, innere Sicherheit, aber auch die Bildungspolitik im Fokus des Gesprächs.

„Wir leben in sehr turbulenten Zeiten. Die Europäische Union ist das erfolgreichste Friedensprojekt auf unserem Kontinent. Es gibt in der Geschichte nicht viele Menschen, denen in Deutschland das Glück beschieden war, über siebzig Jahre alt zu werden, ohne im eigenen Land einen einzigen Tag Krieg erlebt zu haben. Heute ist Europa wichtiger denn je, denn in vielen Jahrhunderten vor unserer Zeit war unser Land stets eine Region zahlreicher Auseinandersetzungen, was auch ein Blick in die Geschichte verdeutlicht. Europa ist daher ein großes Friedensprojekt“, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder.

Die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe der Wilhelm-Staehle-Schule hatten anlässlich des Besuchs der SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Daniela De Ridder viele Fragen. Besonders interessierten sie sich für die Friedens- und Sicherheitspolitik und die Rolle Deutschlands in der Welt. Kritisch wurden vor allem auch Rüstungsexporte in Krisenregionen hinterfragt. De Ridder verwies dabei auf die Verantwortung des Wirtschaftsministers, der entsprechende Exporte genehmige.

Darüber hinaus berichteten einige Schülerinnen und Schüler von ihren Erlebnissen, die sie aus dem Urlaub mitgebracht haben. In europäischen Nachbarländern, beispielsweise in Frankreich, würden die Straßen, aber auch Sehenswürdigkeiten mit zahlreichen Soldaten und Polizisten bewacht. „Ist der Einsatz der Bundeswehr im Inneren sinnvoll?“ war eine der Diskussionsfragen. Trotz der Gefahr, die von den Terroristen ausgeht, war eine Mehrheit der Schülerinnen und Schüler mit De Ridder einig, dass dieser Einsatz von Bundeswehrsoldaten keine Option sein sollte. Dies bringe kein Gefühl von Sicherheit, sondern sorge eher für noch mehr Unbehagen.

Dr. Daniela De Ridder bei der Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern der Wilhelm-Staehle-Schule

Andere äußerten sich besorgt über die aktuelle weltpolitische Entwicklung zwischen den USA, Russland und Syrien. Auch die Ankündigung des amerikanischen Präsidenten Donald Trumps, Strafzölle zu erheben, wurde diskutiert. De Ridder stellte als Außenpolitikerin deutlich heraus, dass wir zukünftig auch mit anderen Formen der Auseinandersetzung rechnen müssen, so etwa mit internationalen Handelskriegen. Hier gelte es, auf diplomatischem Weg alle Bemühungen zu unternehmen, eine Einigung hinsichtlich der aktuell diskutierten Strafzölle zu erzielen, so die stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses.

Neben der Außen- und Sicherheitspolitik ist den Jugendlichen das Schicksal der Gleichaltrigen in anderen europäischen Ländern sehr bewusst: Insbesondere wurde ein Vergleich hergestellt zwischen dem Fachkräftemangel in Deutschland und einer sehr hohen Jugendarbeitslosigkeit in den südlichen Ländern der EU. Daher müsse die Europäische Union noch besser und intensiver zusammenarbeiten, um einheitliche Lebensverhältnisse zu schaffen.

Auch die Digitalisierung in Schulen und die dazu notwendige Ausstattung bewegt die Schülerinnen und Schüler. De Ridder machte deutlich, dass die SPD in der Großen Koalition durchgesetzt hat, das Kooperationsverbot abzuschaffen. Dadurch kann der Bund nun finanzielle Mittel für die Schulen zur Verfügung stellen. Ziel sei es, die Schulen so auszustatten, dass die Schülerinnen und Schüler in allen Fächern und Lernbereichen eine digitale Lernumgebung nutzen können, um die notwendigen Kompetenzen bei der digitalen Entwicklung  zu erwerben. Dazu müssten zeitgleich auch entsprechende Medienkonzepte entwickelt werden.

„Die Europäische Union ist das erfolgreichste Friedensprojekt auf unserem Kontinent. Gerade vor dem Hintergrund der internationalen Krisen, Terroranschläge und des Erstarkens des Rechtspopulismus in Deutschland und Europa müssen wir Politikerinnen und Politiker den Europatag nutzen, um mit der jungen Generation über den europäischen Leitgedanken ins Gespräch kommen: Offene, aber sichere Grenzen, Toleranz, Vielfalt und Frieden, dafür steht die Europäische Union. Und für diese Werte müssen wir alle uns täglich einsetzen“, bekräftigt De Ridder anschließend.

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