Zu Gast bei der Firma Bentec

Bad Bentheim. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder war gemeinsam mit Erhard Kreth, Kassierer des SPD-Ortsvereins Bad Bentheim, zu Gast bei der Firma Bentec. Das Unternehmen ist Hersteller modernster Bohranlagen für Erdgas, Erdöl und Geothermie. In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Geschäftsführer Thorsten Dirks, dem Leiter der Verkaufsabteilung Thomas Kipker und der Leiterin Marketing Sarah Peters informierten sich De Ridder und ihr Parteifreund über das Unternehmen, seine Produktpalette und über die aktuellen Außenhandelsbeziehungen. De Ridder betont, dass Politik und Wirtschaft zukunftsweisende Strategien für den Handel mit Russland, den Oman, die Golfregion und mit China entwickeln und ausbauen müssen.

„Die Corona-Pandemie hat weltweit das öffentliche und wirtschaftliche Leben stark beeinträchtigt und die Weltwirtschaft hat sich deutlich abgekühlt. Innenpolitische Probleme treten daher deutlich zutage wie etwa in den USA, China, Russland und in der Golfregion. Auch in der Europäischen Union machen sich Spannungen bemerkbar. In Europa trifft die sich verschärfende politische Konfliktlage einige Länder besonders hart. Allen Regionen gemein ist die Tatsache, dass sie wichtige Absatzmärkte deutscher Waren sind. Doch wie kann es gelingen, neue politische und ökonomische Effekte so zu erzielen, dass es nicht zu weiteren Konjunktureinbrüchen kommt? Welche Auswirkungen hat die derzeitige Krise auf hiesige exportorientierte Unternehmen? Auf diese und weiterer Fragen habe ich während meines Besuchs bei der Firma Bentec in Bad Bentheim hilfreiche und wissenswerte Antworten erhalten“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Bentec GmbH Drilling & Oilfield Systems wurde 1994 als eigenständige Tochtergesellschaft innerhalb der KCA Deutag Gruppe gegründet und geht aus der 1888 entstandenen Carl Deilmann Bergbau und Tiefbau hervor. Mit seinen rund 430 Beschäftigten zählt das Bentheimer Unternehmen zu einem der größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe in der Grafschaft Bentheim. Doch stehe das Unternehmen auch – wie vielerorts im Emsland und der Grafschaft Bentheim – vor der Herausforderung, qualifizierte Nachwuchskräfte und Fachkräfte für sich zu gewinnen. Durch eine enge Kooperation mit Schulen und Hochschulen sowie den Besuchen von Jobmessen gelingt es qualifizierte Auszubildende einzustellen, berichtet Thorsten Dirks im Gespräch mit den SPD-Politikern.

Weltweit sind die Produkte aus Bad Bentheim sehr gefragt – die Kunden kommen aus allen Teilen der Welt. Daher sei der Ausbau der Digitalisierung für das Unternehmen sehr wichtig: mit einer gut ausgebauten digitalen Infrastruktur könnten etwa 60 bis 70 Prozent der Reisezeiten eingespart werden, führen Dirks und Kipker aus. Das Unternehmen fokussiere sich zurzeit stark auf innovative Entwicklungen. So würden derzeit Software Produkte entwickelt, die den Bohrvorgang weiter optimieren sollen. Auch neue innovative Windkraftanlagen, die den Umgebungsbedingungen unterschiedlicher Regionen angepasst werden können, seien mit Kooperationspartnern in Planung.

Gefragt nach konkreten Verbesserungswünschen an die Politik wies Dirks drauf hin, dass er sich zum einen mehr Fördergelder für innovative Produkte wünsche, auch deshalb, um Arbeitsplätze zu erhalten, zum anderen müssten die bestehenden bürokratischen Hürden bei der Beantragung von Künstlicher-Intelligenz-Projekte abgebaut werden. Diese wertvollen Hinweise nimmt De Ridder, die stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses und dort Berichterstatterin ihrer Fraktion für Fragen der Außenhandelspolitik ist, gerne mit ins politische Berlin. Daher waren die Außen- und Handelsbeziehungen, insbesondere die Exporte nach Russland und China, ein weiteres Gesprächsthema. Einig waren sich Dirks, Kipker, Kreth und De Ridder, dass sowohl die Wirtschaft als auch die Politik eine nachhaltige Chinastrategie entwickeln müsse.

„China ist seit Jahren der wichtigste Handelspartner Deutschlands mit einem bilateralen Handelsvolumen von knapp 200 Milliarden Euro. Dabei profitiert das Reich der Mitte von den offenen europäischen und deutschen Märkten. Allerdings beklagen deutsche Unternehmen seit Langem, dass sie bei Ausschreibungen und Engagements in China benachteiligt werden. Daher sei es für die Weiterentwicklung der bilateralen Zusammenarbeit geboten, dass China seine Märkte weiter öffnet, fordert De Ridder. „Freier und fairer Handel ist eine wichtige Grundlage für unseren Wohlstand in Deutschland. Über 27 Prozent unserer Wirtschaftsleitung hängt vom Export ab und damit auch jeder vierte Arbeitsplatz. Deshalb haben wir ein hohes Interesse an einem funktionierenden internationalen Handel und an stabilen Handelsverträgen – auch und gerade in der weltweiten Corona-Krise. Gleichzeitig sollen Handelsverträge aber auch unsere Standards schützen und vor allem so ausgestaltet sein, dass auch Schwellen- und Entwicklungsländern von ihnen profitieren“, bekräftigt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

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