SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Belgisch-Luxemburgischen Parlamentariergruppe Dr. Daniela De Ridder reiste nach Belgien – Europäische Partnerschaft für mehr Sicherheit und zur Prävention von Radikalisierung

Brüssel. Die SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Belgisch-Luxemburgischen Parlamentariergruppe Dr. Daniela De Ridder war auf Dienstreise unterwegs in Belgien. De Ridder kam mit dem deutschen Botschafter Rüdiger Lüdeking und der Bürgermeisterin der Gemeinde des Problemviertels Molenbeek Françoise Schepmans ins Gespräch. Dieses Gespräch war anlässlich der Bereisung von Bundespräsident Gauck im Frühling dieses Jahres vereinbart worden. Neben der Verstetigung und Vertiefung der europäischen Partnerschaft stand ein intensiver Austausch zum Thema der Extremismusprävention auf dem Programm. De Ridder betont die Wichtigkeit der grenzüberschreitenden Kooperation.

„Die Terroranschläge der letzten Monate in Frankreich, Belgien und Deutschland haben uns gezeigt, dass wir unbedingt die Kooperation in der Europäischen Union verstetigen und intensivieren müssen. Dabei geht es nicht nur um die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden, sondern wir müssen im Rahmen einer engen Partnerschaft gemeinsam mehr für die Prävention leisten. Dazu trage ich als bundesdeutsche Bildungspolitikerin mit belgischen Wurzeln sehr gerne bei“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Bildungsausschuss.

Neben dem Dialog mit dem deutschen Botschafter Lüdeking und der Bürgermeisterin der Gemeinde Molenbeek-Saint-Jean Françoise Schepmans kam De Ridder mit dem Kabinettschef Olivier Lodzia-Bodzki, dem Beauftragten für Kriminalitätsprävention der Gemeinde Molenbeek Olivier Vanderhaeghen sowie dem Projektbeauftragten zum Thema „Radicalisation“ der Gemeinde Molenbeek ins Gespräch. Einig waren sich die Beteiligten, dass repressive Maßnahmen in der Sicherheitspolitik nicht genügen, um dem Problem der Radikalisierung der jungen Generation entgegen zu wirken. Vielmehr bedürfe es einer Strategie zur Förderung der Integration und der Prävention, wozu neben einer Bildungsoffensive auch die Schulsozialarbeit zählt.

„Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich seit langem für die Stärkung der Schulsozialarbeit ein, die insbesondere auch das Problem der Radikalisierung der jüngeren Generation in der Schule adressiert. Sozialarbeit muss in der Schule, aber auch darüber hinaus, präventiv ansetzen und Radikalisierung erkennen, aber ebenso Wege heraus aufzeigen. Wichtig ist die Schaffung von Perspektiven und die Achtsamkeit, dass niemand auf der Strecke bleibt. Dazu brauchen wir auch die Mitarbeit von Eltern und Lehrern. Das dies der richtige Weg ist, davon bin ich fest überzeugt; dafür konnte ich in Brüssel viele interessante Eindrücke sammeln, wie mit dem Problem hier umgegangen wird“, so De Ridder weiter.

Auf dem Programm stand ebenso ein Besuch im LIDL-Ausbildungszentrum in Molenbeek, bei dem De Ridder der Präsentation von Wolfgang Hennen von der Geschäftsführung LIDL Belgien & Luxemburg sowie der Direktorin im Bereich Personalwesen Ilse Heylens folgte. Das Ausbildungszentrum nimmt gerade Jugendliche und junge Erwachsene des Problemviertels in den Blick, die auf dem Ausbildungsmarkt ansonsten nur wenige Perspektiven hätten. Ziel ist gerade die Einbindung dieser jungen Menschen in ein erwerbstätiges Leben, wovon sich De Ridder überzeugt zeigte.

„Die Einbindung der jungen Generation ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration und vor allem zur Prävention. Dabei müssen wir Wert auf ein niedrigschwelliges Angebot legen, was hier in Molenbeek bereits erfolgreich läuft. Das nehme ich als Anregung für die Bundespolitik mit, auch wenn wir in Deutschland andere Strukturbedingungen haben. Die Leistungen der Verantwortlichen aus Politik, Polizei aber auch Wissenschaft und Sozialarbeit in Brüssel sind enorm und sie verdienen unsere Anerkennung, gerade in der schwierigen Zeit nach den Terroranschlägen von Brüssel“, bekräftigt De Ridder.

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