Dr. Daniela De Ridder und André Schnitker

Das Bestattungsunternehmen Schnitker

Lingen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte das Bestattungsunternehmen Schnitker in Lingen. Im Gespräch mit dem Geschäftsführer André Schnitker informierte sie sich über die Arbeit und Herausforderungen im Berufsalltag eines Bestattermeisters. De Ridder zeigte sich von der Qualität und Innovation des Unternehmens überzeugt.

„Nach dem Tod eines geliebten Menschen stehen Hinterbliebene oft unter starken Emotionen und wollen mit der Trauer über den Verlust nicht allein gelassen werden. Dennoch müssen sie sich innerhalb weniger Tage um viele Formalitäten und Aufgaben kümmern. In dieser schwierigen Zeit stehen uns Bestattungsinstitute unterstützend zur Seite: sie übernehmen bürokratische Angelegenheiten und sorgen sich um die Trauerfeiern, damit den Angehörigen mehr Zeit zum Abschiednehmen bleibt“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Hell, freundlich, modern – bewusst hat sich das Bestattungsunternehmen Schnitker dazu entschieden, ihr Beratungshaus so zu gestalten, dass sich ihre Kunden trotz der außergewöhnlichen Situation wohlfühlen. Neben dem Beratungshaus gibt es an der Lingener Miquelstraße ein Abschiedshaus. Hier haben Angehörige und Hinterbliebene die Möglichkeit, am offenen oder geschlossenen Sarg letzte gemeinsame Momente mit dem Verstorbenen zu verbringen.

André Schnitker, Inhaber des 1954 gegründeten Familienunternehmen, berichtet im Gespräch mit De Ridder, dass sich die Anforderungen an das Berufsbild des Bestatters tiefgreifend verändert hätten. Seit 2003 wurde eine dreijährige Berufsausbildung zur staatlich anerkannten „Bestattungsfachkraft“ eingeführt, wodurch der Berufsstand stark aufgewertet wurde. Neben kaufmännischen und handwerklichen Grundlagen werden den Lehrlingen psychologische, rechtliche, hygienische, medizinische und gestalterische Kenntnisse vermittelt. Zudem müsse man als Bestatter viel Feingefühl und Empathie mitbringen.

Auch bei den Trauerzeremonien habe ein Wandel stattgefunden. Waren vor 20 Jahren Erdbestattungen die Regel, liegt mittlerweile der Anteil der Einäscherungen dem der Beerdigung im Sarg gleich. Zudem würden sich immer mehr Menschen für eine pflegeleichte Grabstätte und für einen Trauerredner anstelle eines Geistlichen entscheiden, führt Schnitker aus. Mittlerweile führen André Schnitker und sein Team viele Vorsorgegespräche, um den eigenverantwortlichen, letzten Schritt des Menschen bereits zu Lebzeiten einfühlsam zu begleiten. Dabei geht es nicht nur um die Frage nach einer Erd- oder Feuerbestattung – viele weitere Details können bereits im Voraus festgelegt werden.

Bei einer gemeinsamen Besichtigung durch die Räumlichkeiten verschaffte sich De Ridder einen Einblick in die breit gefächerte Produktpalette: die Auswahl an Särgen und Urnen bietet durch die Vielfalt an Formen, Materialien und Farben zahlreiche Möglichkeiten, den besonderen Charakter der Verstorbenen zu ehren. Gerade für die Hinterbliebenen ist es wichtig, angemessen Abschied nehmen zu können und bei der Trauerfeier auch Trost über den Verlust zu finden. Hier versteht sich der Bestatter auch als Begleiter in einer schwierigen Lebensphase.

Auch zu finanziellen Aspekten beraten die Bestattungsinstitute. Bis zum Jahr 2004 hatte jeder Bürger ein Anrecht auf Sterbegeld. Diese gesetzlich vorgeschriebene Zahlung sollte eine würdige Bestattung garantieren und die Angehörigen entlasten. Nachdem diese Leistung der gesetzlichen Krankenkasse gestrichen wurde, sei nun jeder selbst in der Verantwortung, für die Kosten der Beerdigung aufzukommen.

„Die Beschäftigung mit dem Tod ist für viele Menschen mit Ängsten besetzt, so dass viel Mut dazugehört, sich bereits zu Lebzeiten mit der eigenen Beerdigung auseinanderzusetzen. Doch für trauernde Angehörige kann es eine enorme Erleichterung sein zu wissen, was die Verstorbenen selbst gewollt hätten. Deshalb ist eine Bestattungsverfügung, in der die eigenen Wünsche niedergeschrieben sind, eine wichtige Angelegenheit. Ich bin mir sicher, dass wir auch darüber tabufreier sprechen müssen“, bekräftigt De Ridder.

 

 

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