V.l.n.r.: Friedrich Ostendorff (Grüne), Albert Stegemann (CDU), Georg Meiners (VEL), Dr. Daniela De Ridder (SPD), Erwin Schmit (KLJB), Kathrin Agethen (KLJB), Matthias Seestern-Pauly (FDP), Sebastian Bartels (KLJB)

Zu Gast bei der Katholischen Landjugend

Sögel. Zu Gast war ich auf dem Podium der Katholischen Landjugend in Sögel und habe über die Zukunft der Landwirtschaft debattiert. Klar ist: Die Politik hat eine Vermittlerrolle zwischen der Landwirtschaft und den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Gerade dann, wenn es um Fragen des Tier- und Umweltschutzes geht.

Die Ansprüche an die Landwirtinnen und Landwirte seitens der Verbraucherinnen und Verbraucher sind in den letzten Jahren spürbar gestiegen: Viele Bürgerinnen und Bürger wollen möglichst günstige Produkte kaufen, was die bäuerlichen Betriebe auch stark unter Druck setzen kann. Dabei meistern viele Betriebe den Spagat zwischen hoher Qualität und einem wachsenden Preisdruck. Es zeichnet sich ab, dass die Politik in Zukunft zum Wohle von Mensch, Tier und Umwelt handeln muss.

Die Subventionen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) belaufen sich  von 2014 bis 2020 jährlich in Deutschland im Rahmen der ersten Säule (Direktzahlungen) auf rund 4,85 Milliarden Euro. Im Rahmen der zweiten Säule (Ländliche Strukturentwicklung) stehen in Deutschland im gleichen Zeitraum jährlich rund 1,35 Milliarden Euro zur Verfügung. Auch wenn diese Summen enorm klingen, verhindern sie nicht, dass viele Landwirtinnen und Landwirte am Rande ihrer Existenz wirtschaften müssen. Dabei fragt sich insbesondere die junge Generation, ob die Fortführung der heimatlichen Höfe ihre Existenz in Zukunft sichern kann. Diese Sorgen müssen wir ernst nehmen!

Deutlich wurde bei der Diskussion, dass die Vermittlung der Politik in den kommenden Jahren eine große Herausforderung ist, die es aber entschlossen anzupacken gilt. Wir wollen schließlich das Bewußtsein für die qualitativ hochwertige Arbeit der kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetriebe schärfen und sie bei ihrer Arbeit einer artgerechten Haltung und der Einhaltung wichtiger Umweltschutzstandards unterstützen. Hierfür ist neben der Politik aber auch das Engagement aller Bürgerinnen und Bürger gefragt: Wer artgerechte Haltung und hohe Umweltschutzstandards fordert, sollte entschlossen auch die entsprechenden Produkte kaufen und auf Erzeugnisse zu Dumpingpreisen verzichten. Gemeinsam können wir hier viel bewegen, was ich sehr gerne auch weiterhin unterstützen werde.

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