Dr. Daniela De Ridder wirbt für die Milchtankstellen der Region

Unterstützt unsere Landwirtinnen und Landwirte – kauft bei den Milchtankstellen!

Grafschaft Bentheim/Emsland. Nach einer Erholung des Milchpreises bis November 2017 (rund 40,3 Cent pro Kilogramm) sind die Preise je Kilogramm Milch in Deutschland bis heute wieder gesunken (32,36 Cent im Mai 2018 in Deutschland / 32,10 Cent in der EU). Auch wenn in den kommenden Wochen aufgrund der Dürre bundesweit ein Preisanstieg zu erwarten ist, bleibt die strukturelle Problematik von Dumpingpreisen für die Landwirtinnen und Landwirte der bäuerlichen Betriebe bestehen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder, Mitglied der Landfrauen, ruft zur solidarischen Unterstützung der bäuerlichen Betriebe auf.

„Die Mehrheit der landwirtschaftlichen Betriebe in der Grafschaft Bentheim und im Emsland arbeiten besonders hart für ihre Existenz. Der wachsende Druck, gerade auf bäuerliche Betriebe, belastet diese Familienunternehmen enorm und ist – neben der nun schon lang anhaltenden Dürrephase – vor allem auch den Industriebetrieben geschuldet, die maßgeblich für Dumpingpreisen auf den Märkten verantwortlich zeichnen. Neben politischen Maßnahmen zur Unterstützung der bäuerlichen Betriebe und den hart arbeitenden Landwirtinnen und Landwirten brauchen wir jetzt ganz akut ebenso die Unterstützung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Wer landwirtschaftliche Betriebe unterstützen will, die mit vollem Einsatz hohe Qualität liefern und artgerechte Tierhaltung betreiben, sollte unbedingt das Angebot der lokalen Milchtankstellen, Melkhuiskes und der Hofläden in unserer Region nutzen. Denn wer hier kauft, erhält nicht nur frische Ware direkt vom Erzeuger: Wenn genügend Bürgerinnen und Bürger hier mitmachen, können wir unsere Landwirtinnen und Landwirte auch dauerhaft substanziell stärken. Es kommt also nicht nur auf die Produktionsbedingungen, sondern auch auf unser Konsumverhalten an, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems, ihre Solidaritätsaktion.

Dr. Daniela De Ridder setzt sich seit längerem für bäuerliche Betriebe, insbesondere für die Milchbauern und für artgerechte Tierhaltung in der Region ein. Besonders angespannt war die Preisentwicklung vor zwei Jahren, als sich der Preis Mitte 2016 auf die 20 Cent-Marke pro Kilogramm zubewegte. De Ridder betont, dass diese skandalösen Niedrigpreise die Landwirtinnen und Landwirte massiv unter Druck setzen und ihnen zudem die Möglichkeit nehmen, adäquate Rücklagen für Dürreschäden anzulegen, wie sie gerade jetzt benötigt werden. Die Politik muss hier gegensteuern, fordert die SPD-Bundestagsabgeordnete, weshalb sie die im Haushalt 2018 veranschlagten rund sechs Milliarden Euro für die Landwirtschaft für dringend notwendig hält. Es gilt jedoch auch, von dem Geld mittelfristig eine zielgerichtete und nachhaltige Investitionspolitik zu betreiben und darauf zu achten, Probleme nicht zu verschärfen.

2016 band De Ridder ihre Kolleginnen und Kollegen der SPD-Bundestagfraktion in die Aktion „Die Milch macht’s“ ein, um für die Problematik zu sensibilisieren, aber auch um verstärkt auf das Angebot der Milchtankstellen und „Melkhuises“ aufmerksam zu machen. Neben der Stärkung der bäuerlichen Betriebe, der sich De Ridder auch als Landfrau verpflichtet fühlt, sieht sie beim Kauf direkt vom Erzeuger vor allem auch Vorteile für die Umsetzung einer bewussten und gesunden Ernährung. Schließlich stehen die Betriebe selbst für die Qualität ihrer Erzeugnisse ein.

„Wir müssen Anreize schaffen, damit die bäuerlichen Betriebe gestärkt werden und eine nachhaltige Ausrichtung sowie die fortwährende Verbesserung des Tierschutzes belohnt werden. Ein kontinuierlicher Wachstumszwang ist hier problematisch, auch weil viele Landwirtinnen und Landwirte gezwungen sind, hart an den Grenzen ihrer Kapazitäten zu arbeiten. Aber neben den politischen Maßnahmen müssen die Bürgerinnen und Bürger, denen unsere Region der Grafschaft Bentheim und des Emslandes am Herzen liegt, auch etwas für den Erhalt der bäuerlichen Betriebe unserer Region tun. Der Milchkauf bei den Milchtankstellen oder den ‚Melkhuises‘ sowie der Einkauf bei den Hofläden ist hier ein probates Mittel: Und die Milch schmeckt dort hervorragend, wesentlich besser und ist gesund! Neben Wilsum gibt es auch Milchtankstellen in Gölenkamp, Nordhorn, und Twist sowie in der Nähe von Papenburg. Hier gekaufte Milch ist eine wahrhaft gesunde Investition in unsere Region. Wer regional einkauft, darf sich dabei auch einer guten Ökobilanz sicher sein, denn die Produkte werden eben nicht, viele Kilometer bei sengender Hitze über Land gefahren“, wirbt De Ridder für ihre Kampagne.

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