Hans-Joachim Haming und Dr. Daniela De Ridder werben für Beschäftigung

SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder im Gespräch über Arbeitsmarktstrategien mit dem Vorsitzenden der Arbeitsagentur Nordhorn Hans-Joachim Haming

Lingen/Nordhorn. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder traf sich mit dem Vorsitzenden der Arbeitsagentur Nordhorn Hans-Joachim Haming um über die Arbeitsmarktstrategien für die Region zu sprechen. Handlungsbedarf besteht laut Haming vor allem bei der Integration von älteren Arbeitssuchenden sowie Geringqualifizierten auf dem Arbeitsmarkt. Auch das Thema „Mindestlohn“ war Gegenstand der Erörterungen: Aus den Daten zur Entwicklung der Beschäftigung und der Arbeitslosigkeit lässt sich kein negativer Effekt der Einführung des Mindestlohnes herauslesen.

„Eine wichtige Erkenntnis für mich ist, dass der Mindestlohn keinen negativen Effekt auf die Beschäftigung hat. Das ist ein besonders erfreuliches Ergebnis, da es mir als  Bundespolitikerin zeigt, dass wir mit der Einführung des Mindestlohnes neben der Schaffung von mehr sozialer Gerechtigkeit auch ökonomisch hervorragend aufgestellt sind. Damit hat die SPD ein großes Projekt umsetzen können, auf das wir sehr stolz sein können“, erklärt Dr. Daniela De Ridder, SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Mittelems.

Laut Statistik sind die Grafschaft Bentheim und das Emsland auch im Vergleich zum Bundesdurchschnitt besonders gut positioniert: Während die Arbeitslosenquote im Bund bei rund 6,3 Prozent im April dieses Jahres lag (6,5 Prozent im Vorjahresmonat), lag sie in der Grafschaft Bentheim bei rund 3,9 Prozent (keine Veränderung zum Vorjahresmonat) und im Emsland bei rund 3,1 Prozent (3,3 Prozent im Vorjahresmonat). Laut Harming zeigt sich vor allem, dass ältere Arbeitslose und Geringqualifizierte einen höheren Vermittlungsbedarf aufweisen. „Die Älteren sind neben den Ausländern die einzige Gruppe, die vom Aufbau der Beschäftigung an Ems und Vechte nicht profitieren konnten: sie stellen mehr als ein Drittel aller Arbeitslosen. Eine Wiedereingliederung ist vor allem bei gering qualifizierten älteren Arbeitslosen erschwert“, sagt der Vorsitzende der Arbeitsagentur Nordhorn Hans-Joachim Haming.

Für die Integration von Migrantinnen und Migranten sieht De Ridder große Chancen durch das neue Integrationsgesetz, das einen Beitrag für die bessere sprachliche Integration leistet – diese gilt als Grundstein für weitere Integrationsschritte, insbesondere auf dem Arbeitsmarkt. In Bezug zu den älteren und geringqualifizierten Arbeitssuchenden betonte De Ridder, dass sie einen Beitrag zur Vermittlung leisten möchte: So nahm sie kürzlich an der Plakataktion der Agentur für Arbeit Nordhorn teil, in deren Rahmen sie für die Anstellung älterer Arbeitssuchender warb. Gesellschaftliche Veränderungen wie der demografische Wandel machen es laut De Ridder und Haming notwendig, in vielen Bereichen umzudenken. Viele der älteren Arbeitssuchenden wären ein großer Gewinn für kleine, mittelständische und große Unternehmen. „Wir müssen dabei vor allem auch Frauen als Berufsrückkehrerinnen nach der Familienphase im Blick behalten. In dieser Personengruppe steckt ein weitgehend noch unterschätztes Potenzial, dass sich die Unternehmen gerade auch aufgrund des Fachkräftemangels unbedingt erschließen sollten“, so die Bildungspolitikerin.  Laut De Ridder braucht ein erfolgreiches Unternehmen neben dem Elan der jungen Generation auch das Erfahrungswissen der Generation der Vierzig-, Fünfzig- und Sechzigjährigen.

„Als ich 2013 Mitglied des Bundestages wurde, war ich bereits im fünften Lebensjahrzehnt. Mein Erfahrungsschatz war da bei dieser beruflichen Neuorientierung ausgesprochen hilfreich. Deshalb bin ich auch überzeugt, dass eine gute personelle Mischung und das Fördern von ganz unterschiedlichen Talenten und Kompetenzen entscheidend für den unternehmerischen Erfolg sind. Viele ältere Arbeitssuchende wollen ihr Know-how einbringen. Schon deshalb war es mir wichtig, mit Nachdruck dafür zu werben. Was die Arbeitsvermittlung von Geringqualifizierten betrifft, setze ich mich für diese Personengruppe auch in Berlin als stellvertretende Leiterin der Projektgruppe ‚#NeueChancen – Wertschätzung für Bildung und Arbeit‘ der SPD-Bundestagsfraktion ein. Wir müssen stets ein adäquates Qualifikations- und Weiterbildungsangebot zur Verfügung stellen, damit die Menschen selbstbestimmt ihre Chancen ergreifen können – dafür möchte ich mich weiter in der Grafschaft, im Emsland und im Bund stark machen“, bekräftigt De Ridder.

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