In karnevalistischer Atmosphäre wurde die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder (mitte) von den Mitarbeitern der Seniorenresidenz Meppen in Empfangen genommen. Heimleiter Hergen Sanders (links) freute sich über den prominenten Besuch und Schichtleiterin Deborah Seitz (3. von rechts) über die neue „Praktikantin für einen Tag"

Politischer Aschermittwoch in Seniorenresidenz

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Daniela De Ridder fordert eine Aufwertung des Pflegeberufs. Entlohnung und gesellschaftliches Ansehen ständen in keinem Verhältnis zur Arbeit der Pflegekräfte. Das stellte die Bundestagsabgeordnete jetzt bei einem Besuch der Seniorenresidenz Meppen fest. Der Heimleiter Hergen Sanders freute sich über die Einlösung des Wahlversprechens der Parlamentarierin.

Meppen. „Offiziell gibt es eine halbe Stunde Pause aber meist bleibt dafür keine Zeit“, sagt Schichtleiterin Deborah Seitz. Dann klingelt wieder ihr Telefon: Ein Kollege will etwas über einen für heute angekündigten Neuzugang wissen. Das Telefon klemmt Deborah Seitz zwischen Kopf und Schulter ein und beantwortet die Fragen des Kollegen. Gleichzeitig setzt sie die morgendliche Pflege der 85-jährigen Ursula S. fort. Die Bundestagsabgeordnete Daniela De Ridder geht ihr zu Hand, hilft beim Wechseln der Verbände an den Füßen der Heimbewohnerin. Wichtig sei ihr, Politik nicht nur aus der Vogelperspektive zu betreiben, sondern praktische Erfahrungen in unterschiedlichsten Bereichen des Wahlkreises zu sammeln. In einer Reihe von Hospitationen will sich die SPD-Politikerin deshalb ein intensives Bild von Einrichtungen, Unternehmen und Vereinen machen.

Heimleiter Hergen Sanders freut sich, dass Daniela De Ridder mit dem Tagespraktikum in der Seniorenresidenz Meppen ein Versprechen aus dem Wahlkampf einlöst. Am Rande einer Podiumsdiskussion mit zukünftigen Pflegekräften während des Bundestagswahlkampfes hatte Daniela De Ridder zugesagt, sich einen praktischen Einblick in die Pflegeberufe zu verschaffen. „Ich finde das sehr wichtig, denn immer noch wird im Fernsehen nur negativ über Altenheime berichtet“, sagt Sanders. Aktionen wie das Praktikum und die damit verbundene Anerkennung der Arbeit in der Pflege stärken das Selbstbewusstsein seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Und Anerkennung für die Pflegeberufe hat die Bundestagsabgeordnete nach dem Tag in der Seniorenresidenz auf jeden Fall gewonnen. „Ich bin voller Bewunderung für die Mitarbeiter“ zeigt sich de Ridder beeindruckt vom Arbeitspensum der Pflegekräfte. Insbesondere die gute Laune im Team sei in der Seniorenresidenz ganz offensichtlich kein Rosenmontags-Phänomen. Hochachtung habe sie zudem vor der Verantwortung der Mitarbeiter für die Bewohner des Altenheims, sagt Daniela De Ridder. Insgesamt stehe das Thema Pflege in direktem Zusammenhang mit den Herausforderungen des demographischen Wandels und stelle Politik und Gesellschaft vor große Herausforderungen. „Das Thema Entlohnung in der Pflege ist neben vielen positiven Eindrücken auf jeden Fall ein Punkt, den ich mit nach Berlin nehmen werden“, so Daniela De Ridder abschließend.

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