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Wo Deutsche und Niederländer längst zusammenarbeiten

SPD-Bundestagskandidatin Dr. Daniela De Ridder zu Besuch bei Europas ältester EUREGIO

Welche Folgen hat die steigende Erwerbslosigkeit in den Niederlanden für die Grafschaft Bentheim und das Emsland? Warum studieren so viele Deutsche in den Niederlanden aber nur wenige Niederländer an deutschen Hochschulen? Gibt es noch Vorurteile im Grenzraum?

Die Themen, die die Geschäftsführerin der ÉUREGIO, Dr. Elisabeth Schwenzow, im Gespräch mit SPD-Bundestagskandidatin Dr. Daniela De Ridder ansprach, reichten weit über die Region hinaus. So ließe sich die wachsende Erwerbslosigkeit in den Niederlanden als eine der späten Folgen der geplatzten Immobilienblase erklären, erläuterte die EUREGIO-Geschäftsführerin. Beide Länder könnten noch viel mehr voneinander lernen und enger kooperieren, ganz gleich ob in der Arbeitsmarktpolitik, bei der Wirtschafts- und Kulturförderung, beim Tourismus oder bei der pflegerischen und medizinischen Versorgung, betonte sie.

„Weder Wirtschaftskrisen noch der demographische Wandel machen an der Grenze halt“, pflichtete De Ridder, die selbst im Grenzgebiet bei Aachen aufgewachsen ist, bei. Überrascht zeigte sie sich über die Schilderungen eines latenten vorhandenen Rassismus bei Jugendlichen: Zuweilen komme es gerade bei Jugendlichen zu Schlägereien. Umso mehr sei der soziokulturelle Austausch wichtig, den die EUREGIO auch mit zahlreichen Projekten fördere. „Daran kann man erkennen wie wichtig Europa und die europäischen Fördermittel sind.“

Ein weiteres Thema war die Infrastruktur- und Verkehrspolitik: Schon kurzfristig würden die Anforderungen an das bestehende Infrastrukturnetzwerk in Europa stark steigen, da der Personen- und Güterverkehr deutlich wachsen werde, erläuterte Schwenzow. Zugleich spielten Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine immer wichtigere Rolle in Europa und der Welt. Daher habe die Europäische Union innerhalb des TEN-T-Programms zehn Verkehrskorridore benannt, die in den kommenden 20 Jahren nachhaltig ausgebaut und fertig gestellt werden sollen. Das EUREGIO-Gebiet liege inmitten des Korridors 2, der sich von Warschau über Berlin, Amsterdam und Rotterdam sowie Felixstowe bis zu den Midlands erstrecke. Solle dieser Ost-West Korridor weiterentwickelt und eine lückenlose Verbindung ausgebaut werden, sei eine intensive Zusammenarbeit der EUREGIO gemeinsam mit ihren Partnern geplant, so Schwenzow.

De Ridder, die bei der Infrastruktur- und Verkehrspolitik auf das Konzept der Trimodalität von Straße, Schiene und Kanal setzt, versprach, sich für den Wahl ihrer Wahl dieses Themas ganz besonders anzunehmen.

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