Dr. Daniela De Ridder und der Halter eines der Siegertiere

Zu Besuch beim 10. Grafschafter Haus- und Nutztiertag

Uelsen. Die SPD-Bundestagsabegeordnete Dr. Daniela De Ridder besuchte den 10. Grafschafter Haus- und Nutztiertag in Uelsen, um sich über die Besonderheiten der heimischen Nutz- und Haustierrassen zu informieren. Der Schutz und Erhalt unserer heimischen Tierrassen ist von hoher Bedeutung.

„Das Bentheimer Landschaf ist stark vom Aussterben bedroht. Die Zahl der eingetragenen Herdbuchtiere im Ursprungsgebiet der Bentheimer beträgt zurzeit ca. 2.000 Tiere. Die Züchterinnen und Züchter sind größtenteils Hobbyzüchter. Daher freut es mich umso mehr, dass der Landesschafzuchtverband Weser-Ems e.V. mit diesem Aktionstag auf die Bentheimer Landschafe aufmerksam macht. Auch der Tierpark Nordhorn, als regionales Arten- und Naturschutzzentrum, kümmert sich seit vielen Jahren um den Erhalt des Benhteimer Landschafs, die vor allem für die Landschaftspflege und für die Pflege von Sand- und Moorheiden besonders geeignet sind.“, berichtet Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Einmal im Jahr treffen sich in Uelsen zahlreiche Schafszüchterinnen und -züchter aus der gesamten Bundesrepublik, um ihre Böcke von einer Fachjury beurteilen zu lassen. Bereits früh am Morgen sichteten die Jurorinnen und Juroren anhand eines festgelegten Beurteilungsschemas die Schafböcke. Dabei sind Kriterien zum Beispiel des äußeren Erscheinungsbildes oder ihrer Wolle ausschlaggebend. Neben den Bentheimer Landschaf wurden auch Schafe der Rassen Weißkopf und Schwarzkopf einer Beurteilung unterzogen. Am frühen Nachmittag standen die besten Schafböcke fest, die Züchterinnen und Züchter wurden prämiert. Auf der anschließenden „Eliteauktion des Bentheimer Landschafes“ wurden dann die Schafböcke meistbietend versteigert.

Darüber hinauf fand auch die 32. Stutenschau des Kaltblutzuchtvereins Emsland mit der traditionellen Stutbuchaufnahme und der Fohlenkennzeichnung mit Prämierung der besten Fohlen statt. Hier präsentierten sich Stuten und Fohlen der Kaltblutrassen Rheinisch-Deutsch, Schwarzwälder und Freiberger. Diese Pferde wurden in der Grafschaft Bentheim vielfach in der Landwirtschaft eingesetzt. Heute werden diese Rassen überwiegend in der Freizeit und für den Sport genutzt.

Beim anschließenden Rundgang über das Gelände konnte ich mir einen Eindruck von den vielen Vereinen, Verbänden und Institutionen verschaffen. Zahlreiche Ausstellungen und Stände, insbesondere zu Themen des ländlichen Raums, luden die Besucherinnen und Besucher ein, sich selbst aktiv zu beteiligen: Gewichteschätzen, Kinderrallye und Hüpfburg, Ponyreiten oder Spinnvorführungen.

Dr. Daniela De Ridder am Spinnrad der Spinngruppen im Austellerzelt Tierpark Nordhorn
Dr. Daniela De Ridder am Spinnrad der Spinngruppen im Austellerzelt Tierpark Nordhorn

 

„Mit diesem Aktionstag legen die Veranstalterinnen und Veranstalter einen besonderen Schwerpunkt auf den Erhalt unserer heimischen und regionalen Tierrassen, die vom Aussterben bedroht sind. Daher ist es umso wichtiger, Sorge dafür zu tragen, diese alten Haus- und Nutztiere, die für die Grafschaft Bentheim und das Emsland von herausragender Bedeutung sind, zu erhalten“, bekräftigt De Ridder.

Dr. Daniela De Ridder beim Holzsägen mit einem Mitglied des Heimatverein Wilsum
Dr. Daniela De Ridder beim Holzsägen mit einem Mitglied des Heimatverein Wilsum

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