Dr. Daniela De Ridder mit Schülerinnen und Schülern im Gespräch

Zu Besuch in der Grundschule auf dem Süsteresch in Schüttorf

Schüttorf. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder war zur Nachlese ihrer Aktion „Väter lesen vor“ zu Gast in der Grundschule auf dem Süsteresch in Schüttorf. Bei dieser Aktion hatte De Ridder die Schulen ihres Wahlkreises im Wettbewerb aufgerufen, möglichst viele Bilder von vorlesenden Vätern einzureichen; Gewinnerschule in der Grafschaft Bentheim war dabei die Süstereschschule. Dort las die Bundestagsabgeordnete den Schülerinnen und Schülern nun aus einem von ihnen ausgewählten Buch vor und stellte sich den Fragen der Radio-AG.

„Vorlesen ist nicht nur eine spannende, sondern auch eine kluge Möglichkeit, kostbare Zeit mit seinen Kindern zu verbringen. Es fördert die sprachliche Entwicklung, das logische Denken, die Konzentrationsfähigkeit und stärkt das Einfühlungsvermögen des Kindes. Und es schafft Nähe zwischen den Eltern und ihren Kindern, vor allem aber macht es Spaß und durch das Lesen kann man auch als Erwachsener noch viel dazu lernen oder auch gar sein schauspielerisches Talent entdecken“, schmunzelt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Die Schülerinnen und Schüler der Schüttorfer Grundschule am Süsteresch hatten von De Ridder anlässlich der Aktion „Väter lesen vor“ eine Geldspende für Bücher erhalten. Nun zeigten die Kinder der SPD-Politikerin, welche Bücher von diesem Geld beschafft wurden. Alle von De Ridders Geldspende angeschafften Bücher waren aus der Schulbibliothek ausgeliehen. Nur ein einziges war noch erhältlich: „Warum Kater Konrad ins Wasser sprang und eine Maus in die Luft ging“ von Sabine Ludwig. Ohne jede Vorbereitung las Dr. Daniela De Ridder, selbst Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Söhnen, den fast 300 Schülerinnen und Schülern vor und begeisterte die Kinder für die spannende Geschichte über Freundschaft und Vorurteile. Konrad ist ein ganz normales Katzenkind, er geht zur Schule, liest gerne aufregende Bücher und isst gern Mäusebrot. Eines Morgens muss Konrad feststellen, dass die Maus auf seinem Pausenbrot nicht tot, sondern noch quicklebendig ist. Zwischen Kater Konrad und Mausedame Marie Antoinette entwickelt sich eine wahre Freundschaft.

Anschließend hatten die Kinder die Gelegenheit, Fragen an die SPD-Bundestagsabgeordnete zu stellen. „Wie wird man Bundestagsabgeordnete?“, „Bist Du gerne in Berlin?“ oder „Macht Ihnen der Beruf Spaß?“ wollten die aufmerksamen Schülerinnen und Schüler wissen. Aber auch, ob De Ridder Kinder hat und ob sie ihren Kindern auch immer vorgelesen habe, interessierte die Schülerinnen und Schüler.

„Ich habe meinen Kindern abends sehr gerne eine gute Nachtgeschichte vorgelesen, auch wenn meine Söhne gerne immer wieder ihre Lieblingsgeschichten hören wollten, die ich ja längst kannte. Die Welt der Bücher war voller Abenteurer, Piraten und Seeräuber, Weltentdecker, manchmal aber auch voller Dinosaurier und anderer wilder Tiere. Das Vorlesen war für uns als Familie eine sehr wichtige Zeit, denn das Vorlesen schafft eine Atmosphäre der Geborgenheit und des Vertrauens, wodurch die Bindung zu meinen Kindern noch stärker wurde“, berichtet De Ridder.

Die SPD-Politikerin ermutigte die Grundschülerinnen und -schüler dazu, neben ihren Müttern auch und vor allem ihre Väter zum Vorlesen zu motivieren. „Vorlesen kann man üben, wenn man dramatische Höhepunkte hervorheben will, aber Kinder freuen sich immer, wenn sie gespannt zuhören können. Und ich bin überzeugt, dass auch Väter sehr gerne vorlesen, auch, weil sie dann eine unwiederbringliche Zeit mit ihren Kindern verbringen können“, ist die SPD-Bundestagsabgeordnete überzeugt.

Zum Schluss des Besuchs interviewten zwei Schülerinnen der Radio-AG die SPD-Bundestagsabgeordnete für den Schulrundfunk. „Welche Themen sind Ihnen in der Politik wichtig?“ beantwortet die Sozialdemokratin auch mit bildungspolitischen Aufgaben. Mit der stellvertretenden Schulleiterin Heike Draber war sich De Ridder einig, dass in der Schulpolitik noch mehr getan werden müsse, zumal sich De Ridder seit Beginn ihrer Mandatstätigkeit in Berlin für die Aufhebung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern einsetzt, das bisher immer noch verhindert, dass der Bund in die Schulpolitik investieren darf.

„Unsere Schulen brauchen mehr Ressourcen – auch für die Umsetzung ihrer pädagogischen Konzepte. Gerade in den ländlichen Räumen stellen wir zudem fest, dass es immer schwieriger wird, auch Lehrer, geschweige denn Schulleiterinnen zu finden. Unser Fachkräfteproblem ist eklatant“, unterstreicht De Ridder. Daher muss sich – wie im Koalitionsvertrag vereinbart – ein unabhängiger Bildungsrat intensiv mit dieser Thematik befassen und Abhilfe schaffen, sind Draber und De Ridder überzeugt.

 

 

 

 

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