V.l.n.r.: Gabi Westenberg, Jürgen Barenkamp, Dr. Daniela De Ridder, Andreas Stehler, Sonja Rolfes

Zu Gast beim Tierschutzverein Lingen und Umgebung e.V.

Lingen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder war zu Gast im Tierheim Lingen. Gemeinsam mit Jürgen Barenkamp, dem stellvertretenden Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Lingen, ließ sie sich von der stellvertretenden Vorsitzenden Sonja Rolfes, der stellvertretenden Kassenwartin Gabi Westenberg und dem stellvertretenden Tierheimleiter Andreas Stehler über die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Tierfreunde an der Husarenstraße informieren. De Ridder betont, dass eine bundeseinheitliche Regelung für Katzenkastrationen sinnvoll ist.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte gemeinsam mit Jürgen Barenkamp, dem stellvertretenden Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Lingen, den Tierschutzverein Lingen und Umgebung e.V. Dabei informierte sie sich über die aktuelle Situation und Entwicklung im Tierschutz und bat um Hinweise, wie sie die wertvolle Arbeit der Lingener Tierfreunde aktiv unterstützen könne.

„Haustiere haben bei vielen Menschen einen festen Platz im Leben: sie werden zum besten Freund, zum Spielgefährten oder zum Seelentröster. Doch nicht alle Hunde, Katzen und Kleintiere haben ein Zuhause gefunden. Viele verschmuste Mitbewohner warten in Tierheimen auf ein neues Zuhause. Daher bin ich dankbar, dass auch herrenlose, abgegebene und beschlagnahmte Tiere von den Mitarbeitern und den zahlreich ehrenamtlich tätigen Tierfreundinnen liebevoll umsorgt, gepflegt, gefüttert und tierärztlich betreut werden“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Jedes Mitgeschöpf hat Anspruch auf Unversehrtheit und ein artgerechtes Leben – das ist das Leitbild der mehr als 740 Tierschutzvereine in Deutschland. Tierheime sind die Basis guter Tierschutzarbeit: Hier wird vielen Tieren geholfen, die ohne die Zuwendung und Unterbringung sterben würden. Allein im Lingener Tierheim werden jedes Jahr rund 800 Tiere aufgenommen. Bis zur Vermittlung erfolgt die Unterbringung im Hunde- bzw. Katzenhaus, wo ihnen sowohl ein wohliger Innenbereich als auch ein großzügiger Außenbereich zum Schlafen, Toben, Spielen und Sonne tanken zur Verfügung steht.

„Ein großes Problem ist vor allem die hohe Anzahl an Katzen, die im Frühjahr und Herbst abgegeben werden“, sagt stellvertretender Tierheimleiter Andreas Stehler. Den Grund kennt er: „Leider werden noch immer viel zu wenige Katzen und Kater kastriert“. Kaum 7 Monate alt vermehren sich die Katzen unkontrolliert, auch mit Hauskatzen, deren Besitzerinnen und Besitzer sich der Verantwortung nicht bewusst sind und ihrem unkastrierten Tier Freilauf gewähren. Unerwünschte Katzenwelpen werden dann häufig getötet, ausgesetzt oder im Tierheim abgegeben. Eine Maßnahme, die immer weiter anwachsende Katzenpopulation einzudämmen und das Leid der Tiere zu beenden, sei die flächendeckende Einführung einer Kastrations-, Kennzeichnungs-, und Registrierungspflicht für Katzen.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete De Ridder hat sich im Dezember letzten Jahres in ihrer Heimatgemeinde Schüttorf für die Einführung einer Katrationspflicht für Katzen eingesetzt. „In Deutschland gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine bundeseinheitliche Regelung. Daher sollten alle Städte und Kommunen selbst entscheiden, ob eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen eingeführt wird. Zwar haben sich bereits 730 Kommunen diese Verpflichtung auferlegt, darunter auch die Städte Lingen, Meppen sowie Bad Bentheim. Dennoch, und dafür setze ich mich mit Nachdruck ein, bedarf es einer bundespolitischen Regelung, um das Tierwohl zu schützen“, berichtet De Ridder.

Gefragt nach konkreten Verbesserungswünschen wies Sonja Rolfes darauf hin, dass sie sich mehr finanzielle Unterstützung wünschen würde. Der Tierschutzverein mit seinem angeschlossenen Tierheim finanziere sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Tierpatenschaften. Vor allem die anfallenden Kosten für Tierarztbehandlungen seien hoch. Rund 300 Euro würden in der Regel für die Versorgung einer Katze aufgebracht, bis sie an treusorgende Besitzer vermittelt wird. Das Tierheim erhebe bei der Vermittlung lediglich eine Schutzgebühr in Höhe von 70 bis 130 Euro (je nach Impfstatus, Kastration etc.). Ohne die Arbeit der zahlreichen und sehr zuverlässigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die sich liebevoll um die Hunde, Katzen und Kleintiere kümmern, wäre die vielfältige und facettenreiche Tierschutzarbeit nicht zu bewerkstelligen, sind sich alle Anwesenden einig.

„Mit ihrer Arbeit übernehmen Tierschutzvereine wichtige und eben auch öffentliche Aufgaben. Daher ist es besonders notwendig, dass wir einen Weg – sei es durch die Kommunen, durch die Länder oder durch den Bund – finden, Tierheime finanziell besser zu unterstützen. Darüber hinaus gilt es, eine bundeseinheitliche Regelung bei Katzenkastrationen einzuführen, um das Tierwohl zu schützen“, bekräftigt De Ridder abschließend.

Wer einem Tier aus dem Tierheim Lingen ein neues Zuhause schenken möchte, kann zu den Öffnungszeiten Dienstag & Donnerstag von 16:00 bis 17:00 Uhr und Samstag & Sonntag 15:00 bis 17:00 Uhr das Tierheim an der Husarenstraße 3 besuchen. Auf finanzielle Unterstützung ist der Tierschutzverein Lingen und Umgebung e.V. angewiesen, um ihre wertvolle Arbeit auch weiterhin fortzusetzen. Der Tierschutzverein Lingen und Umgebung e.V. bittet um Spenden und freut sich über jeden noch so kleinen Betrag.

Die Bankverbindung lautet:

IBAN: DE07 2665 0001 0000 0949 38

BIC: NOLADE21EMS Sparkasse Emsland

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