Zu Gast bei der Tafel Nordhorn

Nordhorn. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder spendet der Tafel Nordhorn Schutzmasken und nutzt den Besuch zum Gespräch mit den Verantwortlichen  Wolfgang und Uschi Vox über die Herausforderungen für die Tafel während der Corona-Krise. De Ridder würdigt das Engagement ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer und sagt der Tafel auch in Zukunft ihre Unterstützung zu.

„Die Tafeln dienen nicht nur der Entlastung sozial schwacher Menschen, sondern geben auch durch das Erlebnis von Gemeinschaft und Solidarität Kraft. Dieser Unterstützung bedarf es auch deshalb, weil der Alltag so leichter zu bewältigen ist. Das Angebot der Tafel Nordhorn ermöglicht es Bedürftigen sich trotz eines begrenzten Budgets gesund zu ernähren und ist darüber hinaus ein wichtiger Anlaufpunkt, um soziale Kontakte zu pflegen. Dass sich diese Begegnungen während der Corona-Krise deutlich verändert haben, weil wir die Verhaltensregeln des ‚Social Distancings‘ lernen müssen, stellt für die Tafeln eine besondere Herausforderung dar“, unterstreicht Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Um sich über die aktuellen Herausforderungen während der Corona-Krise zu informieren, nahm die SPD-Politikerin ihren Besuch zum Anlass, um mit dem Ehepaar Vox ins Gespräch zu kommen: Zu Beginn der Corona-Zeit kam es zu Hamsterkäufen, die gerade die Tafel vor besondere Schwierigkeiten gestellt haben, berichtete das Ehepaar Vox. Viele preiswertere Lebensmittel seien verstärkt gekauft worden und standen den KundInnen der Tafeln damit nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Besonders betroffen seien hierbei lang haltbare Waren wie Nudeln, Mehl, Reis oder Konserven gewesen. Hinzu kam, dass viele ältere freiwillige Helferinnen und Helfer aus Sorge um ihre Gesundheit nicht mehr hätten eingesetzt werden können. Gleiches galt für ältere oder vorerkrankte Kundinnen und Kunden, so dass die Tafel rasche und flexible Lösungen finden musste und so vorübergehend für besonders gefährdete und gehbehinderte Klienten ein Bringdienst eingerichtet werden konnte.

Auffallend positiv sei die große Solidarität in der Bevölkerung gewesen, freuten sie die Verantwortlichen der  Tafel Nordhorn. So habe die Tafel während der ersten Wochen oft Spenden und Anfragen von Menschen erhalten, die sich gerne engagieren wollen. Bedingt durch die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Schließungen in der Gastronomie gab es aus diesen Berufszweigen vielfach auch einen deutlichen Zuwachs an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern – einen Anstieg an Unterstützung für die Tafel, die in der größten Not für Entlastung sorgen konnte und für die man am Gildehauser Weg sehr dankbar ist.

Die Folgen der Corona-Pandemie, so warnte Wolfgang Vox, seien aber noch gar nicht auszumachen, denn neben einer gesundheitspolitischen Krise entwickele sich Pandemie immer auch zur ökonomischen Belastung, die sich massiv auf die ohnehin ärmere Bevölkerung auszuwirken drohe. Insbesondere die Kosten für verknappte  Lebensmittel oder Produkte des täglichen Bedarfs, bedingt etwa durch die Hamsterkäufe von Toilettenpapier zu Beginn der Krise, seien für die Tafelkundschaft besonders besorgniserregend.  Die gesundheitliche Vorsorge, wie etwa der Einkauf von Schutzmasken und Desinfektionsmitteln, wiederum belaste zusätzlich die ohnehin nur knappen Finanzmittel der Betroffenen, die Aktualisierung der Berechnung der Warenkörbe, die für die Sozialhilfeberechnung zugrunde gelegt werden müssten, sei daher dringend erforderlich. Besorgniserregend sei ebenfalls die Gefahr einer weiteren Erkrankungswelle, auf die sich die Tafel Nordhorn sorgfältig vorzubereiten versucht. Die Schutzmasken, die De Ridder überreichen konnte, sei daher auch eine willkommene Spende. 

„Um die Arbeit der Nordhorner Tafel und ihrer ehrenamtlichen Helferinnen und Unterstützer zu würdigen und zu stärken, habe ich Einwegmasken übergeben. Eine weitere Corona-Welle müssen wir dringend vermeiden; der Mund-Nasen-Schutz ist mit den Abstands- und Hygieneregeln erwiesenermaßen ein wichtiges Mittel im Infektionsschutz. Viele Hilfesuchende und Kundinnen sind jedoch durch die Maskenpflicht zusätzlich finanziell unter Druck geraten. Die Tafeln leben von der Solidarität der Bürgerinnen und Bürger, wie sie sich in der Krise gezeigt hat. Dieses Engagement ist auch in Zukunft nötig, um die wirtschaftlichen Folgen der Krise auch weiterhin abwehren zu können. Daher rufe ich dazu auf, die Tafel weiter so großartig zu unterstützen, sei es mit dringend benötigten Spenden oder durch das eigene Engagement“, betonte De Ridder.

Die Tafel Nordhorn arbeitet ehrenamtlich und freut sich über jede Spende. Die Bankverbindung lautet: Grafschafter Volksbank; IBAN DE55 2806 9956 5410 1620 00

Weitere Informationen können Sie unter www.nordhorner-tafel.de finden.

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